Eine Stadt der Gegensätze

Armut in Rio. Foto: Haral Oppitz / KNA

Armut in Rio. Foto: Haral Oppitz / KNA

Seit Mittwoch bin ich in dieser Stadt, die ich sonst nur vom Karneval, Samba und dem Fußball her kannte. Es ist eine Stadt der Gegensätze, wie ich sie sonst noch nirgends erlebt habe. Der Strand von Ipanema, die Copacabana, der Zuckerhut, der Corcovado – ok, das muss und sollte man gesehen  haben. Aber, die 700 (!) Favelas, die augenscheinlich Drogen konsumierenden Menschen, die Nichtsesshaften und Armen dieser unglaublichen Stadt gehören dazu. Genau darum ist es wichtig und richtig ist das der WJT dieses Jahr in Rio stattfindet.

Besonders sind mir die Drogenabhängigen Menschen aufgefallen, ihre Rot unterlaufenden Augen, ihr apathischer Blick. Es ist bei weitem keine Minderheit. Welche Not und welche Machenschaften stecken dahinter? Kartelle und Strukturen, die an diesen Schicksalen ihr Geld verdienen.

Papst Franziskus hat seine Sorge um die Zukunft der Jugend auf dem Hinflug zum Ausdruck gebracht. „Jugendliche Gefahr, Opfer einer Kultur des Abfalls zu werden, die Arbeitslose als nutzlosen Teil der Gesellschaft betrachtet.“ Recht hat er!

Und darum muss der WJT – bei aller Spiritualität, bei aller Kontemplation, bei aller Freude – eben auch ein politischer Weltjugendtag in dieser Stadt der Gegensätze sein.

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