Drei Könige aus dem Erzbistum Köln bringen Gaben zum Altar im Petersdom

Sternsinger aus Köln-Sülz beim Neujahrsgottesdienst mit Papst Benedikt XVI.

Ganz nah beim Papst: die Sternsinger aus Köln-Sülz

Ganz nah beim Papst: die Sternsinger aus Köln-Sülz (Bild: Romano Siciliani)

Annalisa Schultewolter war beeindruckt. „Ich habe fast vergessen, dass ich die Gaben in der Hand hatte, weil ich so aufgeregt war. Es war sehr schön, dem Papst zu begegnen, vor allem weil er sich Zeit für uns genommen hat und uns alle drei gesegnet hat“, berichtete die Zwölfjährige am Neujahrstag in Rom. Die drei Sternsinger Annalisa, Diego Turo (11) und Sven Volberg (11) aus Köln-Sülz hatten am ersten Tag des neuen Jahres aber auch wahrlich eine spannende Aufgabe. In ihren Sternsingergewändern nahmen sie an der Gabenprozession im Petersdom teil und überbrachten Papst Benedikt XVI. die Neujahrsgrüße des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Die drei kleinen Könige aus dem Erzbistum Köln gehörten zu den 20 Sternsingern aus der Pfarrgemeinde St. Nikolaus und Karl Borromäus in Köln-Sülz, die den Jahreswechsel in Rom verbracht hatten und am Dienstag, 1. Januar, den Neujahrsgottesdienst mit dem Heiligen Vater feiern durften.

„Als ich mich hinknien wollte, bin auf meinen Mantel getreten und fast hingefallen“, erzählte auch Diego von ein wenig Nervosität ob der besonderen Aufgabe. „Der Segen vom Papst war richtig toll, vor allem weil der Dom so voll war und alle Leute zugeschaut haben. Es war aber für mich auch so, als wenn ich mit einem normalen Menschen rede, weil er wirklich sehr nett war.“ Auch Sven war bewegt von der Begegnung mit dem Papst: „Ich habe Wasser und Wein getragen. Das Tablett war schon schwer und ich war sehr aufgeregt. Nach dem Segen des Papstes und als wir zurück zu unserem Platz gegangen sind, war ich sehr erleichtert. Das war irgendwie ein echt gutes Gefühl.“

Friedensgruß des Heiligen Vaters wird mit in die Heimat genommen
„Ich freue mich, dass wir mit den Sternsingern aus dem Erzbistum Köln beim Heiligen Vater sein durften, einen eindrucksvollen Neujahrsgottesdienst erlebt haben und die Segenswünsche des Papstes für die Aktion Dreikönigssingen 2013 an alle Sternsinger in Deutschland weitergeben können“, so Prälat Dr. Klaus Krämer. Der Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ hatte die Gruppe gemeinsam mit dem Kölner Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb sowie Pfarrer Dirk Bingener, Kölner Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zum Gottesdienst begleitet.

„Selig, die Frieden stiften“ – unter dieses Motto hatte Papst Benedikt den Weltfriedenstag 2013 gestellt, der traditionell am 1. Januar begangen wird. Den Friedensgruß des Heiligen Vaters werden die Sternsinger aus Köln-Sülz mit in die Heimat nehmen und am Donnerstag, 3. Januar, bei der diözesanen Aussendung im Kölner Dom an tausende Sternsinger aus dem Erzbistum Köln weitergeben. Bereits zum neunten Mal seit 2001 brachten an Neujahr Sternsinger die Gaben für die Eucharistie zum Altar im Petersdom.

Rund 800 Millionen Euro, mehr als 63.000 Projekte
Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 814 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 63.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 54. Aktion zum Jahresbeginn 2012 sammelten die Mädchen und Jungen aus 11.529 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 42,4 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

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