Über Michael Kreuzfelder

Pressesprecher der BDKJ-Bundesvorstandes

Bode: Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen #kt14

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hält eine Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen als mittelfristiges Ziel für realistisch. Derzeit gebe es rund 13 Prozent Frauen in hohen Ämtern in der Kirche und 19 Prozent in mittleren Ämtern, sagte Bode am Samstag beim 99. Katholikentag in Berlin. Die Bischöfe hätten sich bei einem Studientag im vergangenen Jahr auf eine Selbstverpflichtung verständigt, den Anteil in den kommenden fünf Jahren „deutlich zu erhöhen“. Bereits in zwei Jahren solle in den Ordinariaten nachgefragt werden, „was dort in den vergangenen Monaten passiert ist“. Er betonte auch, dass das „Gesicht der Kirche“ weiblicher werden müsse. So bedauerte er es, dass es keine Frau gebe, die die Pressestelle einer deutschen Diözese leitet.

Zur Frage nach der Behandlung von wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche forderte die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, endlich Lösungen. Diejenigen, die darunter litten, dass sie nicht zu den Sakramenten zugelassen würden, seien doch „die treusten unter den treuen Katholiken, so Opladen. „Die anderen interessiert das doch gar nicht mehr.“

Opladen verwies in diesem Zusammenhang auf die Freiburger Handreichung. Die vom Freiburger Seelsorgeamt im vergangenen Jahr veröffentlichte „Handreichung“ beschreibt erstmals Wege, wie nach einer Scheidung erneut standesamtlich verheiratete Katholiken mit kirchlicher Erlaubnis beichten und zur Kommunion gehen könnten. Die deutschen Bischöfe hatten sich zurückhaltend dazu geäußert,

Bode sprach von einem „wirklich schwierigen Problem“, an dem die Bischöfe aber „dran sind“. Die Worte von Papst Franziskus zu dem Thema seien „ermutigend“, so Bode. Er gehe davon aus, dass es bei der vatikanischen Familiensynode auf den Tisch komme. Zugleich betonte er, dass das Thema auch unter hohen katholischen Kirchenvertretern behandelt werde. Er verwies auf eine „strikte Position“ des Leiters der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, auf der einen Seite sowie auf die Haltung des emeritierten Kurienkardinals Walter Kasper auf der anderen Seite. Dieser zeige sich offener für mögliche Wege. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

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Weiter Brücken bauen! #kt14: Wir ziehen Bilanz

Katholische Jugend zieht positive Bilanz des Katholikentages. Und mahnt, sich nicht auszuruhen.

Regensburg, 31. Mai. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zieht ein positives Fazit des 99. Deutschen Katholikentages in Regensburg. „Die Stärke der katholischen Kirche ist ihre Vielfalt. Wie unterschiedlich Menschen glauben, beten, feiern und sich für andere einsetzen, das haben die Tage eindrucksvoll gezeigt“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. „Diese Unterschiede sind eine Bereicherung für die Kirche und nicht – wie manche meinen – eine Bedrohung. Denn Verbände und Bistümer, Bischöfe und Laien, Frauen und Männer, junge und alte Menschen haben ein gemeinsames Anliegen: den Glauben an Christus zu bekennen, zu feiern und mit ihm Gesellschaft zu gestalten.“

Gleichzeitig mahnt der neue BDKJ-Bundesvorsitzende: „Wir dürfen uns nicht auf vier schönen, intensiven Tagen ausruhen. Wir haben als Kirche noch viele Brücken zu bauen. Zu jungen Menschen, zu Menschen am Rand, Brücken in die Gesellschaft aber auch in der Kirche selbst.“ Besonders im Jugendprogramm sei deutlich geworden, dass Spiritualität und Glaube jungen Menschen wichtig sind. „Gleichzeitig wünschen sie sich Veränderungen in ihrer Kirche. Zum Beispiel in Sachen Gleichberechtigung oder in der Frage der Sexuallehre“, so Ehrenlechner.

Der Katholikentag habe auch gezeigt, dass Kirche gesellschaftliche Themen setzen könne, etwa beim Klimaschutz oder Nachhaltigkeit. „Über Bewahrung der Schöpfung zu reden heißt heute, sich konkret mit Energie-Fragen und Konsum auseinanderzusetzen. Auch hier hat der Katholikentag Impulse gesetzt“, so Ehrenlechner.

Der BDKJ freut sich auf den 100. Katholikentag 2016 in Leipzig, bedauert aber, dass der nächste Ökumenische Kirchentag erst 2021 wieder stattfinden soll. „Wenn das so wäre, müssen Katholikentag und Evangelischer Kirchentag noch ökumenischer vorbereitet und umgesetzt werden.“ Angesicht der vielen eingesetzten Ressourcen regt der BDKJ an, eine Debatte über den Zweijahresrhythmus zu führen.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, 01761 7965099

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Frauen ins Generalvikariat?! Politik und Kirche debattiert beim #kt14

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TeilnehmerInnen des Podiums „Ende der Bescheidenheit! Frauen in kirchlichen Führungspositionen“ (v.l.): Dr. Irme Stetter-Karp, Julia Klöckner MdL, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Claudia Junker-Kübert, Claudia Auffenberg und Martin Rosowski

Kontroverse Diskussion zum Thema Frauen in kirchlichen Führungspositionen auf dem Katholikentag 2014 in Regensburg

Regensburg, 30.05.2014            Die BDKJ-Landesvorsitzende Claudia Junker-Kübert war Teilnehmerin des Podiums „Ende der Bescheidenheit! Frauen in kirchlichen Führungspositionen“. Mit ihr saßen in der Diskussionsrunde Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Dr. Irme Stetter-Karp (Ordinariatsrätin und Vizepräsidentin sowie Genderbeauftragte des Deutschen Caritasverbandes), Martin Rosowski (EKD und Vorstand des Bundesforums Männer) sowie Julia Klöckner MdL (stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende). Junker-Kübert machte deutlich, dass der Begriff der Bescheidenheit aus ihrer Sicht unglücklich gewählt wurde und Frauen sich – wenn überhaupt – eher zurückhaltend geben, aber in anerkannten Positionen durchaus führen können.

Die größte Uneinigkeit Bestand beim Punkt der Frauenquote. Schlagwörter wie Quote, Flexiquote oder Quorum machten hierbei die Runde. Der BDKJ Bayern hat bereits in seinem Frauenplan aus dem Jahre 1991 Rahmenbedingungen beschrieben, wie Frauen für die Übernahme von Führungspositionen gewonnen werden können und in Folge dessen eine feste paritätische Besetzung aller Führungsgremien festgeschrieben. Er selbst setzt diese um und macht damit sehr gute Erfahrungen. Für die katholische Jugend(verbands)arbeit kann hier von einem absoluten Erfolgsmodell gesprochen werden.

Jedoch reicht eine festgeschriebene Quote alleine nicht aus. „Um eine Quote zum Erfolg werden zu lassen, muss diese von entsprechenden Maßnahmen flankiert werden. Es braucht Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Netzwerke für Frauen. Zudem müsse auch im kirchlichen Kontext viel deutlicher werden, dass die Mitarbeit von Frauen in Führungspositionen eindeutig gewollt ist. Anderenfalls werden gerade junge Frauen dem Arbeitgeber Kirche den Rücken zuwenden.“ stellt Claudia Junker-Kübert heraus.

Für eine kleine Überraschung sorgte Weihbischof Jaschke mit seiner Frage, ob nicht beispielsweise auch darüber nachgedacht werden muss, dass Frauen das Amt des Generalvikars innehaben könnten. An das II. Vatikanischen Konzils erinnernd stellte er in diesem Zusammenhang das allgemeine Priestertum aller Gläubiger, Männer und Frauen, heraus.

Die Diskussion hat vor allem gezeigt, dass noch viel zu tun ist zum Thema Frauen in Führungspositionen, auch im kirchlichen Bereich. Aber der BDKJ Bayern und seine Mitgliedsverbände werden auch in Zukunft für eine Gleichstellung von Frauen und Männern eintreten.

Der BDKJ Bayern ist Dachverband katholischer Jugendverbandsarbeit. Seine Mitglieds- und Diözesanverbände erreichen mit ihren Aktivitäten regelmäßig ca. 320.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern.

(Quelle: BDKJ-Bayern Christoph Schreiber)

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Essener Generalvikar fordert mehr Transparenz bei Kirchenfinanzen #kt14

Angesichts verbreiteter öffentlicher Kritik am Umgang der Kirche mit dem Geld hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer mehr Transparenz gefordert. „Wir brauchen ein größeres Maß an Solidarität und Bereitschaft zu einer gemeinsamen Finanz- und Wirtschaftspolitik in der deutschen katholischen Kirche“, sagte Pfeffer am Donnerstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Es gebe zwischen Diözesen und auch einzelnen kirchlichen Trägern stark unterschiedliche Auffassungen über Transparenz. Die Öffentlichkeit sei aber nicht bereit, das zu akzeptieren. „Vorkommnisse in einem einzelnen Bistum haben sofort Auswirkungen auf alle“, sagte er, ohne die Ereignisse im Bistum Limburg direkt zu nennen.

Pfeffer sprach sich zudem für schnelle Verhandlungen der Kirche mit dem Staat über eine Ablösung der Staatsdotationen aus. Zwar hätten bereits manche Bistümer Verhandlungsbereitschaft signalisiert, doch die Diskussion darüber gehe nicht voran. Der Generalvikar befürchtet, dass sich die öffentliche Stimmung so gegen die Kirche wenden könnte, dass die Politik in dieser Frage im Alleingang entscheidet. Beide großen Kirchen erhalten pro Jahr zusammen rund 460 Millionen Euro an Staatsdotationen. Die Zahlungen hängen mit Enteignungen in der napoleonischen Zeit zusammen.

Pfeffer forderte zugleich mehr finanzielle Solidarität zwischen den katholischen Diözesen. Notwendig sei ein innerkirchlicher Ausgleich bei einem Verzicht auf Staatsdotationen sowie ein Ausgleich wegen unterschiedlicher Kirchensteuereinnahmen. Es gebe in Deutschland ein großes finanzielles Ungleichgewicht zwischen den Diözesen, das auf unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen sowie unterschiedlicher Geschichte beruhe. Der Generalvikar verwies auf Aussagen des Apostels Paulus, nach denen „alle Glieder eines Leibes mitleiden, wenn ein einziges leidet“. Das bedeute, dass die Diözesen füreinander mehr Verantwortung übernehmen müssten.

Auf mittlere Sicht befürchtet der Generalvikar erhebliche finanzielle Probleme der Kirchen. Absehbar seien nicht nur sinkende Kirchensteuereinnahmen aufgrund von Kirchenaustritten und des demografischen Wandels, sondern auch erhebliche Risiken für kirchennahe Unternehmen durch wachsende Konkurrenz im Sozialbereich, sagte er mit Blick auch auf die in die Insolvenz geratene Augsburger Verlagsgruppe Weltbild. „Wir brauchen ein Risikomanagement, das sich nüchtern und radikal allen Gefahren der Zukunft stellt“, sagte Pfeffer. Zugleich müsse die katholische Kirche intensiver der Frage nachgehen, warum viele Menschen die Kirche verließen und warum sie so zornig seien. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

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Bischof Wiesemann: „Jugend ist Seismograph der Gesellschaft“ #kt14

Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, hat beim 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg dazu aufgerufen, genau hinzuschauen, was die Jugendlichen bewegt. „Die Jugend ist der Seismograph der Gesellschaft“, sagte der Speyerer Bischof am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jugend als (W)Ort des lebendigen Gottes“.

Man müsse hinschauen, so der Bischof, mit welchen Fragen sich die Jugendlichen beschäftigen und wo sie Halt suchen. „Die Kirche muss da sein, wo es ums Eingemachte geht“, forderte Wiesemann. Er lud die Jugendlichen ein, sich aktiv in die Kirche, in die Gemeinschaft und in die Liturgie einzubringen. „Dazu gehört auch, die Kirche einmal etwas umgestalten zu können und etwas Neues auszuprobieren.“

Matthias Sellmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, monierte, dass die „große Botschaft“, die die Kirche zweifellos habe, nicht rüberkomme – „und schon gar nicht bei den Jugendlichen“. Stattdessen gebe man gelegentlich doch ein recht weltfremdes und auch Wie viel Religion verträgt die säkulare Gesellschaft?“ skurriles Bild ab, bei dem die Botschaft auf der Strecke bleibe. „Hier sind wir gegenüber der Jugend in einer Bringschuld“, sagte Sellmann.  (Text: Nachrichtenredaktion Katholiken Bilder: Bianka Mohr)

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katholisch. politisch. aktiv. Der BDKJ und seine Mitgliedsverbände beim #kt14

Der BDKJ und seine Verbände sind überall auf dem Katholikentag aktiv. Hier eine kleine Übersicht von Berichten. Wenn Ihr noch welche habt: einfach an webteam.@bdkj.de

 

Lebenspfade – Chillst du noch oder lebst du schon? Blog-Eintrag auf DPSG-Blog zu ihrer Standaktion auf dem Katholikentag

Gesellschaft kann von Jugendverbänden lernen – Podiumsdiskussion der DPSG unter dem Motto „Inklusion – Brücken über die Barrieren im Kopf bauen“

„Kleines groß werden lassen“ – Lebhafte Diskussion zur Ökumene und Jugend zwischen Simon Müller-Pein, BDKJ-Landesvorsitzender und Julia Landgraf, Delegierte des Landesjugendkonvents, Evangelische Jugend Bayern

MdB Kerstin Griese und das Friedenslicht: http://blog.dpsg.de/2014/05/friedenslicht-impuls-beim-katholikentag-von-kerstin-griese/

 

Bildergalerie aus dem Zentrum Jugend – Besuch von Jugendbischof Bode

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Kardinal Lehmann mahnt zu Ungeduld in der Ökumene #kt14

lehmannDer Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat sich dafür ausgesprochen, in der Ökumene die Suche nach einem „differenzierten Konsens“ nicht aufzugeben. „Wir sind heute nicht selten in der Gefahr, eine Ökumene ohne theologischen Tiefgang zu betreiben“, sagte Lehmann am Donnerstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Dann belasse man es leicht bei den üblichen Forderungen an den ökumenischen Partner und habe das Gefühl, es herrsche ein Stillstand, obgleich dies gar nicht so sei.

Mit dem „Theologieverlust“ und dem Schwächer-werden der ökumenischen Impulse gebe es auch eine abnehmende Veränderungsbereitschaft, sagte Lehmann. Er unterstrich: „Wer nicht einzeln, in seiner Gemeinschaft und im größeren Miteinander im Glauben wachsen will, soll die Finger von der Ökumene lassen.“ Ausdrücklich bemängelte der Kardinal, auch viele Verantwortliche in den Kirchenleitungen hätten aus manchen Gründen die Entwicklung der Ökumenischen Theologie und der Gesprächsergebnisse faktisch wenig verfolgt oder gar ignoriert. Das gelte auch für viele theologische Fachkollegen, sofern sie nicht eigens Ökumenische Theologie trieben.

Lehmann sagte weiter, solange keine wirkliche Einheit gefunden sei, lasse sich wohl auch irgendeine Form von Konkurrenz zwischen den Kirchen nicht völlig vermeiden. Durchaus könne es unter den Konfessionen eine Art friedlichen Wettbewerbs geben, wenn dies dem Wachsen des Christlichen und Humanen in der Gesellschaft diene. Es sei aber, zumal in einer Mediengesellschaft, nicht so leicht, das gemeinsam Erworbene festzuhalten und zugleich die eigene Identität zu profilieren. Die Identitätssuche sei immer auch in der Gefahr, zu einer Überhöhung der eigenen Reichtümer und Schätze zu führen. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

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So tanzt die faire Möhre. Oder: „Der Schnippel-Groove“

Galerie

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

„Möchten Sie mitschnippeln?“ tönte es überall auf dem Haidplatz. Gleichzeitig lockt der Groove. It’s „Schnippeldisko-Time“: Helfer/-innen in blauen T-Shirts, teilweise als Mohrrüben verkleidet und jede Menge Jugendliche schälten und schnippelten am Mittwochabend was das Zeug hielt. Und zwar Gemüse, das … Weiterlesen

Schnell mal eben die Liebe finden – Speed-Dating für KatholikInnen #kt14

Speed-Dating für Katholiken. Das klingt wie ein Witz. Schließlich bedeutet Speed-Dating, dass sich zwanzig Fremde reihum kurz miteinander unterhalten, um dabei einen Lebenspartner zu finden. Viele Studien zeigen, wie oberflächlich das sein kann. Die Grundidee, dass ein paar Minuten genügen, um zu merken, ob die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, geht nicht auf. Stattdessen werden zumeist einfach die attraktivsten Personen um ein zweites Date gebeten.

Weil die Partnerschaften von gläubigen Katholiken auf Dauer ausgerichtet sein sollen, erwartet man eher, dass sie nach inneren Werten und richtiger Liebe suchen. Trotzdem wird es auf dem Katholikentag Speed-Dating geben. Und das hat Sinn. „Wir haben uns gefragt, was junge Katholiken im realen Leben suchen“, sagt Mitorganisatorin Eileen Krauße. Klar sei, dass viele in der Zielgruppe von 18 bis 35 Jahren einen Partner suchen. Besonders Katholiken, denen ihr Glaube wichtig sei, täten sich dabei schwer. Denn in den meisten Gemeinden gibt es nicht viele junge Leute, meint Krauße.

Um dem Abhilfe zu schaffen, haben sie und ein Kollege beim Katholikentag in Mannheim erstmals ein Speed-Dating organisiert. Der Andrang war so groß, dass gar nicht alle Interessenten mitmachen konnten. Deshalb gibt es das Speed-Dating auch in Regensburg. Jeweils am Donnerstag und Freitag um 16:30 Uhr und unter dem Titel „katholisch, ledig, jung, sucht…“.

„Im Prinzip läuft das wie ein normales Speed-Dating ab“, sagt Krauße. Zehn junge Männer und zehn junge Frauen sitzen sich für jeweils sieben Minuten gegenüber, dann wechseln sie die Partner. Am Ende bekommt jeder einen Zettel und notiert darauf die Namen von vier Menschen, die er wiedersehen will. Schreiben sich zwei Teilnehmer gegenseitig auf, bekommen sie von den Organisatoren eine SMS mit der Nummer des jeweils anderen.

Ein bisschen anders als ein konventionelles Speed-Dating ist es trotzdem. „Am Anfang setzen wir einen geistigen Impuls und auch am Ende lesen wir eine Bibelstelle vor“. Das habe vielen der Teilnehmer in Mannheim sehr gut gefallen. „Denn es zeigt ihnen, dass sie einen Eigenwert haben. Sie sind als einzelner enorm wichtig, egal ob sie nun einen Partner gefunden haben oder nicht“, sagt Krauße.

Die Resonanz sei überwältigend gewesen, erzählt die Organisatorin stolz. Sie und ihr Kollege haben ein Angebot für junge Menschen gefunden, das diese wirklich anspricht.

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Jugend: Spirituelles Geocaching, Gotteslob-Rap und Zukunftsfragen #kt14

Entdecken-fragen-kreativ sein-chillen-diskutieren: Für Jugendliche und junge Erwachsene bietet das Zentrum Jugend ein vielfältiges Programm auf dem 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg. Darin werden Fragen aufgeworfen wie „Wie geht es mit der Umwelt weiter?“, „Was heißt gutes Leben in der Leistungsgesellschaft?“, „Wie geht es mit meinem Leben nach der Schule weiter?“ oder „Wie betrifft mich heute noch das Zweite Vatikanische Konzil?“.

Neben Programmpunkten wie zum Beispiel einer spirituellen Geocaching-Schatzsuche, einem Hochseilgarten und Walking Waterballs oder einer Chill-Out-Area mit Hängematten gibt es von Donnerstag bis Freitag täglich einen Wortgottesdienst und eine Eucharistiefeier. Zu Podiumsdiskussionen und Vorträgen werden im Zentrum Jugend beispielsweise der Jugendbischof der Bischofskonferenz, Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, und die Holocaust-Überlebende Rita Prigmore erwartet.

Neben den geistlichen und kreativen Werkstatt-Angeboten, die unter anderem von katholischen Jugendverbänden, Jugendämtern und –stellen sowie katholischen Gemeinschaften organisiert werden, steht auch die Musik in vielen Konzerten im Mittelpunkt: Es geht um Popmusik mit deutschen Texten rund um das echte Leben, um die Aufforderung „Rappt das alte Gotteslob“ und um das Neue Geistliche Lied im Band-Sound.

Das Zentrum Jugend ist im Regensburger Westen im und rund um das Goethe-Gymnasium untergebracht (Goethestraße 1). Es ist geöffnet am Donnerstag von 12 bis 19 Uhr, am Freitag von 10.30 Uhr bis 19 Uhr sowie am Samstag von 10.30 Uhr bis 18 Uhr. Erreichbar ist das Zentrum Jugend mit der Buslinie 1, Haltestelle Goethestraße.

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