Auf ein stilles (W)Örtchen. Oberpfalz trifft den Pott. Ein Bericht. Und ein Bild. #kt

IMG_20140530_113320Das Stille (W)Örtchen war ein Testballon für die Programmredaktion des Katholikentages: Eine Veranstaltung, die es nie hätte geben sollen. Aufgefallen ist das nicht, so musste sie stattfinden. Dirk Tänzler, scheidender BDKJ- Bundesvorsitzender diskutierte mit Thomas Pinzer, Domkapitular in Regensburg, in einem stilechten Ambiente.

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Lebensschutz, was heißt das eigentlich? Kommentar zum Podium „Schwangerenkonfliktberatung“ von @voisard #kt14

Lebensschutz, was heißt das eigentlich? (Ein Kommentar zum mit Spannung erwarteten Podium zum Thema der Schwangerenkonfliktberatung vor „ausverkauftem“ Haus und mit einiger Verspätung wegen einer nötigen Nachbestuhlung, von Benjamin Wasner, nicht notwendigerweise die Meinung des BDKJ.)

Zu Beginn betonten alle Teilnehmer die Gemeinsamkeit, ungeborenes Leben auf dem Weg der Beratung schützen zu wollen. Das gesamte Panel lässt sich ohne weiteres in zwei Gruppen teilen, deren Gemeinsamkeiten beim abstrakten Bekenntnis dazu, was man eigentlich zu erreichen suche, bereits zu einem (vorläufigen?) Ende kommen. Gravierend auf den Verlauf der Diskussion, die immer mehr zum bloßen, kalten Austausch von Positionen wurde, wirkt sich wohl vor allem die ganz unterschiedliche Sicht der Teilnehmer auf Welt und Gesellschaft aus.

Abtreibungen hat es immer schon gegeben, es wird sie auch immer geben. Die rechtlichen Rahmenbedingungen verlangen aber in Deutschland eine Beratungsdokumentation, die der einzelnen Schwangeren die Entscheidung über einen nicht trivialen Eingriff jedoch nicht abnimmt. Wie leicht und unter welchen Umständen diese Dokumentation zu erlangen ist, wie sehr der Eingriff selbst zur selbstverständlichen Nebensächlichkeit geworden ist und wie lauter, von wem beeinflusst die Motive der Entscheidung sein werden, darin besteht (vordergründig) die massive Uneinigkeit zwischen den „Parteien“.

Wenn will ich erreichen, wenn ich für das Leben nicht nur marschieren, sondern auch beraten möchte?

Die Frauen, für die eine Abtreibung eine Option ist? Der Einsatz dafür ist der Schein – der kein Passierschein zum Elend ist. Er ist der Preis, die Schwelle, die wir senken können, um in einer Situation des Entscheidungs- und Zeitdrucks auch die zu erreichen, die Abtreibung für sich nicht kategorisch ablehnen.

Der „Einsatz“ Schein darf kein Zeugnis einer Gewissensprüfung, aber auch keine Lizenz zum Töten sein. Es ist ein Papier, dass die begleitete Auseinandersetzung mit einer komplexen Entscheidung dokumentiert.

In Respekt vor der freien, verantworteten und autonomen Entscheidung der Frau – so wünschenswert eine Beteiligung des Kindsvaters wäre, für normierbar halte ich sie nicht – muss dann das Ziel jeder Beratung sein, dass der Schein zu Hause in den Papierkorb geht.

Weil ein Kontakt mit Menschen, ein Kontakt mit dieser Kirche Hoffnung gesäht hat. Einer Kirche, die auch für diejenigen einen Platz hat, die mithelfen, Hoffnung zu wecken, wenn das Geschenk des Lebens im Zweifel steht.

Die einzige Alternative dazu heißt Verbot. Und Abtreibungen wird es immer geben.

Bode: Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen #kt14

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hält eine Quote von 30 Prozent für Frauen in kirchlichen Führungspositionen als mittelfristiges Ziel für realistisch. Derzeit gebe es rund 13 Prozent Frauen in hohen Ämtern in der Kirche und 19 Prozent in mittleren Ämtern, sagte Bode am Samstag beim 99. Katholikentag in Berlin. Die Bischöfe hätten sich bei einem Studientag im vergangenen Jahr auf eine Selbstverpflichtung verständigt, den Anteil in den kommenden fünf Jahren „deutlich zu erhöhen“. Bereits in zwei Jahren solle in den Ordinariaten nachgefragt werden, „was dort in den vergangenen Monaten passiert ist“. Er betonte auch, dass das „Gesicht der Kirche“ weiblicher werden müsse. So bedauerte er es, dass es keine Frau gebe, die die Pressestelle einer deutschen Diözese leitet.

Zur Frage nach der Behandlung von wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche forderte die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, endlich Lösungen. Diejenigen, die darunter litten, dass sie nicht zu den Sakramenten zugelassen würden, seien doch „die treusten unter den treuen Katholiken, so Opladen. „Die anderen interessiert das doch gar nicht mehr.“

Opladen verwies in diesem Zusammenhang auf die Freiburger Handreichung. Die vom Freiburger Seelsorgeamt im vergangenen Jahr veröffentlichte „Handreichung“ beschreibt erstmals Wege, wie nach einer Scheidung erneut standesamtlich verheiratete Katholiken mit kirchlicher Erlaubnis beichten und zur Kommunion gehen könnten. Die deutschen Bischöfe hatten sich zurückhaltend dazu geäußert,

Bode sprach von einem „wirklich schwierigen Problem“, an dem die Bischöfe aber „dran sind“. Die Worte von Papst Franziskus zu dem Thema seien „ermutigend“, so Bode. Er gehe davon aus, dass es bei der vatikanischen Familiensynode auf den Tisch komme. Zugleich betonte er, dass das Thema auch unter hohen katholischen Kirchenvertretern behandelt werde. Er verwies auf eine „strikte Position“ des Leiters der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, auf der einen Seite sowie auf die Haltung des emeritierten Kurienkardinals Walter Kasper auf der anderen Seite. Dieser zeige sich offener für mögliche Wege. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

Weiter Brücken bauen! #kt14: Wir ziehen Bilanz

Katholische Jugend zieht positive Bilanz des Katholikentages. Und mahnt, sich nicht auszuruhen.

Regensburg, 31. Mai. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zieht ein positives Fazit des 99. Deutschen Katholikentages in Regensburg. „Die Stärke der katholischen Kirche ist ihre Vielfalt. Wie unterschiedlich Menschen glauben, beten, feiern und sich für andere einsetzen, das haben die Tage eindrucksvoll gezeigt“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. „Diese Unterschiede sind eine Bereicherung für die Kirche und nicht – wie manche meinen – eine Bedrohung. Denn Verbände und Bistümer, Bischöfe und Laien, Frauen und Männer, junge und alte Menschen haben ein gemeinsames Anliegen: den Glauben an Christus zu bekennen, zu feiern und mit ihm Gesellschaft zu gestalten.“

Gleichzeitig mahnt der neue BDKJ-Bundesvorsitzende: „Wir dürfen uns nicht auf vier schönen, intensiven Tagen ausruhen. Wir haben als Kirche noch viele Brücken zu bauen. Zu jungen Menschen, zu Menschen am Rand, Brücken in die Gesellschaft aber auch in der Kirche selbst.“ Besonders im Jugendprogramm sei deutlich geworden, dass Spiritualität und Glaube jungen Menschen wichtig sind. „Gleichzeitig wünschen sie sich Veränderungen in ihrer Kirche. Zum Beispiel in Sachen Gleichberechtigung oder in der Frage der Sexuallehre“, so Ehrenlechner.

Der Katholikentag habe auch gezeigt, dass Kirche gesellschaftliche Themen setzen könne, etwa beim Klimaschutz oder Nachhaltigkeit. „Über Bewahrung der Schöpfung zu reden heißt heute, sich konkret mit Energie-Fragen und Konsum auseinanderzusetzen. Auch hier hat der Katholikentag Impulse gesetzt“, so Ehrenlechner.

Der BDKJ freut sich auf den 100. Katholikentag 2016 in Leipzig, bedauert aber, dass der nächste Ökumenische Kirchentag erst 2021 wieder stattfinden soll. „Wenn das so wäre, müssen Katholikentag und Evangelischer Kirchentag noch ökumenischer vorbereitet und umgesetzt werden.“ Angesicht der vielen eingesetzten Ressourcen regt der BDKJ an, eine Debatte über den Zweijahresrhythmus zu führen.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, 01761 7965099

Frauen ins Generalvikariat?! Politik und Kirche debattiert beim #kt14

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TeilnehmerInnen des Podiums „Ende der Bescheidenheit! Frauen in kirchlichen Führungspositionen“ (v.l.): Dr. Irme Stetter-Karp, Julia Klöckner MdL, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Claudia Junker-Kübert, Claudia Auffenberg und Martin Rosowski

Kontroverse Diskussion zum Thema Frauen in kirchlichen Führungspositionen auf dem Katholikentag 2014 in Regensburg

Regensburg, 30.05.2014            Die BDKJ-Landesvorsitzende Claudia Junker-Kübert war Teilnehmerin des Podiums „Ende der Bescheidenheit! Frauen in kirchlichen Führungspositionen“. Mit ihr saßen in der Diskussionsrunde Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Dr. Irme Stetter-Karp (Ordinariatsrätin und Vizepräsidentin sowie Genderbeauftragte des Deutschen Caritasverbandes), Martin Rosowski (EKD und Vorstand des Bundesforums Männer) sowie Julia Klöckner MdL (stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende). Junker-Kübert machte deutlich, dass der Begriff der Bescheidenheit aus ihrer Sicht unglücklich gewählt wurde und Frauen sich – wenn überhaupt – eher zurückhaltend geben, aber in anerkannten Positionen durchaus führen können.

Die größte Uneinigkeit Bestand beim Punkt der Frauenquote. Schlagwörter wie Quote, Flexiquote oder Quorum machten hierbei die Runde. Der BDKJ Bayern hat bereits in seinem Frauenplan aus dem Jahre 1991 Rahmenbedingungen beschrieben, wie Frauen für die Übernahme von Führungspositionen gewonnen werden können und in Folge dessen eine feste paritätische Besetzung aller Führungsgremien festgeschrieben. Er selbst setzt diese um und macht damit sehr gute Erfahrungen. Für die katholische Jugend(verbands)arbeit kann hier von einem absoluten Erfolgsmodell gesprochen werden.

Jedoch reicht eine festgeschriebene Quote alleine nicht aus. „Um eine Quote zum Erfolg werden zu lassen, muss diese von entsprechenden Maßnahmen flankiert werden. Es braucht Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Netzwerke für Frauen. Zudem müsse auch im kirchlichen Kontext viel deutlicher werden, dass die Mitarbeit von Frauen in Führungspositionen eindeutig gewollt ist. Anderenfalls werden gerade junge Frauen dem Arbeitgeber Kirche den Rücken zuwenden.“ stellt Claudia Junker-Kübert heraus.

Für eine kleine Überraschung sorgte Weihbischof Jaschke mit seiner Frage, ob nicht beispielsweise auch darüber nachgedacht werden muss, dass Frauen das Amt des Generalvikars innehaben könnten. An das II. Vatikanischen Konzils erinnernd stellte er in diesem Zusammenhang das allgemeine Priestertum aller Gläubiger, Männer und Frauen, heraus.

Die Diskussion hat vor allem gezeigt, dass noch viel zu tun ist zum Thema Frauen in Führungspositionen, auch im kirchlichen Bereich. Aber der BDKJ Bayern und seine Mitgliedsverbände werden auch in Zukunft für eine Gleichstellung von Frauen und Männern eintreten.

Der BDKJ Bayern ist Dachverband katholischer Jugendverbandsarbeit. Seine Mitglieds- und Diözesanverbände erreichen mit ihren Aktivitäten regelmäßig ca. 320.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern.

(Quelle: BDKJ-Bayern Christoph Schreiber)

Essener Generalvikar fordert mehr Transparenz bei Kirchenfinanzen #kt14

Angesichts verbreiteter öffentlicher Kritik am Umgang der Kirche mit dem Geld hat der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer mehr Transparenz gefordert. „Wir brauchen ein größeres Maß an Solidarität und Bereitschaft zu einer gemeinsamen Finanz- und Wirtschaftspolitik in der deutschen katholischen Kirche“, sagte Pfeffer am Donnerstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Es gebe zwischen Diözesen und auch einzelnen kirchlichen Trägern stark unterschiedliche Auffassungen über Transparenz. Die Öffentlichkeit sei aber nicht bereit, das zu akzeptieren. „Vorkommnisse in einem einzelnen Bistum haben sofort Auswirkungen auf alle“, sagte er, ohne die Ereignisse im Bistum Limburg direkt zu nennen.

Pfeffer sprach sich zudem für schnelle Verhandlungen der Kirche mit dem Staat über eine Ablösung der Staatsdotationen aus. Zwar hätten bereits manche Bistümer Verhandlungsbereitschaft signalisiert, doch die Diskussion darüber gehe nicht voran. Der Generalvikar befürchtet, dass sich die öffentliche Stimmung so gegen die Kirche wenden könnte, dass die Politik in dieser Frage im Alleingang entscheidet. Beide großen Kirchen erhalten pro Jahr zusammen rund 460 Millionen Euro an Staatsdotationen. Die Zahlungen hängen mit Enteignungen in der napoleonischen Zeit zusammen.

Pfeffer forderte zugleich mehr finanzielle Solidarität zwischen den katholischen Diözesen. Notwendig sei ein innerkirchlicher Ausgleich bei einem Verzicht auf Staatsdotationen sowie ein Ausgleich wegen unterschiedlicher Kirchensteuereinnahmen. Es gebe in Deutschland ein großes finanzielles Ungleichgewicht zwischen den Diözesen, das auf unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen sowie unterschiedlicher Geschichte beruhe. Der Generalvikar verwies auf Aussagen des Apostels Paulus, nach denen „alle Glieder eines Leibes mitleiden, wenn ein einziges leidet“. Das bedeute, dass die Diözesen füreinander mehr Verantwortung übernehmen müssten.

Auf mittlere Sicht befürchtet der Generalvikar erhebliche finanzielle Probleme der Kirchen. Absehbar seien nicht nur sinkende Kirchensteuereinnahmen aufgrund von Kirchenaustritten und des demografischen Wandels, sondern auch erhebliche Risiken für kirchennahe Unternehmen durch wachsende Konkurrenz im Sozialbereich, sagte er mit Blick auch auf die in die Insolvenz geratene Augsburger Verlagsgruppe Weltbild. „Wir brauchen ein Risikomanagement, das sich nüchtern und radikal allen Gefahren der Zukunft stellt“, sagte Pfeffer. Zugleich müsse die katholische Kirche intensiver der Frage nachgehen, warum viele Menschen die Kirche verließen und warum sie so zornig seien. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

Bischof Wiesemann: „Jugend ist Seismograph der Gesellschaft“ #kt14

Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, hat beim 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg dazu aufgerufen, genau hinzuschauen, was die Jugendlichen bewegt. „Die Jugend ist der Seismograph der Gesellschaft“, sagte der Speyerer Bischof am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jugend als (W)Ort des lebendigen Gottes“.

Man müsse hinschauen, so der Bischof, mit welchen Fragen sich die Jugendlichen beschäftigen und wo sie Halt suchen. „Die Kirche muss da sein, wo es ums Eingemachte geht“, forderte Wiesemann. Er lud die Jugendlichen ein, sich aktiv in die Kirche, in die Gemeinschaft und in die Liturgie einzubringen. „Dazu gehört auch, die Kirche einmal etwas umgestalten zu können und etwas Neues auszuprobieren.“

Matthias Sellmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, monierte, dass die „große Botschaft“, die die Kirche zweifellos habe, nicht rüberkomme – „und schon gar nicht bei den Jugendlichen“. Stattdessen gebe man gelegentlich doch ein recht weltfremdes und auch Wie viel Religion verträgt die säkulare Gesellschaft?“ skurriles Bild ab, bei dem die Botschaft auf der Strecke bleibe. „Hier sind wir gegenüber der Jugend in einer Bringschuld“, sagte Sellmann.  (Text: Nachrichtenredaktion Katholiken Bilder: Bianka Mohr)

katholisch. politisch. aktiv. Der BDKJ und seine Mitgliedsverbände beim #kt14

Der BDKJ und seine Verbände sind überall auf dem Katholikentag aktiv. Hier eine kleine Übersicht von Berichten. Wenn Ihr noch welche habt: einfach an webteam.@bdkj.de

 

Lebenspfade – Chillst du noch oder lebst du schon? Blog-Eintrag auf DPSG-Blog zu ihrer Standaktion auf dem Katholikentag

Gesellschaft kann von Jugendverbänden lernen – Podiumsdiskussion der DPSG unter dem Motto „Inklusion – Brücken über die Barrieren im Kopf bauen“

„Kleines groß werden lassen“ – Lebhafte Diskussion zur Ökumene und Jugend zwischen Simon Müller-Pein, BDKJ-Landesvorsitzender und Julia Landgraf, Delegierte des Landesjugendkonvents, Evangelische Jugend Bayern

MdB Kerstin Griese und das Friedenslicht: http://blog.dpsg.de/2014/05/friedenslicht-impuls-beim-katholikentag-von-kerstin-griese/

 

Bildergalerie aus dem Zentrum Jugend – Besuch von Jugendbischof Bode

Kardinal Lehmann mahnt zu Ungeduld in der Ökumene #kt14

lehmannDer Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat sich dafür ausgesprochen, in der Ökumene die Suche nach einem „differenzierten Konsens“ nicht aufzugeben. „Wir sind heute nicht selten in der Gefahr, eine Ökumene ohne theologischen Tiefgang zu betreiben“, sagte Lehmann am Donnerstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Dann belasse man es leicht bei den üblichen Forderungen an den ökumenischen Partner und habe das Gefühl, es herrsche ein Stillstand, obgleich dies gar nicht so sei.

Mit dem „Theologieverlust“ und dem Schwächer-werden der ökumenischen Impulse gebe es auch eine abnehmende Veränderungsbereitschaft, sagte Lehmann. Er unterstrich: „Wer nicht einzeln, in seiner Gemeinschaft und im größeren Miteinander im Glauben wachsen will, soll die Finger von der Ökumene lassen.“ Ausdrücklich bemängelte der Kardinal, auch viele Verantwortliche in den Kirchenleitungen hätten aus manchen Gründen die Entwicklung der Ökumenischen Theologie und der Gesprächsergebnisse faktisch wenig verfolgt oder gar ignoriert. Das gelte auch für viele theologische Fachkollegen, sofern sie nicht eigens Ökumenische Theologie trieben.

Lehmann sagte weiter, solange keine wirkliche Einheit gefunden sei, lasse sich wohl auch irgendeine Form von Konkurrenz zwischen den Kirchen nicht völlig vermeiden. Durchaus könne es unter den Konfessionen eine Art friedlichen Wettbewerbs geben, wenn dies dem Wachsen des Christlichen und Humanen in der Gesellschaft diene. Es sei aber, zumal in einer Mediengesellschaft, nicht so leicht, das gemeinsam Erworbene festzuhalten und zugleich die eigene Identität zu profilieren. Die Identitätssuche sei immer auch in der Gefahr, zu einer Überhöhung der eigenen Reichtümer und Schätze zu führen. (Quelle: Nachrichtenredaktion Katholikentag)

So tanzt die faire Möhre. Oder: „Der Schnippel-Groove“

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„Möchten Sie mitschnippeln?“ tönte es überall auf dem Haidplatz. Gleichzeitig lockt der Groove. It’s „Schnippeldisko-Time“: Helfer/-innen in blauen T-Shirts, teilweise als Mohrrüben verkleidet und jede Menge Jugendliche schälten und schnippelten am Mittwochabend was das Zeug hielt. Und zwar Gemüse, das … Weiterlesen