Der Aufbruch lohnt sich. 19. Türchen im #adventskalender #bdkj

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Christian Gentges, Referent für Kirchenpolitik und Jugendpastoral an der BDKJ-Bundesstelle, nimmt uns mit auf die Reise der Heiligen Drei Könige – und auf die Suche nach dem wahren König: 

Noch denkt keiner an sie. Ihr Tag ist ja auch noch fast drei Wochen hin. Bis dahin passiert noch so viel, ist noch so viel zu tun. Und eigentlich ist doch dann auch schon fast alles wieder vorbei könnte man sagen…

Aber trotzdem! Wenn es sie gab, wenn sie sich auf den Weg gemacht haben, dann werden sie irgendwann in dieser Zeit aufgebrochen sein.

Und als sie aufbrachen, wussten sie nicht, wie ihr Ziel überhaupt aussehen würde. Sie wussten nur: Da ist etwas, was sie zum Aufbruch drängt. Eine solche Sehnsucht hatten sie noch nie gespürt. Sie hatten diesen Stern gesehen. Gut, sie hatten schon viele Sterne gesehen, dass gehörte schließlich zu ihrem Job. Aber dieser hier war anders und sie beschlossen, ihm zu folgen.

Total verrückt, haben viele gesagt. Was versprechen sie sich davon? Und wo wollen sie überhaupt hin?

Jetzt sind sie hier, in diesem fremden Land, und nichts, absolut gar nichts ist vertraut: die Sprache nicht, der Typ Mensch nicht, die Religion nicht. Nicht einmal die Geräusche und die Gerüche kennen sie. Alles scheint völlig fremd.

Und trotzdem: Sie spüren es. Ihr Aufbruch hat sich gelohnt. Sie werden etwas finden. Befreiung! Erlösung! Ja, vielleicht sind das die Worte für das, was ihre Sehnsucht stillen kann… auch, wenn sie nicht so richtig erklären könnten, was das für sie bedeutet. Aber es fragt sie ja auch keiner… noch nicht.

Als sie nach dem neugeborenen Kind fragen, dem König, will man sie abwimmeln. Raus mit den Verrückten! Man sieht ihre ungewohnte Kleidung und ihr großes Fernrohr. Krasser Style! Und was ist das für ein Akzent?

Ein König? Draußen vor der Stadt? Was erzählen die da? Unmöglich! Hören sie von so vielen. Aber sie sehen auch die Verunsicherung in den Augen. Was, wenn doch? Ist darin zu lesen.

Sie verlassen die Stadt, halten die Geschenke fest in den Händen, das Wertvollste, das Liebste, was sie haben. Sie vertrauen dem Stern, der sie bis hierher gebracht hat und der sie führen wird, zu dem großen Unbekannten. Als sie ihn sehen wissen sie:

Der Aufbruch hat sich gelohnt.

Im Gegensatz zu ihnen wissen wir was kommt… Wir kennen das Datum, wir wissen worum es geht… nichts Überraschendes also.

Und dennoch kann die Adventszeit jedes Jahr neu ein Aufbruch ins Ungewisse sein.

Dieser Aufbruch startet nicht mit dem Weihnachtsmarkt, oder der ersten brennenden Kerze auf dem Adventskranz…

Dieser Aufbruch beginnt ganz allein bei Dir, Du selbst musst ihn wagen!

Wenn Du Dich darauf einlässt, die Adventszeit mitten in all dem Drumherum zu einer Zeit für Dich und IHN zu machen, dann birgt auch Weihnachten wieder Überraschungen. Und der Weg dorthin… er wird zu einer Zeit voll neuer Erfahrungen. Auch noch in den letzten Tagen des Advents.

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