Evangelische und katholische Jugend fordern konkrete Schritte von der UN-Konferenz Rio+20

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Kurswechsel jetzt – für die Jugend von heute und morgen

Evangelische und katholische Jugend fordern konkrete Schritte von der UN-Konferenz Rio+20

Hannover/Düsseldorf, 19. Juni. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordern die politisch Verantwortlichen auf, bei der UN-Konferenz über Nachhaltige Entwicklung „Rio+20“ konkrete und wirkungsvolle Maßnahmen zu beschließen. „Mit zunehmender Ungeduld beobachten die christlichen Jugendverbände in Deutschland, dass in der internationalen Politik und Wirtschaft immer mehr über Nachhaltigkeit geredet wird, aber entscheidende Anstrengungen für kohärente soziale, ökologische und ökonomische, also nachhaltige Entwicklung, ausbleiben“, stellt Dr. Veit Laser, aej-Referent für Entwicklungsbezogene Bildung, fest.

Der Verpflichtung der Riokonferenz vor zwanzig Jahren, die Entwicklungs- und Umweltbedürfnisse heutiger Generationen nicht auf Kosten nachfolgender Generationen auszutragen, müssen endlich Taten folgen, fordern BDKJ und aej. Dr. Veit Laser: „Die Bundesregierung muss sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein und eine Vorreiterrolle übernehmen. Indem sie entschieden vorangeht, kann sie zeigen, dass sie es mit nachhaltiger Entwicklung wirklich ernst meint.“

„Die Zeit ist reif für einen Kurswechsel“, ist sich auch BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler sicher. „Dafür machen sich die konfessionellen Jugendverbände seit langem stark. Das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ist für uns Motor und zentrales Handlungsfeld“, so Tänzler weiter. Zahlreiche evangelische und katholische Jugendliche würden sich unter dem Leitspruch „Global denken, lokal handeln“ für eine nachhaltige und weltweite Politik engagieren. „Dasselbe fordern wir von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Grüne Hände für mehr Gerechtigkeit

Grüne Hände auf T-Shirts, Jugendliche mit grünen Händen auf den Straßen und Plätzen: Mit der bundesweiten Aktion Green Hand Day macht zum Beispiel die Evangelische Jugend auf die UN-Konferenz Rio+20 aufmerksam. Jungen Menschen ist nicht gleichgültig, was Politiker(innen) in wenigen Tagen über Wege zu einer nachhaltigen Zukunft entscheiden. Deshalb setzt die Aktion ein Zeichen gegen die mangelnde Beachtung der Rio-Konferenz. Täglich werden zwei Jugendliche per Videoblog aus Rio berichten und dabei Fragen von jungen Menschen aus Deutschland aufgreifen.

Der Green Hand Day ist eine von verschiedenen Aktivitäten der konfessionellen Jugendverbände für konkrete Schritte zu ökonomischer, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit. Die Zeit drängt. Der Handlungsbedarf ist offensichtlich. Nur gemeinsam können die Länder etwas verändern, gemeinsame und konzentrierte Anstrengungen sind erforderlich, jetzt!

aej und BDKJ vertreten zusammen mehr als 1,8 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den katholischen und evangelischen Jugendverbänden und -organisationen. Mehr Infos auf www.green-hand-day.de und www.kritischerkonsum.de.

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