Schnell mal eben die Liebe finden – Speed-Dating für KatholikInnen #kt14

Speed-Dating für Katholiken. Das klingt wie ein Witz. Schließlich bedeutet Speed-Dating, dass sich zwanzig Fremde reihum kurz miteinander unterhalten, um dabei einen Lebenspartner zu finden. Viele Studien zeigen, wie oberflächlich das sein kann. Die Grundidee, dass ein paar Minuten genügen, um zu merken, ob die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, geht nicht auf. Stattdessen werden zumeist einfach die attraktivsten Personen um ein zweites Date gebeten.

Weil die Partnerschaften von gläubigen Katholiken auf Dauer ausgerichtet sein sollen, erwartet man eher, dass sie nach inneren Werten und richtiger Liebe suchen. Trotzdem wird es auf dem Katholikentag Speed-Dating geben. Und das hat Sinn. „Wir haben uns gefragt, was junge Katholiken im realen Leben suchen“, sagt Mitorganisatorin Eileen Krauße. Klar sei, dass viele in der Zielgruppe von 18 bis 35 Jahren einen Partner suchen. Besonders Katholiken, denen ihr Glaube wichtig sei, täten sich dabei schwer. Denn in den meisten Gemeinden gibt es nicht viele junge Leute, meint Krauße.

Um dem Abhilfe zu schaffen, haben sie und ein Kollege beim Katholikentag in Mannheim erstmals ein Speed-Dating organisiert. Der Andrang war so groß, dass gar nicht alle Interessenten mitmachen konnten. Deshalb gibt es das Speed-Dating auch in Regensburg. Jeweils am Donnerstag und Freitag um 16:30 Uhr und unter dem Titel „katholisch, ledig, jung, sucht…“.

„Im Prinzip läuft das wie ein normales Speed-Dating ab“, sagt Krauße. Zehn junge Männer und zehn junge Frauen sitzen sich für jeweils sieben Minuten gegenüber, dann wechseln sie die Partner. Am Ende bekommt jeder einen Zettel und notiert darauf die Namen von vier Menschen, die er wiedersehen will. Schreiben sich zwei Teilnehmer gegenseitig auf, bekommen sie von den Organisatoren eine SMS mit der Nummer des jeweils anderen.

Ein bisschen anders als ein konventionelles Speed-Dating ist es trotzdem. „Am Anfang setzen wir einen geistigen Impuls und auch am Ende lesen wir eine Bibelstelle vor“. Das habe vielen der Teilnehmer in Mannheim sehr gut gefallen. „Denn es zeigt ihnen, dass sie einen Eigenwert haben. Sie sind als einzelner enorm wichtig, egal ob sie nun einen Partner gefunden haben oder nicht“, sagt Krauße.

Die Resonanz sei überwältigend gewesen, erzählt die Organisatorin stolz. Sie und ihr Kollege haben ein Angebot für junge Menschen gefunden, das diese wirklich anspricht.

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