Nach dem G7-Gipfel: Jetzt konkret werden

Gestern ging auf Schloss Elmau der G7-Gipfel zu Ende. In idyllischer Kulisse haben die Staats- und Regierungschefs zwei Tage lang über brennende Themen der Weltpolitik diskutiert. Obwohl es nicht die Lösung aller Probleme ist, ist es wichtig, dass sich die reichen und wirtschaftlich starken Länder abstimmen, um ihre Stärke zu nutzen. Diese Länder tragen nämlich eine große Verantwortung Was sie sich vorgenommen haben, steht in der 21-seitigen Abschlusserklärung.

(Foto: Bundesregierung / Widmann)

(Foto: Bundesregierung / Widmann)

Die darin stehenden strategischen Ziele bringen Fortschritte. Vor allem in den Kapiteln „Klimaschutz“, „Ernährungssicherheit“ und „Verantwortung in der Lieferkette“ lassen die Ergebnisse zumindest gute Absichten erkennen. Das Bekenntnis zum 2-Grad-Ziel wird den Klimawandel nicht stoppen können, aber es hilft die Auswirkungen zu begrenzen und ihn in einem Rahmen zu halten, in dem er als beherrschbar gilt. In dem Abschnitt zur Ernährungssicherheit steht das Ziel 500 Millionen Menschen in Entwicklungsländern bis 2030 von Hunger und Mangelernährung zu befreien. Damit ist eine konkrete Kennzahl genannt, an der sich die Politikerinnen und Politiker messen lassen müssen. Ebenfalls thematisiert wird der Welthandel. Die Abschlusserklärung bekennt sich klar zu der Verantwortung, die diejenigen haben, die die Produktion in Auftrag geben. Bei den globalen Wertschöpfungsketten soll mehr Transparenz erreicht werden.

Was jetzt wichtig ist: Konkret werden und die Ziele national wie global umsetzen.

Merkel (Deutschland), Hollande (Frankreich), Cameron (Großbritannien), Renzi (Renzi), Juncker (EU-Kommission), Tusk (EU-Rat), Abe (Japan), Harper (Kanada) und Obama (USA) bei Beratungen in Schloss Elmau (Foto: Bundesregierung / Kugler)

Merkel (Deutschland), Hollande (Frankreich), Cameron (Großbritannien), Renzi (Renzi), Juncker (EU-Kommission), Tusk (EU-Rat), Abe (Japan), Harper (Kanada) und Obama (USA) bei Beratungen in Schloss Elmau (Foto: Bundesregierung / Kugler)

Eine gute Gelegenheit gibt es schon bei der Klimakonferenz in Paris im Dezember. Dort können die G7-Staaten eine starke Position beziehen und für verbindliche Ziele werben. Außerdem sind Anfänge gemacht, ein Textilbündnis aufzubauen und wenn nötig auch mit einem europäischen Alleingang dafür zu sorgen, dass sich die Gesamtwirtschaft bewegt. Auch bei der Post-2015-Agenda, die auf die auslaufenden Millenniumsentwicklungsziele folgen soll, können die Staaten die teilweise schwammigen Formulierungen von Elmau konkretisieren.

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