Auf ein stilles (W)Örtchen. Oberpfalz trifft den Pott. Ein Bericht. Und ein Bild. #kt

IMG_20140530_113320Das Stille (W)Örtchen war ein Testballon für die Programmredaktion des Katholikentages: Eine Veranstaltung, die es nie hätte geben sollen. Aufgefallen ist das nicht, so musste sie stattfinden. Dirk Tänzler, scheidender BDKJ- Bundesvorsitzender diskutierte mit Thomas Pinzer, Domkapitular in Regensburg, in einem stilechten Ambiente.

Nach einem launigen Vergleich über die Eigenheiten des rheinischen und des oberpfälzischen Katholizismus, ging es zur Sache. Eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Punkte der Diskussion: Pastoral, da war man sich rasch einig, findet vor Ort, in der Gemeinde, der Pommesbude, der Strassenbahn oder im Verband satt, gewonnen wird sie aber niemals am Schreibtisch, weil Evangelisierung, verstanden als kritische Konfrontation mit dem Evangelium, sich nur in der Begegnung mit Menschen realisiert. Beziehung, Wegbegleitung, so Dirk Tänzler, macht eine wesentliche Dimension der kirchlichen Jugendpastoral aus.

Es geht im Kern immer um Subjektwerdung des jungen Menschen. Einen Messbesuch kann ich nicht verordnen, nur in Kauf nehmen, als Folge gelungener Beziehungsarbeit in der Jugendpastoral, so Thomas Pinzer.

In der wachsenden Pluralität, auch im BDKJ, verwirklicht sich Exklusivität. Ausschließen, Abschließen heißt im besten Sinne der Sinusmilieustudie(n) aber auch, sich zu entscheiden für die Hinwendung zu einer bestimmten Gruppe von Menschen. Dabei steht weniger der Bezug zum Lebensraum im Vordergrund, sondern Lebenswelt. Diese Pluralität zu verbinden, beispielsweise unter dem Dach des BDKJ, birgt Lernchancen für alle Beteiligten.

Wo sich diese Formen in einer auf die Jugend folgenden biographischen Phase konkret „unter kirchlichen Dächern“ verwirklicht, bleibt offen.

Mit Fragen aus dem Publikun um die Themen Wertvermittlung, Firmpastoral, flankierende Elternarbeit, Ort für alle, auch die „Normalen“ endete eine gelungene Fakeveranstaltung mit maximalem Output.

 

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