Wir bitten um Euer Gebet für alle, die wegen ihres Glaubens unterdrückt oder ermordet werden #nigeria #christenverfolgung

Schon wieder wurden Menschen in Nigeria verletzt, vielleicht sogar getötet, weil sie Christinnen und Christen sind. Wir bitten heute um Euer Gebet, für alle Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt, unterdrückt und ermordet werden.

Was in Nigeria passiert ist, steht zum Beispiel hier: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-viele-verletzte-bei-anschlag-auf-kirche-a-863853.html (mik)

Legt los!

Die 72-Stunden-Starter-Kits sind auf dem Weg

Die 72-Stunden-Starter-Kits sind auf dem Weg

Sie sind grün, sie sind eckig und sie enthalten alles, was Aktionsgruppen brauchen: Die 72-Stunden-Starter-Kits sind auf dem Weg zu den Aktionsgruppen. Die BDKJ-Bundesstelle schickte diese Woche die Kartons gefüllt mit vielen Unterlagen, Infos und Werbemitteln an die diözesanen Steuerungsgruppen. Diese ergänzen weitere Materialien und geben sie an die Koordinierungskreise weiter. Die bringen sie dann zu den Gruppen.

Kernstück der Pappschachteln im 72-Stunden-Design ist das 72-Stunden-Aktionsheft mit allen Fakten, Infos und Tipps rund um die Aktion. Auf einem USB-Stick findeen die Gruppen Logos, Dateien und Vorlagen. Dazu gibt’s ein Mitmachplakat, Aufkleber und Flyer.

Wir wünschen viel Spaß beim Auspacken und ausprobieren – und natürlich viel Spaß bei der Vorbereitung auf die 72-Stunden-Aktio.

Tee, Tempel und Fair Trade. BDKJ-Studienreise nach Indien

Im Nordosten Indiens nimmt eine BDKJ-Delegation Produktionsbedingungen unter die Lupe

Düsseldorf, 24. Oktober. Tee ist in aller Munde, aber unter welchen Bedingungen wird er wirklich hergestellt? Um die Arbeits-, Produktions- und Handelsbedingungen von Darjeeling-Tee unter die Lupe zu nehmen, startet eine zehnköpfige BDKJ-Delegation am Sonntag, 28. Oktober, in den Nordosten Indiens. Während der zweiwöchigen Studienreise wird sie die Wirkung des Fairen Handels und indische Lebensverhältnisse kennenlernen.

Der Austausch und die Diskussion mit Produzierenden stehen im Mittelpunkt. In den Teegärten des GEPA-Handelspartners Tea Promoters India (TPI) wird die Gruppe unter anderem Abläufe der Teeproduktion sowie Strukturen und Wirkungsweise des Fairen Handels erleben. „Entwicklungspolitik und Fairer Handel, das klingt immer so weit weg. Was bewirkt man, wenn man zum fair gehandelten Tee greift, welche Menschen und Strukturen stehen dahinter? Das will ich sehen und wissen“, beschreibt Manuel Koch, Diözesanvorsitzender des BDKJ in Würzburg, seine Motivation.

Gespannt sind die jungen Erwachsenen, die sich alle seit Jahren in den katholischen Jugendverbänden für den Fairen Handel engagieren, auch auf die Gegensätze, die im Schwellenland Indien aufeinandertreffen. Im Austausch mit katholischen Jugendlichen aus Indien werden sie einen Einblick in die Lebenswelten der Millionenmetropole Kalkutta bekommen. Das MISEREOR-Partnerprojekt „Tiljala SHED“ für Kinder der Müllkippe wird sie mit der Armutsrealität Kalkuttas konfrontieren und zeigen, wie das Projekt Kinder und Jugendliche unterstützt.

Am 11. November kehrt die Delegation nach Deutschland zurück. Danach werden die Zehn als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ihre Eindrücke und Erkenntnisse in die Jugendverbandsarbeit einfließen lassen.  

Ø  Berichte gibt es schon während der Reise HIER IM BLOG (www.bdkj-blog.de). Die Teilnehmenden finanzieren die Reise aus eigenen Mitteln; die Fahrt wird gefördert vom Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR.

Zur Delegation gehören:

·         Lisa Eggert (Mainz, KLJB)

·         Frank Eichinger (DPSG-Bundesverband, Vorstand TransFair e.V.)

·         Natalie Hohmann (KLJB Bundesverband)

·         Manuel Koch (Würzburg, BDKJ)

·         Pfr. Stefan Michelberger (Miltenberg (Diözese Würzburg), BDKJ)

·         Inga Michels (Paderborn, BDKJ/KLJB)

·         Birte Muhsal (Karlsruhe)

·         Annette Wahle (Hamburg, BDKJ)

·         Wilfried Wunden (Aachen, BDKJ)

·         Susanne Rauh (BDKJ-Bundesverband, Leitung der Reise)

Die katholischen Jugendverbände sind Mitinitiator des Fairen Handels in Deutschland, Gesellschafter der „GEPA – The Fair Trade Company“ sowie aktiv in zahlreichen entwicklungspolitischen Bündnissen (Supermarktinitiative, CorA, Kampagne für Saubere Kleidung, Klimaallianz). Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Mehr Infos unter www.bdkj.de. 

Bildunterschrift: Von links: Manuel Koch, Natalie Hohmann, Stefan Michelberger, Lisa Eggert, Frank Eichinger, Birte Muhsal, Wilfried Wunden und Susanne Rauh. Es fehlen: Inga Michels und Annette Wahle. (Foto: Dirk Tänzler)

 

 

 

 

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Einkaufsriese Kirche muss fairer werden

Fairer Kaffee und Ökostrom: Katholische Jugendverbände fordern mehr Anstrengungen für Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.

Bonn, 23. Oktober. Kirchliche Institutionen, Organisationen und Einrichtungen auf allen Ebenen sollen ihre Einkaufpraxis an ökologischen und sozialen Kriterien ausrichten. Das fordert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bei seinem in Bonn tagenden Hauptausschuss. Ob fair gehandelter Kaffee in Pfarrgemeinden oder Ökostrom in Tagungshäusern: Nicht Sparsamkeit sondern Gerechtigkeit solle im Vordergrund kirchlicher Einkaufspraxis stehen.

Mit ihren zahlreichen Institutionen, Einrichtungen, Verbänden und Tagungshäusern ist die Kirche ein Einkaufsriese: Das Volumen kirchlicher Beschaffung wird auf etwa 60 Milliarden Euro jährlich geschätzt. „Leider ist es in Kirche auch mehr als 40 Jahre nach Einführung des Fairen Handels keine Selbstverständlichkeit, Einkauf und Verbrauch auf Nachhaltigkeit auszurichten“, bedauert BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler.

„Durch Einkauf, Verbrauch und Wirtschaftsweise klare Zeichen für ökologische und soziale Verantwortung zu setzen, ist ein Gebot der Glaubwürdigkeit, insbesondere für christliche Verbände und Institutionen“, heißt es in dem entsprechenden Beschluss. Als Teil von Gottes Schöpfung sein man verantwortlich dafür, diese sorgsam zu behandeln. „Wir haben nicht das Recht, natürliche Ressourcen rücksichtslos auszubeuten und damit den Lebensraum unserer Mit-Geschöpfe zu beschneiden oder diese gar auszurotten.“ Die katholische Kirche in Deutschland könne und müsse Vorbild sein für eine Wirtschaftsweise, die den Erhalt der Lebensgrundlagen aller ermöglicht.

Der BDKJ und seine Jugendverbände leisten bereits Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung. Kulis, T-Shirts, Tassen: Alle Artikel zur 72-Stunden-Aktion sind zum Beispiel nach ökofairen Standards produziert. Mit Kampagnen wie etwa zum „Kritischen Konsum“ sensibilisieren der BDKJ und seine Mitgliedsverbände Jugendliche. Der BDKJ gibt auf seiner Seite www.kritischer-konsum.de Tipps und Hilfen für einen nachhaltigen Einkauf. Eine gute Unterstützung bietet auch die ökumenische Initiative „Zukunft Einkaufen – Glaubwürdig wirtschaften in Kirchen“.

Die katholischen Jugendverbände sind Mitinitiator des Fairen Handels in Deutschland, Gesellschafter der GEPA – The Fair Trade Company sowie aktiv in zahlreichen entwicklungspolitischen Bündnissen (Supermarktinitiative, CorA, Kampagne für Saubere Kleidung, Klimaallianz). Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Mehr Infos unter www.kritischer-konsum.de. Den ganzen Beschluss „Kirche wirtschaftet nachhaltig“ gibt es unter www.bdkj.de.

Neuer Hauptausschuss tagt in Bonn

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Bis morgen tagt in Bonn der BDKJ-Hauptausschuss erstmals in neuer Zusammensetzung. Neben Uns schickt der Himmel – Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ beraten die Vertreterinnen und Vertreter aus den BDKJ-Mitglieds- und Diözesanverbänden unter anderem über den kirchlichen Dialogprozess und unsere Jugendpolitische Vertretungsarbeit. Außerdem widmet sich der Hauptausschuss den Anträgen, die wir bei der BDKJ-Hauptversammlung nicht mehr beraten konnten. (mik)

Bilder und Bericht vom 2. Fachtag „Freiheit der Kinder Gottes“

Der zweite Fachtag zum Beschluss „Freiheit der Kinder Gottes  – Unsere Kirche, unser Beitrag“ fand am 13. Oktober in Würzburg statt. Knapp 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Diözesan- und Mitgliedsverbänden erhielten umfassende Informationen zu diesem Beschluss aus der Perspektive der Pastoraltheologie. Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Professor für Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule NRW in Paderborn, griff insbesondere das Kirchenverständnis des Beschlusstextes auf und diskutierte es mit den Teilnehmenden vor dem Hintergrund der Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils. Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei auf die Theologie der Konzilskonstitution Gaudium et spes, da in diesem Text das Verhältnis zwischen Kirche und Welt thematisiert wird. Was heißt es, auch als Verband Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes zu den Menschen zu sein? Wie kommen die religionsgemeinschaftliche und die pastoralgemeinschaftliche Dimension von Kirche zusammen und was bedeutet pastorales Handeln vor dem Hintergrund des Konzils? Diesen Fragen ging Prof. Hobelsberger in seinem Impulsreferat nach. In der anschließenden Diskussion thematisierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die vielfach Leitungsverantwortung in den Verbänden übernehmen, ganz praktisch ihr Ringen um die Umsetzung.

Text: Christian Gentges

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Mädchen weltweit stärken, fördern und schützen

BDKJ und KDFB zum ersten Internationalen Mädchentag

Mehr Einsatz für den weltweiten Schutz und die Förderung von Mädchen. Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Mehr Einsatz für den weltweiten Schutz und die Förderung von Mädchen. Quelle: Rainer Sturm / pixelio.deBDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Quelle: BDKJ-Bundesstelle / KNA

BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Quelle: BDKJ-Bundesstelle / KNA

Berlin/Köln, 11. Oktober. Mehr Einsatz für den weltweiten Schutz und die Förderung von Mädchen, auch in Deutschland, fordern der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB). Anlass ist der erste Internationale Mädchentag, mit dem die Vereinten Nationen am 11. Oktober auf die Situation von Mädchen weltweit aufmerksam machen.

„In vielen Ländern müssen Mädchen häufig auf Bildung verzichten, sind Opfer von Gewalt und Armut. Dies muss weltweit stärker in den Fokus von entwicklungspolitischen Bildungsprogrammen gerückt werden“, erklärt BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Beide Verbände sprechen sich gegen die Benachteiligung von Mädchen und Frauen aufgrund ihres Geschlechts aus und fordern mehr Gleichberechtigung und Entwicklungschancen ihrer Fähigkeiten und Stärken. KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth stellt dazu fest: „Es muss sichergestellt werden, dass Frauen jeden Alters selbstbestimmt über ihren Lebensentwurf entscheiden und diesen auch verwirklichen können.“ Darüber hinaus brauche es in Regionen, die von Kriegen und Krisen betroffen sind, mehr Anlaufstellen und Beratungsangebote für Mädchen und Frauen.

Gleichzeitig setzten sich BDKJ und KDFB für die Stärkung der Rechte von jungen Frauengenerationen in Deutschland ein. „In Deutschland müssen wir in erster Linie über sinnvolle Bildungsangebote Mädchen darin bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen und vorgegebene Rollenmuster, z.B. bei der Berufs- und Studienwahl, zu hinterfragen und zu überwinden“, so Lisi Maier.

Nach Meinung des Frauenbundes ist sowohl eine Sensibilisierung der jungen Generation hinsichtlich bestehender Ungleichbehandlungen nötig als auch die Entwicklung weiterer Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben. „Für viele junge Frauen und ihre Partner ist dies immer noch nicht zufriedenstellend zu realisieren“, meint KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Eine entsprechende Aufklärungsarbeit müsse früh beginnen, damit Mädchen gestärkt werden und sich später zu starken Frauen entwickeln können, so Flachsbarth.

Mehr Informationen gibt es unter www.kdfb.de und www.bdkj.de.

Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Mehr Infos unter www.bdkj.de.

Pressekontakt:Michael Kreuzfelder • mkreuzfelder(at)bdkj.de • fon 0211 . 46 93-155

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Lernen aus dem Konzil

Katholische Jugend erinnert an die Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Eröffnung des Konzils am 11. Oktober 1962 durch Papst Johannes XXIII. im Petersdom. Quelle: KNA-Bild

Eröffnung des Konzils am 11. Oktober 1962 durch Papst Johannes XXIII. im Petersdom. Quelle: KNA-BildBDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Quelle: BDKJ-Bundesstelle / Geisler

BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Quelle: BDKJ-Bundesstelle / Geisler

Düsseldorf, 9. Oktober. „Die Bischöfe des Konzils haben die Kirchenfenster weit geöffnet und mehr Welt hereingelassen. Gleichzeitig haben sie die Kirche weiter in die Welt getragen“, so Dirk Tänzler, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). In einer Erklärung anlässlich des bevorstehenden 50. Jahrestags der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 1962 betont Tänzler: „Diese Art, Beschlüsse zu fassen und deren Aussagen müssen vermittelt, vergewissert und fortentwickelt werden“. Die Erklärung im Wortlaut:

„Selbst wenn Jugendliche die Konzils-Zeit nur aus Erzählungen kennen, sind die Beschlüsse der damaligen Versammlung und ihre Theologie für die katholischen Jugendverbände immer noch richtungsweisend. Das gilt besonders für das Menschenbild und das neu entworfene Verhältnis der Kirche zur Welt und den Menschen. Die katholischen Jugendverbände leben dies nach wie vor. In Taten, im Einsatz für ein christliches Miteinander und auch in Veröffentlichungen zum Verständnis einer jungen Kirche ist dies sichtbar.

Zukunftsweisend bis heute

Die Texte des Konzils prägen grundlegend, wie wir Kirche leben. Und sie öffnen Wege, die Botschaft Jesu in die Gesellschaft zu tragen. Die Welt, in der Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, ist plural und differenziert sich in verschiedene Lebenswelten. Die Teilnehmenden des Konzils haben unserer Kirche gezeigt, dass das Evangelium immer vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen verkündet werden muss. Kirche und Welt als Einheit: Insbesondere die Konstitution ‚Gaudium et spes‘ entwirft für unsere Kirche eine pastorale Grundhaltung, die bis heute zukunftsweisend ist.

Ein weiteres Konzilsergebnis liegt der katholischen Jugend besonders am Herzen: Die Überwindung eines Kirchenbildes, das nur von der Autorität des Klerus her denkt, hin zu einer Kirche, in der jede und jeder Gläubige durch Taufe und Firmung Verantwortung trägt, ist eine Errungenschaft, die ausgebaut werden muss. Hier gibt es vielfach noch starken Nachholbedarf, damit unsere Kirche als Volk Gottes, in dem Frauen und Männer, Priester und Laien vertrauensvoll zusammenwirken, sichtbar wird. Dieses gemeinsame Priestertum aller Gläubigen betont der BDKJ auch in seinem Grundlagen-Text ,Freiheit der Kinder Gottes‘.

Den Blick nach vorne richten

Wir dürfen keinen einzigen Schritt hinter die Aussagen des Konzils zurück. Die Anerkennung der Religionsfreiheit, die positive Neuausrichtung des Verhältnisses der katholischen Kirche zu anderen Religionen, die Pflicht zur Solidarität mit allen Menschen, egal welcher Religion und Herkunft, das alles sind wichtige Errungenschaften, die nicht wieder rückentwickelt werden dürfen. Die Kirche muss eine Kirche bleiben, die die Menschen annimmt und ihnen dient. Es ist vollkommen unverständlich, dass manche behaupten, die Konzilstexte seien hier falsch interpretiert worden. Die katholischen Jugendverbände wünschen sich eine konsequentere Umsetzung der Konzilsreformen und nehmen besorgt rückwärtsgerichtete Tendenzen in unserer Kirche wahr.

Besonders deutlich wird dies für viele junge Menschen am Beispiel der Diskussion um die Liturgiereform und die Wiedereinführung des alten Messritus. Wir respektieren den Wunsch einiger, die Eucharistie nach dem früheren Ritus zu feiern. Wir betonen aber, dass das damit einhergehende hierarchische Kirchenbild nicht dem Willen des Konzils entspricht, sich der Welt zu öffnen. Insbesondere die damit einhergehende Ungleichbehandlung von Frauen und die Höherstellung von Priestern gegenüber Laien sind den meisten Kindern und Jugendlichen unverständlich.

Vermittlung der Konzilsergebnisse 

Wir freuen uns über die zahlreichen Aktivitäten der katholischen Jugendverbände, die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils jungen Menschen nahe zu bringen. So veranstaltet beispielsweise die KLJB Bayern am 11. Oktober in ganz Bayern Aktionen unter dem Motto ,Fenster auf!‘. Sie erinnern an die historische Bedeutung des Konzils für die Öffnung der Kirche und die Jugendarbeit. Der BDKJ in Bayern lädt am 26. November Haupt- und Ehrenamtliche aus der Jugendverbandsarbeit zu einer Fachtagung zum Konzil nach Nürnberg ein.

In der Konzilsaula stimmten nur die Bischöfe über die Beschlüsse ab. Aber bereits 1975 bei der Synode der deutschen Bistümer in Würzburg brachten gewählte und stimmberechtigte Laien ihre Erfahrungen ein, als es darum ging, das Anliegen des Konzils speziell in Deutschland zu verwirklichen. Die gute und fruchtbringende Erfahrung dieses gelebten Miteinanders und das Mehr an Demokratie, ist auch für die heutigen Diskussionen und Herausforderungen vorbildhaft. Diese Art, Beschlüsse zu fassen und deren Aussagen müssen vermittelt, vergewissert und fortentwickelt werden. Für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Verbänden ist dies längst selbstverständlich.“

Dirk Tänzler, BDKJ-Bundesvorsitzender für den BDKJ-Bundesvorstand

Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Mehr Infos unter www.bdkj.de.

Pressekontakt:Michael Kreuzfelder • mkreuzfelder(at)bdkj.de • fon 0211 . 46 93-155