Frieden ja! Aber wie?

Neues BDKJ-Journal erschienen

Titelbild des BDKJ-Journals 3/2012

BDKJ-Journal 3/2012: „Frieden ja! Aber wie?“

Hunderttausende junger Menschen dienten in den vergangenen Jahren bei zivilen und militärischen Einsätzen in lebensgefährlichen Krisenregionen. Was ausblieb, war die gesellschaftliche Debatte darüber. Die Sorge um die Heimgekehrten wird kaum wahrgenommen. Der BDKJ nimmt sich dieser Thematik intensiver an. Dieses BDKJ Journal versteht sich als einer der ersten Anstöße zur Diskussion.

Weitere Informationen zum BDKJ-Journal 3/2012 sowie eine Leseprobe gibt es hier.

Friedensprojekte

„Frieden ja! Aber wie?“ haben wir auf Facebook gefragt und Projekte aus dem Umfeld der katholischen Jugend(verbands)arbeit gesucht, die sich für den Frieden einsetzen.
Eine erste Auswahl haben wir hier zusammen gestellt: Friedensprojekte

Wer noch weitere Projekte vorschlagen möchte, kann dies einfach mit einer Mail an info@bdkj.de tun.

Ein Segen auf vier Rädern

Auf Tour durch Deutschland zu den Sternsingern: Ein Krankenwagen für Tansania

Ein Krankenwagen für Tansania (Foto: Andreas Schmitter / Kindermissionswerk)

Aachen/Düsseldorf. Unter dem Motto „Ein Krankenwagen für Tansania“ tourt seit Samstag, 15. September, ein Geländewagen durch Deutschland. Im Vorfeld und während der Aktion Dreikönigssingen 2013 wirbt er für die Anliegen der Sternsinger. Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger, Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), und zehn Sternsinger schickten den Wagen im Hof des Aachener Doms auf seine Reise durch die Republik.

In allen 27 deutschen Diözesen wird der geländegängige Krankenwagen Station machen. Erlebnis- und Bildungsangebote rund um den etwas ungewöhnlicheren Rettungswagen sollen Kindern und Erwachsenen dann unter anderem vermitteln, wie die Gesundheitsversorgung in Tansania aussieht. Ansteuern wird der Krankenwagen insbesondere Pfarrgemeinden und Schulen, unter anderem in Köln, Würzburg, Essen, Berlin und Hildesheim. Ab Frühjahr 2013 wird das Fahrzeug im Südwesten Tansanias eingesetzt. Stationiert am Litembo Hospital, einem von den Sternsingern unterstützten Krankenhaus, wird der Geländewagen die Krankenfahrten in einer Region übernehmen, die so groß ist wie Nordrhein-Westfalen.

 

Segen bringen, Segen sein – Sternsinger engagieren sich für Kinder weltweit

Zum 55. Mal werden rund um den 6. Januar 2013 die Sternsinger unterwegs sein. „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit in Tansania und weltweit!“, heißt das Leitwort der kommenden Aktion Dreikönigssingen, bei der überall in Deutschland wieder 500.000 Kinder in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – deutlich, dass weltweit jedes Kind das Recht auf medizinische Versorgung hat.

Jetzt konkret werden

Dialog: Katholische Jugend wünscht sich stärkere Beteiligung und konkrete Ergebnisse.

BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler (Bild: BDKJ-Bundesstelle / Geisler)

Hannover, 15. September. „Es waren gute, offene Gespräche, auch über heikle Themen. Wir hoffen jetzt auf eine transparente und konkrete Weiterarbeit.“ So kommentiert Dirk Tänzler, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), das zweite Jahrestreffen zum kirchlichen Dialogprozess, das heute in Hannover zu Ende gegangen ist.

Enttäuscht zeigten sich viele Delegierte über eine geringe Jugend-Beteiligung. Ein Drittel der 27 deutschen Diözesen hatte keine jungen Menschen nach Hannover entsandt. „Es geht um die Zukunft der Kirche in unserem Land. Es ist mehr als bedauerlich, dass junge Menschen bei diesem Treffen unterrepräsentiert waren, obwohl gerade sie ein echtes Mitspracherecht brauchen. Die Kompetenzen, die Bedürfnisse und Wünsche junger Christinnen und Christen müssen stärker genutzt werden“, fordert Tänzler.

Eine solche Einbindung wünscht sich der BDKJ auch für die Vor- und Nachbereitung der Treffen, die nach Ansicht Tänzlers transparenter werden müssen: „Es ist gut, dass die Ergebnisse aus Mannheim öffentlich gemacht wurden. Leider ist nicht klar gewesen, was mit diesen Ergebnissen passiert. Uns ist bewusst, dass von diesen Treffen keine Entscheidungsgewalt ausgeht. Dennoch sitzen hier viele Entscheider. Da wünschen wir uns mehr Verbindlichkeit im Umgang mit den Ergebnissen.“

Nach dem zweiten Treffen erwarten viele junge Katholikinnen und Katholiken nun konkrete Schritte. „Natürlich können nicht alle besprochenen Themen gleichzeitig bearbeitet werden. Darum ist es wichtig, sich auf ausgewählte Problemfelder zu konzentrieren und gemeinsam konstruktive Lösungsansätze zu finden.“ Besonders drängend seien dabei das Thema Sexualität und die kirchliche Grundordnung, also die Einflussnahme des kirchlichen Arbeitsrechts auf die Lebensentwürfe ihrer Mitarbeitenden und die Stellung der Frau in der Kirche. „Jugendlichen ist es zum Beispiel nicht verständlich, warum Frauen zwar einen Großteil der kirchlichen Arbeit leisten, in Leitungspositionen aber unterrepräsentiert und von bestimmten Ämtern sogar ausgeschlossen sind.“

„Der Dialogprozess darf sich nicht in den Jahrestreffen erschöpfen. Stattdessen sollten wir konkrete Aufgaben formulieren, die es bis zum Jahrestreffen 2013 zu lösen gilt“, so Tänzler. Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder • mobil 01 76 . 17 95 60 99