Über BDKJ

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

In loser Reihe werden hier im Blog große (geistliche) Frauen vorgestellt. Dieses Mal schreibt die BDKJ-Bundesvorsitzende Katharina Norpoth einen Brief an Hannah Arendt und sagt darin, was sie an ihr so beeindruckend findet. Die Blog-Reihe ist initiiert vom BDKJ-Bundesfrauenpräsidium und endet mit diesem Beitrag. Eine Übersicht der erschienen Texte gibt es hier.

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Hannah Arendt lebte von 1906 bis 1975. Ihre Kindheit verbrachte Hannah in Hannover, Königsberg und Berlin. Ihr Studium führte sie an die Universitäten Marburg, Freiburg und Heidelberg. Sie arbeitete als Wissenschaftlerin und Publizistin. Weiterlesen

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Die letzten Schritte nach Paris zur Klimakonferenz

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz ist die KLJB nach Paris gereist. Von seinen Eindrücken der Fahrt und seine Hoffnungen für die Konferenz berichtet der Teilnehmer Timo Straub.


Aus vielen Teilen der Welt brachen mehrere Pilger-Gruppen von engagierten und interessierten Klimaschützerinnen und Klimaschützern auf, ein wichtiges Zeichen für die UN-Weltklimakonferenz in Paris zu setzen. Sie pilgerten mehrere tausende Kilometer zu Fuß durch verschiedene Länder und trafen schließlich alle gemeinsam zu Beginn der Weltklimakonferenz am vergangenen Wochenende in der französischen Hauptstadt ein. Auch der BDKJ war ein Mitorganisator der deutschen Pilgertour von Flensburg aus unter dem Motto „ Geht doch – En marché!“.

Eine Fahrtengruppe der Katholische Landjugendbewegung (KLJB) schloss sich der Klima-Pilgergruppe auf ihrer letzten Etappe nach Paris an. Durch eine begrünte ehemalige Schienentrasse führte der Pilgerweg durch unbekannte und schöne Ecken in den Kern von Paris zu einem gemeinsamen ökumenischen Abschlussgottesdienst. Hier und bei den Gesprächen während der Etappe konnten die gemeinsamen Erwartungen und Wünsche an die Weltklimakonferenz ausgetauscht werden. Auch ein großes Gesprächsthema stellten die Terrorattentate in Paris dar, welche erst zwei Wochen her waren.

Bei der Weltklimakonferenz kommen jedes Jahr Vertreterinnen und Vertreter und Regierende aus allen Staaten der Welt zusammen, um eine gemeinsame Linie für den globalen Klimaschutz zu finden. Seit dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012, welches Klimaschutzziele für die verschiedenen Länder beinhaltete, gibt es kein gemeinsames Abkommen mehr. Viele Erwartungen liegen nun auf den Teilnehmenden. Die Vorzeichen stehen gut und auch in den Gesprächen mit verschiedenen NGOs (Nicht-regierungs- Organisationen), welche die Fahrtengruppe geführt hatte, wurden diese positive Grundstimmung und Entschlossenheit betont.

(Foto: KLJB)

Die Gruppe in Paris (Foto: KLJB)

Neben dem Erkunden der Pariser Sehenswürdigkeiten, besuchte die KLJB-Fahrtengruppe noch mehrere Ausstellungen zum Weltklimagipfel, die in ganz Paris an prominenten Orten auch die dortige Bevölkerung darauf aufmerksam machte. Weiterhin fanden sehr interessante Gespräche mit Brot-für-die-Welt, Germanwatch und dem Jugendbündnis Zukunftenergie statt, die allesamt als NGOs den Klimaverhandlungen beiwohnen. Bei den Gesprächen ging es neben der Klimapolitik auch darum, wie Landwirtschaft und Klimawandel sich gegenseitig beeinflussen und wie Klimawandel Hunger auslösen kann. Sehr schön und spannend war die Teilnahme an der Menschenkette, die anstatt der nicht-genehmigten Demonstration, stattgefunden hat. Das französische Pendant zur KLJB, die MRJC, hat die Fahrtengruppe während ihrem Aufenthalt in Paris immer wieder begleitet.

Neben der Weltklimakonferenz haben sich auch immer wieder die Eindrücke der jüngsten Terrorakte in die Gespräche und die Eindrücke eingeschlichen. Dennoch überwiegte immer die positive Einstellung aller Beteiligten und auch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt, was auch die diversen Sicherheitskräfte vergessen ließ. Auch aus diesem Grund war diese Fahrt ein gutes Zeichen für das Klima und für unsere Werte der Jugendverbände!

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Die Mutter der Armen – Elisabeth von Thüringen

In loser Reihe werden hier im Blog große geistliche Frauen vorgestellt. Dieses Mal schildet Elena Stötzel, Diözesanvorsitzende des BDKJ Köln, was sie an Elisabeth von Thüringen beeindruckt. Die Blog-Reihe ist initiiert vom BDKJ-Bundesfrauenpräsidium.

Elisabeth von Thüringen stammte aus einer reichen adeligen und politisch einflussreichen ungarischen Familie. Schon als Vierjährige wurde sie mit Ludwig, dem Thronfolger des Landgrafen von Thüringen verlobt und wuchs von dort an – wie es die Tradition verlangte – in seiner Familie auf, um dort erzogen zu werden. Elisabeth war bekannt für ihr temperamentvolles, lebhaftes, willensstarkes Auftreten und ihren Einfallsreichtum. Diese für die Familie unliebsamen Charaktereigenschaften konnte auch die Erziehung am Hofe mit Inhalten wie „maßvolles, beherrschtes Auftreten“ und „innere Ausgewogenheit“ nicht mildern.

Im Alter von 14 Jahren heiratete sie Ludwig von Thüringen und sie wurden Eltern dreier Kinder. Immer mehr verärgerte Elisabeth die Lebensweisen des Adels auf der Burg, die von Luxus und Verschwendung sowie Reichtum und Stolz geprägt waren. Beim einfachen Volk dagegen herrschten Armut, Hunger und Elend. Ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und ihr starker Glaube an Gott führten dazu, dass sie diese gegensätzlichen Möglichkeiten nicht mehr aushielt. Sie engagierte sich für Hilfsbedürftige, indem sie die Armen und Kranken versorgte, von der Gesellschaft Verstoßene pflegte und Waisenkinder aufnahm. Sie verschenkte heimlich Lebenselisabethmittel der Burg an das einfache Volk. Die Legende vom Rosenwunder besagt, dass sie das Brot im Korb mit einem Tuch überdeckte, um es unentdeckt aus der Burg ins Dorf zu schaffen. Als ihr Gatte Ludwig nach dem Inhalt des Korbes fragte, antwortete sie: „Rosen, mein Herr“. Ludwig vergewisserte sich, sah in den Korb und fand statt der Brote unter dem Tuch tatsächlich duftende Rosen.

Neben den Lebensmitteln gab sie auch ihren Schmuck und ihre Kleidung an Bedürftige und trug selbst nur einfache Kleider. Ihre Wohltätigkeit wurde vom Adel als Verschwendung von Gütern und Lebensmitteln angesehen. An ihr wurde viel Kritik geübt, da sie sich für ihre Tätigkeiten der Außenvertretung nicht angemessen kleidete. Vor allem als die Versorgung der Burg nicht mehr gewährleistet zu sein schien, wurde die Meinung stark, Elisabeth wäre als deutsche Fürstin nicht geeignet.

Ludwig unterstützte, trotz der scharfen Kritik, die Wohltätigkeit seiner Gattin. Als Elisabeth 20 Jahre alt war, verstarb Ludwig während eines Kreuzzuges an einer Seuche. Sein jüngerer Bruder übernahm die Herrschaft. Von diesem Zeitpunkt an wurde ganz offen der Hass gegen Elisabeth gezeigt und ihr die Witwengüter teilweise entzogen.

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Sie zog nach Marburg und lebte dort das Leben, das sie sich wünschte in Armut, Keuschheit und Gehorsam. Aus ihrem Witwengut ließ sie ein Hospital errichten und arbeitete dort unerbittlich für die Armen und Kranken. Im Alter von 24 Jahren erkrankte und verstarb Elisabeth. Nur vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie durch Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Als Mutter der Armen ist Elisabeth von Thüringen für ihre Mildtätigkeit und Hilfsbereitschaft bekannt.

Dieser enorme Einsatz und das zu einer Zeit, zu der das Engagieren für die Hilfsbedürftigen und Kranken vom Adel aus äußerst unüblich war, beeindruckt mich. Elisabeth von Thüringen musste mit viel Widerstand in ihrem Umfeld umgehen und hat sich dennoch nicht von ihren Zielen und Wertevorstellungen abbringen lassen.

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Wir tragen Eheringe, sind aber nicht verheiratet?!?

Die Bischofssynode in Rom steht unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ . Wir haben junge Menschen gefragt, wie ihr persönlicher Blick auf Familie ist, wie sie Familie leben und was ihnen wichtig ist. Bei uns im Blog erscheinen dazu drei persönliche Protokolle.

Ulrike war viele Jahre in der Jugendverbandsarbeit tätig. Heute ist sie Mitglied im Vorstand ihrer Kolpingfamilie vor Ort. Vor einem viertel Jahr haben sie und ihre Freundin ihre Partnerschaft eintragen lassen.

„Kennengelernt haben wir uns vor gut drei Jahren. Wir waren beide in einer großen Behörde tätig. Ich im Fachbereich, Aline als Fachinformatikerin in der AnwenderInnenbetreuung. Als ich ein Problem mit meinem Mailprogramm hatte, hatte ich sie am Telefon.

familieSeit wir zusammen sind, ist viel passiert, was uns vergewissert hat, dass wir füreinander Verantwortung übernehmen möchten. Da Aline chronisch krank ist, habe ich einen möglichen Krankenhausaufenthalt immer vor Augen. Meine Sorge war, dass ich gerade in so einer Gelegenheit nicht für sie da sein kann, weil uns rechtliche Hürden entgegen stehen. Das war für mich einer der wichtigsten Gründe zum Heiraten – außer natürlich, dass ich sie liebe und wir zusammen sein möchten.

Seit gut drei Monaten sind wir jetzt verheiratet – oder ja eben nicht. Rein rechtlich haben wir unsere Partnerschaft eintragen lassen. Als wir uns am Standesamt angemeldet haben, hat sich die Standesbeamtin entschuldigt, dass es das Infoblatt nur für Eheleute gibt. Sie hoffte, dass uns das nicht störe. Nein, es hat uns nicht gestört, dass es das Infoblatt nicht für LebenspartnerInnen gibt, es hat uns gestört, dass ein solcher Unterschied überhaupt notwendig ist. Tatsächlich macht es gefühlt weder für uns noch für unsere Freunde und Familien einen Unterschied. Da sind wir einfach seit Juli verheiratet.

Der Glaube hat von Beginn an eine wichtige Rolle gespielt in unserer Beziehung. Aline kommt aus Thüringen, wurde dort weder getauft, noch hat sie eine religiöse Erziehung erlebt. Bereits vorher suchend kam sie durch mich in Kontakt mit der katholischen Kirche. Vor einem Jahr hat sie mich damit konfrontiert, dass sie dieser Kirche ganz angehören und sich auf die Taufe vorbereiten möchte. Im ersten Moment war ich davon überhaupt nicht begeistert, da ich die Einstellung der Kirche zu Homosexualität kenne, deswegen schon viel Kummer hatte und ihr das ersparen wollte. Tatsächlich gehört aber der gemeinsame Glaube zu unserem Leben dazu, der Gottesdienst ist fester Bestandteil unseres Sonntages. Die Vorbereitung auf die Taufe war daher eine spannende Zeit für uns beide und die Taufe in der Osternacht war ein ganz besonderer Höhepunkt für uns. Außerdem haben meine Frau und ich nun die gleiche Patentante – welches Paar kann das schon von sich sagen?

Da der Glaube und die Zugehörigkeit zur Kirche also für uns beide eine wichtige Rolle spielt, war es uns wichtig, auch unseren gemeinsamen Lebensweg nach dem Besuch beim Standesamt mit einem Gottesdienst zu beginnen. Wir sind sehr sehr froh, dass wir dafür einen Priester gefunden haben, der uns auf diesem Weg begleitet hat. Da es für einen solchen – wir haben uns bewusst für diese Bezeichnung entschieden – Dankgottesdienst keine Form gibt, haben wir viele Texte selbst geschrieben. Die Rückmeldungen, die wir bekommen haben, waren durchweg positiv. Unter anderem hat mir ein Cousin gesagt „Hätte ich mehr Gottesdienste so erlebt, hätte ich vielleicht noch einen Bezug zur Kirche. Der Gottesdienst heute war ehrlich, das hat man gemerkt.“

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Hildegard von Bingen: Mystikerin und Kämpferin

In loser Reihe werden hier im Blog große geistliche Frauen vorgestellt. Dieses Mal schildet Nathalie Pieper, Referentin für Theologie an der KLJB-Bundesstelle,  was sie an Hildegard von Bingen beeindruckt. Die Blog-Reihe ist initiiert vom BDKJ-Bundesfrauenpräsidium.

Die heilige Hildegard von Bingen (um 1098 bis 1179) ist als die große christliche Mystikerin, Schriftstellerin und Prophetin des Mittelalters in die Kirchengeschichte eingegangen. 2012 wurde sie durch Papst Benedikt offiziell zur „doctor ecclesiae“, zur Kirchenlehrerin ernannt. Aber was genau hat sie eigentlich ausgezeichnet? Warum erinnern wir uns nach mehr als 1000 Jahren an diese besondere Frau? Eine Spurensuche.

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Hildegard von Bingen wird wahrscheinlich im Jahr 1098 in der Pfalz geboren. Schon früh wird sie von ihren Eltern ins Kloster gegeben, in die Benediktinerabtei Disibodenberg. Im Alter von 16 Jahren tritt sie in die Ordensgemeinschaft ein.

Die junge Hildegard ist eine willensstarke Frau mit großem Gottvertrauen. Sie selbst sieht sich allerdings als schwachen Menschen, da sie oft krank ist. Als ihr 1136 die Leitung der Benediktinerinnengemeinschaft angetragen wird, fühlt sie sich dieser Aufgabe zunächst nicht würdig. Sie wird aber von ihren Mitschwestern gewählt und nimmt das Amt daraufhin an.

Hildegard geht neue Wege. Sie leitet Reformen ein und gründet zwischen 1147 und 1150 ein eigenständiges Frauenkloster auf dem Rupertsberg, 15 Jahre später noch ein weiteres in der Nähe von Rüdesheim – all dies gegen den Widerstand des Abtes und zunächst auch des Erzbischofs von Mainz.

Neben ihrer Durchsetzungsstärke, die sie auch gegenüber den Mächtigen der Welt beweist, ist Hildegard vor allem für zweierlei bekannt: Für ihr Wissen über die Heilkraft der Natur und für ihre Visionen. Letztere beschreibt sie als intensive Begegnungen mit Gott, in denen sie ein „helles Licht“ sieht. Gott erteilt ihr in diesen Visionen den Auftrag, die Menschen zu ihm zu führen. Diese Begegnungen helfen Hildegard auch dabei, ihren Auftrag als Leiterin des Klosters zu erfüllen.

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Verbunden mit ihren Kenntnissen über Heilpflanzen, vor allem über Kräuter, aber auch über die Heilkraft von Musik und Edelsteinen, ist ihre ganzheitliche Sicht auf den Menschen und auf sein „Heilsein“. Hildegard ist sich sicher, dass der Mensch erst gesund werden kann, wenn er mit der Natur und mit Gott im Einklang ist. Neben dem Verfassen von Büchern, z. B. scivias („Wisse die Wege“), unterweist Hildegard ihre Mitschwestern in der Kräuterkunde.

Was mich fasziniert sind vor allem der Kampfgeist, die innere Stärke und der unerschütterliche Glaube Hildegards. Auch ihr großer Mut, immer wieder auf Gottes Stimme zu hören und seinem Auftrag zu folgen, erscheint mir bewundernswert. Denn sie ist dieser Stimme allen Widrigkeiten zum Trotz gefolgt. Lange Zeit traute Hildegard sich nicht, anderen von ihren Visionen zu berichten. Sie wusste, dass sie Gefahr lief, als teufelsbesessen verschrien zu werden, was im Mittelalter keine Seltenheit war. Als sie vom Papst die Erlaubnis bekam, ihre Visionen schriftlich zu schildern, war das für sie eine Befreiung.

Was wir heute noch von ihr lernen können:

  • … dass Gemeinschaft ein hohes Gut ist, für das es sich lohnt zu kämpfen
  • … dass der Glaube den Menschen heil machen kann
  • … dass es sich lohnt, mutig zu sein und zu dem zu stehen, was man fühlt und glaubt
  • … und nicht zuletzt: dass man als Frau in der Kirche viel bewegen kann!

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#HeldinderKirchengeschichte

Wir haben heute bei der Spätschau einen interessanten Blogbeitrag gefunden, der dazu einlädt, Heldinnen der Kirchengeschichte zu sammeln.

Eine Blogparade zu #HeldinDerKirchengeschichte – finden wir gut! Bei uns im Blog erscheinen schon seit knapp einem Jahr Texte über große geistliche Frauen. In den Texten beschreiben die Autorinnen dabei ihre persönlichen Eindrücke, was sie eben an der Frau besonders inspiriert und beeindruckt, was wir heute noch von ihr als Vorbild lernen können.

Folgt doch dem Vorschlag von Andrea Rehn-Laryea (@KircheHeide) und bloggt selbst über eine #HeldinDerKirchengeschichte.

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Ein leuchtendes Beispiel: Die Hl. Helena

In loser Reihe werden hier im Blog große geistliche Frauen vorgestellt. Dieses Mal schildern  Margret Kastor, Diözesanbildungsreferentin des Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ) im Bistum Trier und Simone Seidenberg, BdSJ-Bundesreferentin ,  was sie bei der Hl. Helena beeindruckt. Die Blog-Reihe ist initiiert vom BDKJ-Frauenpräsidium.

Der Name Helena kommt aus dem Griechischen und bedeutet die Leuchtende, die Strahlende. Ihr Namenstag ist bei uns der 18. August.

Wann und wo Helena geboren wurde ist unterschiedlich überliefert. Irgendwann um 255 wurde sie vermutlich als Tochter eines Gastwirts in Bithynien (nordwestliches Kleinasien) geboren. Mit Kaiser Konstantinus Chlorus hatte sie einen Sohn, jedoch verließ er sie aus politischen Gründen. Ihr Sohn Konstantin wurde nach dem Tod seines Vaters Kaiser, Konstantin der Große, und erhob seine Mutter Helena zur Augusta (Kaiserin).

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Helena ließ sich vermutlich um 312 taufen, ihr Sohn Konstantin handelte mit seinem Bündnispartner Licinius das Toleranzedikt aus, mit dem die Verfolgung der Christen eingedämmt wurde. Vermutlich hatte Helena die Hinwendung ihres Sohnes Konstantin zum Christentum beeinflusst. Somit können wir ihr im Grunde genommen verdanken, dass sich das Christentum einigermaßen frei entfalten konnte. In einem Text über die Heilige Helena, der in der Süddeutschen stand, wird gemutmaßt, dass wir heute ohne die Heilige Helena einen Stier mit „dicken Eiern“ anbeten würden, da sich der Mithras-Kult anstelle der des Christentums als Weltreligion durchgesetzt hätte. Ob das so stimmt, sei dahingestellt, aber Fakt ist, dass die Helena schon ganz schön wichtig war.

Ihr leuchtendes Beispiel zeigt uns, dass man es auch aus einfachen Verhältnissen heraus schaffen kann, etwas zu erreichen. Für den Bereich der römisch-katholischen Kirche zeigt sie auf, wie wichtig starke Frauen sind, wir wünschen uns mehr von ihnen!

Ein Blick auf ihr Wirken

Helena unternahm im hohen Alter als eine der ersten Frauen eine Pilgereise ins Heilige Land. Um diese Pilgerreise ranken sich zahlreiche Legenden. So soll Helena etwa im Heiligen Land das Kreuz Christi gefunden haben.

In der Kirche Santa Croce in Gerusalemme in Rom, die Konstantin erbauen ließ, werden bis heute für echt gehaltene Gegenstände verehrt: Drei Bruchstücke des Kreuzes Christi.

Über dem Grab und der Kreuzauffindungsstelle ließ Helena eine Basilika errichten, die sogenannte Grabeskirche. Zahlreiche Kirchenbauten werden Helena zugeschrieben, darunter auch der Vorgängerbau des heutigen Trierer Doms.

Der Überlieferung nach brachte Helena auch den Heiligen Rock und die Gebeine des Apostels Matthias nach Trier. Der hl. Rock, die Tunika Christi, ist die kostbarste Reliquie des Trierer Doms. Im Jahre 2012 fand die letzte große Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier statt.

Heute ruhen die Reliquien der Heiligen Helena in der Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom. Im Trierer Dom wird das Haupt Helenas als Reliquie verehrt.

Die Heiligekey-533553_1280 Helena ist unter anderem die Patronin der Bistümer Trier, Bamberg und Basel, ferner der Färber, und, weil sie das Kreuz Christi gefunden haben soll, der Schatzgräber. Sie wird  gegen Blitz und Feuer angerufen, zur Auffindung verlorener Gegenstände und zur Aufdeckung von Diebstählen.

Helena hatte ein ganz schön bewegtes Leben und hat viel für ihren Glauben getan. Von ihr können wir einen unermüdlichen Einsatz, der bestimmt auch oft gegen Widerstände anzukämpfen hatte, und Mut und Ausdauer abschauen.

Sie ist in vielerlei Hinsicht eine starke Frau!

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Maria: Die Begleiterin, die Glaubende, die Prophetin

In loser Reihe werden hier im Blog große geistliche Frauen vorgestellt. Dieses Mal schildert Eva-Maria Düring, Geistliche Bundesleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und Mitglied im Präsidium der Bundesfrauenkonferenz, warum sie ihre Namenspatronin Maria so begeistert.

Maria die Begleiterin

Fatima-Madonna

Eine Statue der Fátima-Madonna in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt
(Quelle: „Pfärrich Pfarrkirche Marienstatue aus Fatima“ by Photo: Andreas Praefcke – Own work (own photograph). Licensed under CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.)

Der Mai ist ein besonderer Monat. Schon als kleines Mädchen war das für mich so. Es wurde Frühling, die Maikäfer kamen, ich durfte wieder in den Sandkasten und irgendwie hatte ich den ganzen Monat über Namenstag. Ich fand Maria toll, hab begeistert den Rosenkranz gebetet und war natürlich bei Maiandachten. Als Jugendliche war ich nicht mehr so angetan von Maria, dieser demütigen, gehorsamen und braven jungen Frau. Maria stand damit für Eigenschaften, mit denen ich wenig zu tun haben wollte. Meine Namenspatronin wurde mir fremd, meine Gefährtin war verschwunden und meine Marienfrömmigkeit hatte sich verändert. Heute als erwachsene Frau ist mir Maria wieder ein wunderbares Vorbild, eine große Inspiration und eine nicht-enden-wollende Herausforderung.

Maria die Glaubende

Maria hat Jesus zur Welt gebracht, ist mit ihm geflüchtet, hat sich um ihn gesorgt und ihn bis an sein Ende begleitet. Maria ist die Mutter Gottes. Doch sie ist so viel mehr! Sie ist eine junge mutige Frau, die selbstbestimmt handelt. Sie hört, als ihr der Engel Gabriel erschien, gut zu, fragt nach und sagt dann schließlich JA zu Gottes Plan mit ihr. Sie ist empfänglich für das Heil, das ihr und der Welt verkündet wurde, sie ist offen für den neuen Bund. In Maria verwirklicht sich ein Glaube, der eine Beziehung zeigt. Sie ist im Dialog mit Gott, sie lässt sich existentiell herausfordern und geht dann den Weg gemeinsam mit Gott. Maria vertraut im tiefen Glauben darauf, dass Gottes Plan aufgehen wird.

Maria die Prophetin

Von Maria ist uns das Magnificat (Lk 1,46.55) überliefert. Ein Text, der unzählige Male gesprochen, gesungen und zitiert wurde. Im Magnificat lobt und preist Maria Gott und zugleich ist es ein sozialkritisches, prophetisches Lied. Hier wird das Bild einer neuen Gesellschaft entworfen und ungrosse geistl Frauen_symbolbilds so eine Utopie geschenkt, die Hoffnung macht. Maria nimmt die Kleinen, die Erniedrigten, die Hungernden und die Leidenden in den Blick. Sie kritisiert die ungerechten Verhältnisse und formuliert eine andere Vision. Sie formuliert das Ziel des Reiches Gottes: die Umkehrung der sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnisse; Hochmütige werden zerstreut, Erniedrigte erhöht und Hungernde beschenkt. Das Magnificat eröffnet eine neue Option für die Armen. Maria machte in aller Radikalität deutlich was die Welt braucht: Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden. Die Worte dieser jungen Frau haben nichts an Gültigkeit und Brisanz verloren.

Maria ist mir ein Vorbild: Geh mutig in diese Welt! Sei offen für das was Gott mit dir vorhat! Erhebe deine Stimme!

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Katharina von Siena: Im kompromisslosen Einsatz für Andere

In loser Reihe werden hier im Blog große geistliche Frauen vorgestellt. Dieses Mal schildert Martina Fornet Ponse, Bundeskuratin der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und Mitglied im Präsidium der Bundesfrauenkonferenz, welche Frau sie stark beeindruckt.

Heute gedenkt die Kirche einer großen Frau, einer Kirchenlehrerin – Katharina von Siena. Sie lebte als Dominikanerin im 14. Jahrhundert in Italien und hinterließ über 300 Briefe und zwei weitere Werke von großer theologischer Dichte. Bereits kurz nach ihrem Tod wird ihre Biographie geschrieben und 1461 wird sie heiliggesprochen. Über 500 Jahre später wird sie schließlich zur Kirchenlehrerin erhoben und Schutzpatronin für Europa.

Katharina vertraut auf Gott!

Schon früh hat Katharina göttliche Visionen, die sich im Laufe ihres Lebens über eine mystische Vermählung mit Christus hin zu den Wunden Jesu an ihrem eigenen Körper steigern. Sie hat diese Visionen nicht abgetan, sondern auf Gott und seinen Plan mit ihr vertraut. Dazu gehört, heute wie damals, viel Mut. Dieses Vertrauen in Gott gibt ihr die Kraft sich immer wieder gegen familiäre und gesellschaftliche Widerstände durch zu setzen und ihren Weg zu gehen.

Katharina hat kein Blatt vor den Mund genommen!

grosse geistl Frauen_symbolbildIn den bewegten Zeiten des späten Mittelalters erhebt Katharina von Siena immer wieder ihre Stimme und meldet sich öffentlich zu Wort nicht nur um die Zustände in der Kirche zu kritisieren. Dabei macht sie sich nicht nur Freunde, wie der Vorwurf der Ketzerei durch das Generalkapitel der Dominikaner 1374 zeigt. Sie wird von allen Vorwürfen freigesprochen und verfolgt ihre Anliegen unbeirrt weiter. Schließlich wird sie Beraterin zweier Päpste und erreicht zunächst die Rückkehr Papst Gregor XI von Avignon nach Rom. Unter Urban VI setzt sie sich für die Einheit der Christen ein. Ohne Angst und im Vertrauen auf Gott meldet sie sich als Frau in ihrer Zeit zu Wort.

Katharina stellt die Armen in den Mittelpunkt!

Wenn ich heute die Predigten von Papst Franziskus lese und wie er die Ausgeschlossenen in den Mittelpunkt stellt, fühle ich mich an die Reden und das Handeln Katharinas erinnert. Sie hat sich tatkräftig für Arme und Kranke eingesetzt oder Menschen im Gefängnis besucht. Außerdem setzte sie sich für eine Reform der Kirche ein, die die Seelsorge in den Mittelpunkt stellte und gegen Korruption vorging. Ihr eindeutiger und kompromissloser Einsatz für andere hat nichts an Aktualität verloren.

Ich freue mich auf viele weitere Frauen, nicht nur in der Kirche, die nach dem Vorbild Katharinas ihre Stimme erheben, Missstände offen aussprechen und sich für eine gerechte Welt einsetzen!

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Vesper zur Eröffnung der #bdkjhv

Mit einer Vesper beginnt die Hauptversammlung des BDKJ. Wir bitten für unsere Versammlung:

Weihrauchschale

Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf!

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