In der Dokumentationsstelle für kirchliche Jugendarbeit

Hardehausen ist ein geschichtsträchtiger Ort für den BDKJ. Dazu passt, dass hier in Trägerschaft des BDKJ Paderborn die Dokumentationsstelle für kirchliche Jugendarbeit unter Leitung von Franz Hucht sitzt. Im Obergeschoss eines der historischen Gebäude der Jugendbildungsstätte stehen dichtgedrängt Aktenschränke und Archivkisten. Schwerpunkt der Sammlung ist die Paderborner Diözesangeschichte, gesammelt werden aber auch historische Dokumente über die Jugendarbeit allgemein, vor allem aus der Zeit vor 45, und aktuelle Publikationen der Bundesverbände der katholischen Jugendverbände.

Nicht nur Papier lagert in der Dokumentationsstelle: Banner, Fahnen, Uniformen, Musikinstrumente, ein Fahrtenmesser sind Einblicke in Jugendarbeit von früher. Eine Schaufensterpuppe, adrett im Rock der PSG-Tracht, daneben ihr Pendant aus dem damals noch rein männlichen Bruderverband DPSG in kernigen Breitcordhosen, bewachen den Eingang zum Büro von Hucht. Er berichtet über die über 100 Jahre Jugendkultur, die im Archiv gesammelt werden. Zusammen mit einer Mitarbeit und unterstützt von einem Beirat aus Wissenschaftler_innen und Aktiven und Ehemaligen des BDKJs erschließt und erweitert Hucht die umfangreichen Bestände, die Quelle für einige Publikationen und Forschungsarbeiten waren. »Und manchmal komme ich auch dazu, selbst einen kleinen Aufsatz zu schreiben«, schmunzelt Huch, der mit großer Begeisterung und Sachkunde von seinem Archiv erzählt.

Bisher sind drei Ausgaben des Magazins »Rückspiegel« der Dokumentationsstelle erschienen, die auch online zugänglich sind. Die Dokumentationsstelle ist montags bis freitags am Vormittag und nach Vereinbarung geöffnet – ein Besuch lohnt sich. Gerade für eventuell dieser Tage präsente BDKJ-Leute.

Eine ausführlichere Reportage aus dem Dokumentationszentrum gibt’s beim Jugendportal der Erzdiözese Paderborn.

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