Bischof Wiesemann: „Jugend ist Seismograph der Gesellschaft“ #kt14

Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, hat beim 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg dazu aufgerufen, genau hinzuschauen, was die Jugendlichen bewegt. „Die Jugend ist der Seismograph der Gesellschaft“, sagte der Speyerer Bischof am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jugend als (W)Ort des lebendigen Gottes“.

Man müsse hinschauen, so der Bischof, mit welchen Fragen sich die Jugendlichen beschäftigen und wo sie Halt suchen. „Die Kirche muss da sein, wo es ums Eingemachte geht“, forderte Wiesemann. Er lud die Jugendlichen ein, sich aktiv in die Kirche, in die Gemeinschaft und in die Liturgie einzubringen. „Dazu gehört auch, die Kirche einmal etwas umgestalten zu können und etwas Neues auszuprobieren.“

Matthias Sellmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, monierte, dass die „große Botschaft“, die die Kirche zweifellos habe, nicht rüberkomme – „und schon gar nicht bei den Jugendlichen“. Stattdessen gebe man gelegentlich doch ein recht weltfremdes und auch Wie viel Religion verträgt die säkulare Gesellschaft?“ skurriles Bild ab, bei dem die Botschaft auf der Strecke bleibe. „Hier sind wir gegenüber der Jugend in einer Bringschuld“, sagte Sellmann.  (Text: Nachrichtenredaktion Katholiken Bilder: Bianka Mohr)

Sag's weiter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.