Bode: Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen #kt14

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hält eine Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen als mittelfristiges Ziel für realistisch. Derzeit gebe es rund 13 Prozent Frauen in hohen Ämtern in der Kirche und 19 Prozent in mittleren Ämtern, sagte Bode am Samstag beim 99. Katholikentag in Berlin. Die Bischöfe hätten sich bei einem Studientag im vergangenen Jahr auf eine Selbstverpflichtung verständigt, den Anteil in den kommenden fünf Jahren „deutlich zu erhöhen“. Bereits in zwei Jahren solle in den Ordinariaten nachgefragt werden, „was dort in den vergangenen Monaten passiert ist“. Er betonte auch, dass das „Gesicht der Kirche“ weiblicher werden müsse. So bedauerte er es, dass es keine Frau gebe, die die Pressestelle einer deutschen Diözese leitet.

Zur Frage nach der Behandlung von wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche forderte die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, endlich Lösungen. Diejenigen, die darunter litten, dass sie nicht zu den Sakramenten zugelassen würden, seien doch „die treusten unter den treuen Katholiken, so Opladen. „Die anderen interessiert das doch gar nicht mehr.“

Opladen verwies in diesem Zusammenhang auf die Freiburger Handreichung. Die vom Freiburger Seelsorgeamt im vergangenen Jahr veröffentlichte „Handreichung“ beschreibt erstmals Wege, wie nach einer Scheidung erneut standesamtlich verheiratete Katholiken mit kirchlicher Erlaubnis beichten und zur Kommunion gehen könnten. Die deutschen Bischöfe hatten sich zurückhaltend dazu geäußert,

Bode sprach von einem „wirklich schwierigen Problem“, an dem die Bischöfe aber „dran sind“. Die Worte von Papst Franziskus zu dem Thema seien „ermutigend“, so Bode. Er gehe davon aus, dass es bei der vatikanischen Familiensynode auf den Tisch komme. Zugleich betonte er, dass das Thema auch unter hohen katholischen Kirchenvertretern behandelt werde. Er verwies auf eine „strikte Position“ des Leiters der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, auf der einen Seite sowie auf die Haltung des emeritierten Kurienkardinals Walter Kasper auf der anderen Seite. Dieser zeige sich offener für mögliche Wege. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

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