Uns fehlt immer noch die Sprachfähigkeit bei sexualisierter Gewalt #kt12 #kjg #bdkj

„In unserer sexualisierten Öffentlichkeit fehlt immer noch die Sprachfähigkeit wenn es um sexualisierte Gewalt geht.“ so brachte es Bischof Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch, in der Veranstaltung „Transparent und Schlagkräftig“ auf dem Katholikentag in Mannheim auf den Punkt.

Genau diese Sprachfähigkeit muss weiter gefördert werden fordert auch Eva-Maria Düring, geistliche Bundesleiterin der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) in Deutschland. „Es sollte Pflichtkurse für die mit Kindern und Jugendlichen arbeitenden Mitarbeiter geben in denen dies eingeübt wird.“

Bei seinem Statement zum Thema hob Bischof Ackermann auch die kath. Jugendverbände hervor, auf deren Konzepte, die dort seit Jahren praktiziert werden, die Deutsche Bischofskonferenz bei der Erstellung der eigenen Vorlagen dankenswerter Weise zurückgreifen konnte.

Die seit langem andauernde Diskussion rund um das erweiterte Führungszeugnis war auch auf dem Podium Thema der Teilnehmer. Darin, dass dieses Zeugnis verpflichtend für hauptamtliche Mitarbeiter eingefordert werden muss, stimmten alle überein. Um schon in der Bewerbungsphase die „Null Toleranz“ Politik, so Bischof Ackermann, klarzustellen.

Bei ehrenamtlichen Mitarbeitern fordert Düring einen Ehrenkodex, bzw. eine Selbstverpflichtung der Mitarbeiter. Da so eine Diskussion und Auseinandersetzung mit den Inhalten geschieht. Sie gibt zu bedenken „Wann haben wir eine Scheinsicherheit durch einen Schein und wann beschäftigen wir uns mit dem Thema der sexuellen Gewalt.“

Text: Gerwin Reichart

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Foto: Gerwin Reichart

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