Ein wahrer Festzug stolzer Könige

2.150 Sternsinger eröffnen in Würzburg ihre 55. Aktion Dreikönigssingen

Sternsinger auf der Alten Mainbrücke in Würzburg.

Sternsinger auf der Alten Mainbrücke in Würzburg. Foto: Markus Hauck / Presse Ordinariat Würzburg

2.150 Sternsinger aus zwölf Diözesen feierten am Freitag in Würzburg die bundesweite Eröffnung ihrer 55. Aktion Dreikönigssingen. Zum Höhepunkt des Tages wurde neben dem abschließenden Gottesdienst im Kiliansdom der würdevolle wie farbenfrohe Festzug der kleinen und großen Könige zum Dom. Zahllose Passanten standen auf den letzten 800 Metern des Zugwegs Spalier und spendeten den engagierten Mädchen und Jungen Applaus. „Ihr, liebe Sternsinger, werdet zum Segen für alle, denen ihr die frohe Botschaft vom Kommen Jesu in unsere Welt weitertragt. Ihr werdet aber auch zum Segen für alle Kinder dieser Welt, für die ihr die Spenden der Besuchten weiterreicht, damit ihre Krankheiten, ihre Not gelindert werden“, würdigte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann den Einsatz der Sternsinger in seiner Predigt. Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, und Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), erklärten die 55. Aktion Dreikönigssingen um Punkt 16.13 Uhr für eröffnet. „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit und weltweit!“ heißt das Leitwort der Aktion

Die unterfränkische Domstadt war nach 1987 zum zweiten Mal Gastgeber eines Sternsingerauftakts, den jedes Jahr ein anderes Bistum ausrichtet. Noch am Vortag hatte Dauerregen das Wetter in Würzburg bestimmt, doch als am Freitagmorgen die ersten Sternsinger auf dem Platz vor der historischen Residenz eintrafen zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite. Moderiert von Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher und der BDKJ-Diözesanvorsitzende Monika Cupok erlebten die Kinder und ihre Begleitenden dort einen abwechslungsreichen Auftakt. Musik, Interviews, Jonglage und Trommler Max Busso sorgten für Stimmung. Insbesondere der aus dem Senegal stammende Musiker Busso riss die Kinder mit.

Ein Krankenwagen für Tansania

Der Großteil der teilnehmenden Sternsinger hatte sich aus dem Bistum Würzburg selbst auf den Weg gemacht. Darüber hinaus waren Gruppen aus den elf (Erz-)Bistümern Augsburg, Bamberg, Dresden-Meißen, Essen, Freiburg, Fulda, Mainz, München und Freising, Paderborn, Regensburg und Rottenburg-Stuttgart nach Würzburg gekommen. Besonders umlagert war auf seinen verschiedenen Stationen am Eröffnungstag der geländegängige Krankenwagen, der seit September durch Deutschland tourt und demnächst in Tansania im Einsatz sein wird. Der Krankenwagen wird zukünftig am Litembo-Hospital, einem Krankenhaus im Südwesten des Beispiellandes der aktuellen Sternsingeraktion, eingesetzt. Bischof John C. Ndimbo aus Mbinga, der tansanischen Partnerdiözese des Bistums Würzburg, bedankte sich für diese besondere Unterstützung der Sternsinger. „Es gibt in meinem Bistum in Mbinga drei Projekte, die von den Sternsingern unterstützt werden, unter anderem der Krankenwagen für unser Hospital in Litembo. Für all das danke ich im Namen der Menschen in meiner Diözese“, so Bischof Ndimbo, der die Eröffnung begleitet hatte.

Kreative, musikalische und informative Angebote bestimmten den mittleren Teil des Eröffnungstages. In drei Würzburger Schulen standen jeweils 17 Workshops für die Sternsinger und die begleitenden Jugendlichen und Erwachsenen auf dem Programm. Unter anderem konnte die Sternsinger selbst ein Weihrauchfass basteln oder sich bei verschiedenen Angeboten über das Leben von Kindern in Tansania informieren.

„Den Daumen nach oben“ und Hoffnung geben Im Dom St. Kilian feierten die Sternsinger ihren Aussendungsgottesdienst mit Bischof Dr. Hofmann, Bischof Ndimbo, Weihbischof Ulrich Boom, Prälat Krämer, Pfarrer Rapp, und Diözesanjugendpfarrer Eschenbacher. „Wir heben durch unser Singen und Beten gleichsam den ‚Daumen nach oben’, das heißt: Wir geben den Kranken und Leidenden die Hoffnung weiter, dass sie in der Liebe Gottes stehen und nicht vergessen sind. Er wird das, was wir nicht ändern können, zum Guten wenden. Aber Gott setzt auch auf unsere Mithilfe. Und das macht ihr, liebe Sternsinger!“, machte Bischof Hofmann in seiner Predigt deutlich. „Herzlich danken möchte ich euch aber auch, dass ihr zu den Menschen hingeht, die die Frohe Botschaft erfahren sollen und den Kindern, die unsere Hilfe dringend brauchen, großzügig spenden. Ihr bringt so den Segen Gottes und werdet selber zum Segen.“

Besonders angetan vom Einsatz der vielen jungen Könige war Bischof Ndimbo: „Diese Aktion spricht mich so sehr an, weil ich aus einem betroffenen Land komme. Ich freue mich, dass so viele jungen Menschen Christus in die Familien hineinbringen. Für diese herausragende Aktion möchte ich allen Kindern und Jugendlichen von Herzen danken.“

Neben den bundesweiten Trägern der Aktion Dreikönigssingen, dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), waren im Bistum Würzburg der BDKJ-Diözesanverband, die Kirchliche Jugendarbeit (kja) und das Referat „Mission, Entwicklung, Frieden“ für die Organisation der Eröffnung verantwortlich. 80 hauptberufliche und ehrenamtliche Helfer waren daran beteiligt.

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