Barmherzigkeit auf Augenhöhe

Ein sozialer und politischer Auftrag der Jugendverbände

Anfang September öffnet Deutschland die Grenzen und lässt sich in diesem Moment von der Not und dem Elend zehntausender Menschen, die vor Krieg und Terror in Syrien fliehen, anrühren. Und die Geflüchteten verbinden ihre Einreise mit einem Namen: Angela Merkel oder weniger sachlich, dafür emotionaler der „Barmherzigen Mutter Merkel“. Dieser in unseren Ohren befremdlich klingende und neue Titel der Bundeskanzlerin lässt einerseits die große Not und die daraufhin empfundene Dankbarkeit der Geflüchteten erkennen, macht aber auch deutlich, dass der Begriff Barmherzigkeit zunächst einmal kein Maßstab für politisches Handeln ist. Als Frau Merkel später ihre Entscheidung rechtfertigen muss, spricht sie dann auch nicht von einem barmherzigen, sondern von einem notwendigen Handeln. Hätte sie gegenüber der christlichen Schwesterpartei aber nicht einfach auch von Barmherzigkeit sprechen können? Und wäre sie so besser verstanden worden? Weiterlesen