Ohne Liebe schafft man das nicht

Am Sonntag beginnt die Bischofssynode in Rom unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“. Wir haben junge Menschen gefragt, wie ihr persönlicher Blick auf Familie ist. Wie sie Familie leben und was ihnen wichtig ist. Bei uns im Blog erscheinen in den beiden kommenden Wochen drei persönliche Protokolle.

Melissa ist seit über sechs Jahren mit ihrem Freund zusammen. Mit ihren drei Söhnen (5, 4 und 1 Jahr alt) lebt das Paar in München. Melissa ist 24 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit.

„Familie bedeutet für mich vor allem Liebe und zusammen sein. Übrigens ganz egal in welcher Konstellation, ob allein mit einem Kind, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als verheiratetes Paar lebt. Ich sehe Familie als eine „Einstehungsgemeinschaft“, wo man Verantwortung füreinander trägt und sich wohl fühlt.

familieIch finde es wichtig, dass man in einer Partnerschaft ähnliche Vorstellungen vom Leben hat. Unabhängig davon, was andere dazu sagen. Im Alltag gibt es viel Arbeit, ohne die Liebe schafft man das nicht gemeinsam. Ich habe mit meinem Freund drei Söhne, für die wir die Verantwortung tragen. Ich bin katholisch groß geworden, mein Glaube ist mir sehr wichtig. Das ist für mich nicht nur privat, ich möchte meinen Glauben ausleben. Mein Freund ist nichtgläubig. Im Alltag führt das immer wieder zu Aushandlungsprozessen – oft mit Kompromissen. So kommen bei uns Weihnachten das Christkind und der Weihnachtsmann. Wir haben lange darüber diskutiert, ob unsere Kinder getauft werden. Ich habe mich schließlich durchgesetzt. Ich möchte meinen Glauben an meine Kinder weitergeben. Für meinen Freund ist das manchmal schwierig. Er hat genauso das Recht seinen Nichtglauben zu leben. Die Kinder sollen später mal selbst entscheiden, was ihnen wichtig ist.“

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