Rollenvielfalt statt falscher Anreize! Katholische Jugendverbände kritisieren #Betreuungsgeld #bdkj

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Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert die geplante Einführung des Betreuungsgeldes. „Es setzt falsche Anreize und ist ungerecht“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Das Betreuungsgeld kann fehlende Kita-Plätze nicht ersetzen. Wir brauchen mehr Investitionen in Infrastruktur für Kinder und Jugendliche.“

Der BDKJ bewertet das Gesetzesvorhaben skeptisch: „Das Betreuungsgeld soll fördern, dass Eltern sich zu Hause länger um ihre Kinder kümmern. Studien belegen aber, dass die Eltern, die das tun, den Anschluss an das Berufsleben häufig nicht wieder finden und dadurch später Nachteile – zum Beispiel in der Altersvorsorge – haben.“ Außerdem bräuchten Kinder auch schon im frühen Alter soziale Kontakte, auch außerhalb von Familie. „Das Betreuungsgeld wird hier falsche Impulse setzen“, so Tänzler. Eine echte Wahlfreiheit würde vor allem durch gezielte Investitionen in externe Betreuungsmöglichkeiten ermöglicht.

An der Debatte kritisieren die katholischen Jugendverbände die Fokussierung auf Frauen: „Es geht doch um Eltern, also um Mütter und Väter. Auch wenn das traditionelle Familienbild der Mutter die Kinderbetreuung  zuschreibt, muss das nicht so bleiben. Im Gegenteil: In unseren Verbänden leben viele junge Eltern sehr unterschiedliche Familienbilder. Das ist die Realität: eine Rollenvielfalt von Frauen und Männern. Die wollen wir stärken“, so Tänzler.

Mehr Infos unter www.bdkj.de

Foto: © Alexandra H / www.pixelio.de

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