Mit fairem Tee die Welt verbessern

BDKJ-Delegation in Indien auf den Spuren des fairen Handels

Die BDKJ-Delegation begutachtete die Produktionsbedingungen von Fairtrade-Tee in Indien

Die BDKJ-Delegation begutachtete die Produktionsbedingungen von Fairtrade-Tee in Indien

Ein Gaskocher oder eine Solarlampe, bessere Schulbildung oder private Altersvorsorge: Wer zu Tee mit Fairtrade Siegel greift, weiß, dass man damit die konkrete Lebenssituation von Menschen verbessert. Diese Wirkung des Fairen Handels in Indien haben zehn junge Erwachsene des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bei einer Studienreise erlebt. Zwar seien die konkreten Formen des Fairen Handels sehr unterschiedlich, „sicher ist aber, dass er in jedem Fall wirkt“, so Delegationsleiterin und Entwicklungsexpertin Susanne Rauh vom BDKJ-Bundesverband.

Aber es braucht noch mehr Menschen, die zur fairen Tasse Tee greifen. Im Schnitt trinken Deutsche 25 Liter Tee pro Jahr. Doch von den 18.000 jährlich verkauften Tonnen ist nicht einmal 1 Prozent fair gehandelt. „Mit steigendem Absatz steigt auch die Chance, dass Arbeitende in den Plantagen ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen können“, so Rauh. Das haben zahlreiche Gespräche mit Teepflückerinnen, Mitarbeitendenvertretungen, Leitungen von Teegärten bis hin zum Management des größten Exporteurs von Darjeeling-Tees der Delegation gezeigt.

„Fairer Handel hilft sowohl Einzelnen als auch dem Gemeinwesen.“ Während er für Kleinbauern den Zugang zum Weltmarkt eröffnet, verbessert die Fairtrade Zertifizierung auf großen Plantagen die Lebensbedingungen von Teepflückerinnen und Teepflückern. Von der Riesenplantage bis zum Kleinbauern: „Der Faire Handel braucht Offenheit für unterschiedliche Wege, um sich noch besser den unterschiedlichen Produktions- und Lebenssituationen anpassen zu können“, so Rauh.

Während der zweiwöchigen Reise durch den Nordosten Indiens haben die jungen Erwachsenen, die sich alle seit Jahren in den katholischen Jugendverbänden für den Fairen Handel engagieren, große Kontraste erlebt. Die bittere Armut in der Millionenmetropole Kalkutta, aber auch Lebensbedingungen in einem Bergdorf in der Region Darjeeling. „Die intensiven Begegnungen und die Erkenntnisse nehmen wir mit in unsere Verbände und in die Diskussion im BDKJ und den Gremien des Fairen Handels“, so Manuel Koch, BDKJ-Diözesanvorsitzender aus Würzburg. „Die Eindrücke haben unser Engagement für den Fairen Handel noch mal verstärkt.“ Bilder und Berichte gibt es unter www.bdkj-blog.de.

Die katholischen Jugendverbände sind Mitinitiator des Fairen Handels in Deutschland, Gesellschafter der „GEPA – The Fair Trade Company“ sowie aktiv in zahlreichen entwicklungspolitischen Bündnissen (Supermarktinitiative, CorA, Kampagne für Saubere Kleidung, Klimaallianz).

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