Theresa von Bischopink

Über Theresa von Bischopink

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit & Pressesprecherin des BDKJ-Bundesvorstandes

Geht doch!

Wanderschuhe an und los geht’s: Unter dem Titel „Geht doch!“ machen sich Christinnen und Christen seit Mitte September von Flensburg aus auf den Weg zur 21. Weltklimakonferenz in Paris. Dabei setzen sich die Pilgerinnen und Pilger ein für ein gerechtes und völkerrechtlich bindendes Abkommen. Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist auch ein Zeichen der Solidarität mit den vielen Menschen, die heute schon mit den Folgen des Klimawandels leben müssen. Ein breites ökumenisches Bündnis, darunter auch der BDKJ, hat zum Mitpilgern eingeladen. Esther Henning, Referentin für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst an der BDKJ-Bundesstelle, ist ein Stück des Wegs mitgelaufen. Hier schildert sie ihre Erlebnisse:

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Familie ist ein Gefühl

Die Bischofssynode in Rom steht unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ . Wir haben junge Menschen gefragt, wie ihr persönlicher Blick auf Familie ist, wie sie Familie leben und was ihnen wichtig ist. Bei uns im Blog erscheinen dazu drei persönliche Protokolle.

Christoph hat vor zwei Jahren geheiratet. Er ist Medizintechniker und lebt mit seiner Frau in Hamm.

„Das erste Mal gesehen haben wir uns bei einem Mini-Gipfel, das war eine Veranstaltung vom Dekanat Hamm für Ministrantinnen und Ministranten. Wir haben uns dann immer mal wieder bei solchen Terminen getroffen und irgendwann waren wir dann zusammen die BDKJ-Stadtvorsitzenden von Hamm. Und wie das so läuft waren wir auf einmal „dienstlich“ und privat verbunden. Vor zwei Jahren haben wir dann geheiratet.

familieWenn man verheiratet ist, ändert sich ja erst mal nichts, aber man hat sich ein offizielles Versprechen gegeben, dass man den Rest des Lebens zusammen bleiben will. Das verspricht man dem anderen, aber auch sich selbst. Mit unserer Hochzeit und dem Ja-Wort vor Gott sind wir als Team in das Gemeinschaftsprojekt Familie gestartet und gehen jetzt zusammen in die Zukunft. Familie ist für mich ein Gefühl. Mit meiner Frau fühle ich mich zuhause, egal wo wir sind.

Ich finde es wichtig, dass jeder seine Freiheiten behält. Gegenseitiges Vertrauen ist dafür die Grundlage. Wir sind beide ehrenamtlich aktiv und viel unterwegs und engagieren uns für das, was uns wichtig ist. Die Werte, die der Glaube vermittelt, spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich lebe durch mein Engagement meinen Glauben.“

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Ohne Liebe schafft man das nicht

Zitat

Am Sonntag beginnt die Bischofssynode in Rom unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“. Wir haben junge Menschen gefragt, wie ihr persönlicher Blick auf Familie ist. Wie sie Familie leben und was ihnen wichtig ist. Bei uns im Blog erscheinen in den beiden kommenden Wochen drei persönliche Protokolle.

Melissa ist seit über sechs Jahren mit ihrem Freund zusammen. Mit ihren drei Söhnen (5, 4 und 1 Jahr alt) lebt das Paar in München. Melissa ist 24 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit.

„Familie bedeutet für mich vor allem Liebe und zusammen sein. Übrigens ganz egal in welcher Konstellation, ob allein mit einem Kind, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als verheiratetes Paar lebt. Ich sehe Familie als eine „Einstehungsgemeinschaft“, wo man Verantwortung füreinander trägt und sich wohl fühlt.

familieIch finde es wichtig, dass man in einer Partnerschaft ähnliche Vorstellungen vom Leben hat. Unabhängig davon, was andere dazu sagen. Im Alltag gibt es viel Arbeit, ohne die Liebe schafft man das nicht gemeinsam. Ich habe mit meinem Freund drei Söhne, für die wir die Verantwortung tragen. Ich bin katholisch groß geworden, mein Glaube ist mir sehr wichtig. Das ist für mich nicht nur privat, ich möchte meinen Glauben ausleben. Mein Freund ist nichtgläubig. Im Alltag führt das immer wieder zu Aushandlungsprozessen – oft mit Kompromissen. So kommen bei uns Weihnachten das Christkind und der Weihnachtsmann. Wir haben lange darüber diskutiert, ob unsere Kinder getauft werden. Ich habe mich schließlich durchgesetzt. Ich möchte meinen Glauben an meine Kinder weitergeben. Für meinen Freund ist das manchmal schwierig. Er hat genauso das Recht seinen Nichtglauben zu leben. Die Kinder sollen später mal selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist.“

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10 Jahre nach dem Weltjugendtag: Wir sind ein Stück internationaler geworden

Vor zehn Jahren trafen sich in Köln hunderttausende Jugendliche und junge Erwachsene zum XX. Weltjugendtag. Knuth Erbe war von 1999 bis 2005 BDKJ-Bundesvorsitzender und im Organisationskomitee des XX. Weltjugendtags 2005 in Köln. Wie oft er zu den vielen Vorbereitungstreffen vom Jugendhaus in Düsseldorf nach Köln unterwegs war, weiß er nicht mehr. Im Interview berichtet er über die Rolle des BDKJ bei der Vorbereitung und Durchführung und seine Eindrücke vom Weltjugendtag.

Papst Benedikt bei einer Tour auf dem Rhein (Foto: Christian Schnaubelt)

Papst Benedikt bei einer Tour auf dem Rhein (Foto: Christian Schnaubelt)


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Wettbewerb 1’31: Durch Ausprobieren zum Filmemacher

500 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren haben mitgemacht beim Videowettbewerb 1’31 und mehr als 100 Videos zu „Glaube, Liebe, Hoffnung“ eingereicht. Am vergangen Samstag wurden bei den VideoDays in Köln die Sieger prämiert.

Wir haben mit Christoph Peters gesprochen, der mit seinem Team den ersten Preis gewonnen hat. Der 29-Jährige wohnt in Freiburg.

Herzlichen Glückwunsch Christoph zu Eurem Gewinn. Wie bist Du eigentlich zum Filmemachen gekommen?

Ich habe mir mit 15 meine erste Videokamera gekauft und habe dann auf alles drauf gehalten, was sich bewegt. Ich war damals als Ministrant in der Jugendarbeit in Freiburg aktiv. Da entstanden mit Freundinnen und Freunden die ersten Videos. Wir haben viel Trash gemacht, den man heute keinem mehr zeigen sollte, aber dabei haben wir auch unheimlich viel gelernt und uns jedes Mal gefragt, was wir noch besser machen könnten. So sind wir nach und nach professioneller geworden.

So ein Film, wie ihr ihn jetzt bei dem Wettbewerb 1’31 eingereicht habt, ist also echte Teamarbeit?

Christoph Peters

Das Team um Christoph Peters (1. Reihe, 2. von links) bei den Dreharbeiten im Januar (Foto: privat)

Ja, so etwas kann man nicht alleine machen. Mein Talent liegt zum Beispiel eher hinter der Kamera als davor. Wenn ich mit einer Idee um die Ecke komme, suche ich mir aus meinem Umfeld Leute, die Lust haben mitzumachen. Wir kennen uns alle aus der Jugendarbeit. Gemeinsam überlegen wir uns dann ein Konzept und setzen es um. Weiterlesen

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Dass Auschwitz nie wieder sei

„Dass Auschwitz nie wieder sei!“- das ist der gemeinsame Antriebspunkt eines breiten Bündnisses aus Jugendverbänden und –organisationen, darunter der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die in diesen Tagen zu einer Gedenkstättenfahrt in Polen sind. 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz setzen sich insgesamt 1000 junge Menschen mit der Geschichte des nationalsozialistischen Völkermords auseinander und treten ein für eine demokratische, vielfältige und tolerante Gesellschaft.

Teilnehmende aus dem BDKJ schreiben auf https://erinnernundgedenken.wordpress.com/ über ihre Eindrücke und Erlebnisse.

Unter dem Hashtag ‪#‎70yllf‬ (kurz für „70 years later: looking forward“) berichten die Bündnispartner und die Teilnehmenden über die Fahrt in den sozialen Netzwerken, z. B. hier https://storify.com/DGBJugend/jugendfahrt-2015

Gedenkstättenfahrt

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Geflüchtet: Mädchen und Frauen auf der Flucht

Zitat

Rund 40 Frauen aus dem BDKJ haben in den vergangenen drei Tagen die  Perspektive von Mädchen und Frauen auf der Flucht in den Blick genommen. Dabei sind wir mit vielen politischen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch gekommen. Lest hier im Blog nach, worüber wir diskutiert haben und was uns bewegt hat.

Mit Maria Faber, missio-Diözesanreferentin in Magdeburg, haben wir besonders über die christliche Verantwortung und Willkommenskultur in Deutschland gesprochen. Sie ist überzeugt:

Maria Faber (mission-Diözesanreferentin in Magdeburg) (Bild: BDKJ-Bundesstelle)

Maria Faber (missio-Diözesanreferentin in Magdeburg) (Bild: BDKJ-Bundesstelle)

 

 

„Wir sind als Christinnen und Christen aus unserem Glauben heraus verantwortlich für eine echte Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland!“

 

 

 

 

Luise Amtsberg sitzt für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Als flüchtlingspolitische Sprecherin ihrer Fraktion war sie für uns genau die richtige Ansprechpartnerin, um über die flüchtlingspolitischen Herausforderungen und Strategien zu sprechen. Sie sagt:

Luise Amtsberg, MdB, Bündnis 90/Die Grünen (Foto: BDKJ-Bundesstelle) BDKJ-Bundesstelle)

Luise Amtsberg, MdB, Bündnis 90/Die Grünen (Foto: BDKJ-Bundesstelle)

 

„Es ist wichtig, dass Frauen sich mit den Biographien von Frauen auf der Flucht beschäftigen, daraus kann der Abbau von Ängsten gelingen und große Solidarität erwachsen!“

 

 

Was erleben junge Menschen auf der Flucht? Welche Momente haben ihr Leben verändert? Was haben sie zu sagen? Fragen, die das „Digital Storytelling Projekt“ der Naturfreundejugend Deutschlands in den Fokus nimmt. Mit dieser Methode der Kurzfilmproduktion erzählen junge Menschen aus ihrem Leben. Mehr zu dem spannenden Projekt gibt es hier. Lukas Nicolaisen erklärt, was das Projekt für die Geflüchteten bedeutet und welche Wirkung die fertigen Videos für den Verband haben.

(Foto: BDKJ-Bundesstelle)

Lukas Nicolaisen von der Naturfreundejugend Deutschland (Foto: BDKJ-Bundesstelle)

„Die eigene Geschichte zu erzählen kann dem Erzählenden unglaubliche Kraft geben. Und die beim Storytelling-Projekt entstandenen Filme werden dann auch eingesetzt, um vor Ort für die Geschichten von Geflüchteten zu sensibilisieren und Verständnis für ihre Situation in Deutschland zu wecken.“

 

 

Nachmittags haben wir in zwei Gruppen Einrichtungen besucht. Eine Gruppe hat das Haus Leo der Berliner Stadtmission besucht, eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingsfamilien aus der ganzen Welt. Eine Mitarbeiterin dort hat uns erzählt, dass man mit langfristigem ehrenamtlichen Engagement den Menschen am meisten helfen kann.

Bei IN VIA, dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin, sind wir mit jungen Migrantinnen und Migranten ins Gespräch gekommen. SIe haben uns aus ihrem Leben erzählt, von ihren Berufswünschen und ihren Eindrücken von Deutschland. In der Einrichtung in Wedding haben sie mit dem Jugendmigrationsdienst einen Anlaufpunkt und erfahren Beratung durch zwei Sozialarbeiterinnen.  Berthine Sarr und Susanne Nadapdap formulieren ihre Aufgabe so:

(Foto: BDKJ-Bundesstelle)

Berthine Sarr und Susanne Nadapdap (Foto: BDKJ-Bundesstelle)

 

„Unser Ziel ist es die Jugendlichen zu begleiten und zu ermutigen, damit sie sich in Berlin orientieren können und zurechtfinden.“

 

 

 

 

Mit Aylin Güngör, Kerstin Schukalla und Joachim Rüffer vom BBZ
Betreungs- und Beratungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten haben wir vor allem die rechtlichen Aspekte von geflüchteten Menschen diskutiert. Ihr Ziel: Durch Beratung und Unterstützung den Flüchtlingen und MigrantiInnen und Migranten einen gleichberechtigten Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen wie Bildung und Arbeit zu ermöglichen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom BBZ (Foto: BDKJ-Bundesstelle)

Joachim Rüffer, Aylin Güngor und Kerstin Schukalla (Foto: BDKJ-Bundesstelle)

„Politische Arbeit und praktische Arbeit kann nicht getrennt werden. Unsere Projekte ergeben sich aus den Mängeln des Sozial- und Bildungssystems und sind eng geknüpft an die Lebenswirklichkeit der Menschen. Wir sind parteiisch für die geflüchteten Menschen“.

 

Die drei Tage Fachtagung haben uns neues Wissen und Einblicke über Mädchen und junge Frauen auf der Flucht gegeben, und ihre Situation hier in Deutschland. Wir nehmen praktische Ideen für das eigene Engagement mit, aber auch viele politische Forderungen, die wir jetzt einbringen wollen.

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Das alles und noch viel mehr: Forderungen, Argumente und Nachdenkliches zum Frauentag

Heute ist Internationaler Frauentag. Seit über 100 Jahren lädt der Tag dazu ein, sich mit der Situation von Frauen und ihren Rechten weltweit, aber auch hier bei uns, auseinanderzusetzen. Wir haben hier im Blog zusammengestellt, was unsere Verbände mit dem Tag verbinden, was sie bewegt, wo sie Handlungsbedarf sehen. Viel Spaß beim Durchklicken.

Der BDKJ Diözesanverband Aachen hat eine Frau und einen Mann gefragt, was sie vom Internationalen Frauentag halten. Kristina von der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) findet es schade dass es den Tag noch geben muss. Aber weltweite gebe es noch viele Frauen die weder ein Mitsprache-, noch woman-281474_1280ein Wahlrecht hätten. Tim von der KjG sieht auch noch viele Lücken bei der Gleichberechtigung. Aber es würden nicht nur Frauen diskriminiert, sondern auch Männer. Wieso, fragt er, gibt es also den Frauentag, wenn es doch eigentlich um Gleichberechtigung geht? Die vollständigen Interviews lest Ihr hier.

Die Katholische Junge Gemeinde (KjG) erinnert an drei besondere Momente des vergangenen Jahres aus der Perspektive von Frauen: Die Ernennung der Schauspielerin Emma Watson (24) zur UN-Sonderbotschafterin, die Verleihung des Friedensnobelpreis an die Menschenrechtlerin Malala Yousafzai (17) und die Markteinführung der Alternativ-Barbie Lammily, die anders als die bekannte Plastikpuppe die realistischen durchschnittlichen Maße einer 19-jährigen Amerikanerin hat.

Ungleicpeople-23733_1280he Bezahlung? Diskriminierung? Strukturelle Benachteiligung? Für die Frauen der Bundesleitung der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) ist der Frauentag heute die Gelegenheit, um mit einer Social Media-Kampagne auf verschiedene Missstände hinzuweisen. Gleichzeitig erklären sie, warum sie sich für Mädchen und junge Frauen einsetzen. Alle Hintergründe zur Kampagne gibt es hier.

Die fehlende Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten kritisiert der BDKJ Bayern in einer Pressemitteilung. Das soll sich ändern! Die BDKJ-Landesfrauenarbeitsgruppe ruft daher dazu auf, sich an der Popularklage des Aktionsbündnises „Parité in den Parlamenten“ zu beteiligen.

(Foto: BDKJ Bayern)

(Foto: BDKJ Bayern)

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