BDKJ unterstützt den Tag der Diakonin

Am Gedenktag der Hl. Katharina von Siena, am 29. April, feiert der KDFB den Tag der Diakonin mit einer zentralen Veranstaltung in Ulm.

Der BDKJ unterstützt das Anliegen des Frauenbundes und betont die hohe Bedeutung dieses Themas für unsere Kirche. Da er und die katholischen Jugendverbände selbst das partnerschaftliche und gleichberechtigte Zusammenwirken von Frauen und Männern auch und gerade in Leitungspositionen und der geistlichen Begleitung selbstverständlich leben, verursacht es bei vielen jungen Menschen eher Unverständnis, dass das  Diakonat für Frauen seit langem diskutiert und gefordert, jedoch nicht zugelassen wird.

Erst im vergangenen Jahr brachte die BDKJ-Bundesfrauenkonferenz in ihrem Beschluss „Junge Frauen willkommen? Dialogbeitrag für eine Kirche mit Zukunft“ erneut zum Ausdruck, dass auch Frauen „die Fähigkeit, Ämter zum Nutzen aller in der Kirche auszufüllen“, besitzen und eine Berufung erfahren.

Bereits in der vor mehr als vierzig Jahren eröffneten Würzburger Synode wurde dieses Thema ausgiebig behandelt. Damals stand ein großer Teil der Bischöfe einer Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe positiv gegenüber.

Im Synodenbeschluss zu den Diensten und Ämtern in der Kirche widmeten die Bischöfe dem Dienst der Frau einen eigenen Abschnitt. Sie wollten die Berufungen von Frauen geweckt wissen und forderten Priester und Leitungspersonen in den Bistümern dazu auf, „sich für die partnerschaftliche Mitarbeit der Frau zu öffnen und sie wirksam zu fördern.“ (OG I, 612)

Vier Jahrzehnte später stellen wir fest, dass zwar viele Frauen eine Berufung spüren, diese jedoch nur in begrenztem Maße leben können. Nicht selten sind Frauen bereits in ähnlicher Weise tätig, wie ihre männlichen, jedoch zu Diakonen geweihten Mitchristen. Die Bischofe der Würzburger Synode stellten schon heraus, dass „die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft es heute unverantwortlich erscheinen lässt, sie von theologisch möglichen und pastoral wünschenswerten amtlichen Funktionen in der Kirche auszuschließen“ und erwarteten durch die „Hineinnahme der Frau in das sakramentale Diakonat in vielfacher Hinsicht eine Bereicherung“. Sie gingen sogar soweit, die Angleichung der Zulassungsbedingungen für Männer und Frauen zum Diakonat zu fordern und baten den Papst um eine entsprechende Prüfung.

Wir fragen uns heute, was aus dieser Forderung und der Bitte geworden ist und begrüßen ausdrücklich, wenn am kommenden Sonntag in Gebet und Gespräch erneut über das Diakonat der Frau und seine Bedeutung für unsere Kirche nachgedacht wird. Die BDKJ Hauptversammlung hat 2011 festgestellt, dass sie nicht die Überzeugung teilt, dass es der Kirche verboten ist, Frauen zu den Weiheämtern zuzulassen.

Links:

Beschluss Bundesfrauenkonferenz: http://www.bdkj.de/fileadmin/redakteur/Dokumente/Beschluesse/4/4_27_Beschluss_Frauenkonferenz.pdf

Beschluss BDKJ Hauptversammlung:

http://www.bdkj.de/fileadmin/redakteur/Dokumente/Beschluesse/2/2_27_Freiheit_der_Kinder_Gottes.pdf

KDFB: http://www.frauenbund.de/

Tag der Diakonin: http://www.frauenbund.de/index.php?id=164&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=552&tx_ttnews[backPid]=8&cHash=ceb8fdbdbef2125439fbfb182da305b0

Einladungsflyer: http://www.frauenbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Einladung-TagDerDiakonin-2012.pdf

„Jugendverbände dürfen an Schulen nicht nur bloße Dienstleister sein“

Am vergangenen Samstag trafen sich in Frankfurt am Main 13 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen BDKJ-Kontexten, um sich zum Thema Ganztagsschule auszutauschen. Zu Beginn verwies BDKJ-Bundespräses Pfr. Simon Rapp die Teilnehmenden auf die Wichtigkeit des Themas, auch für die Bundesebene. In einführenden Referaten berichteten Dominik Haupt (KSJ Bundesleiter) und Viola Seifert (BDKJ-Paderborn) über die Zusammenarbeit ihrer Verbände mit (Ganztags-)Schulen. Hierbei gingen beide sowohl auf grundsätzliche Hindernisse und Gelingensfaktoren, als auch auf konkrete Projekte und positive Praxisbeispiele ein. Danach hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in Kleingruppen zu unterschiedlichen Fragestellungen auszutauschen bevor am Ende der Veranstaltung eine Bündelung der Ergebnisse und Wünsche zu Weiterarbeit formuliert wurden. Hierbei wurde deutlich, dass an der grundsätzlichen Zusammenarbeit mit (Ganztags-) Schulen für die Jugendverbände eigentlich kein Weg vorbei führt. Wichtig ist, dass die Bedingungen von den Verbänden aktiv mit gestaltet werden. „Jugendverbände dürfen an Schulen nicht nur bloße Dienstleister sein, die die Hausaufgabenbetreuung übernehmen“, fasst BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp zusammen. Einig waren sich alle, dass dieser erste Austausch gut und wichtig war. Die Zusammenarbeit von Jugendverbänden und Ganztagsschulen müsse in jedem Fall weiterbearbeitet werden, so der Tenor. Außerdem solle es eine stärkere Vernetzung bestehender Projekte der Mitglieds- und Diözesanverbände im BDKJ geben. (Text: Yvonne Everhartz, BDKJ-Bundesstelle)

Gemeinsam gegen Extremismus

Im vorigen Jahr hat sich die "Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus" gegründet, um die kirchlichen Initiativen in diesem Thema zu bündeln und zu vernetzen. Der BDKJ-Bundesvorstand ist jetzt dieser Initiative beigetreten. Einmal, um ein Zeichen gegen Extremismus zu setzen, zum anderen , weil wir die viele Initiativen unserer Mitgliedsverbände in einen größeren Verbund einbringen können. Vertreten wird den BDKJ-Bundesvorstand der Referent für Politische Bildung des BDKJ Diözesanverbandes Mainz, Andreas Belz. Mehr Infos: http://www.bagkr.de/

Katholisches Jugendparlament tagt

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Vom kirchlichen Dialogprozess, über Jugendpolitik bis zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr: Die Themenpalette bei der BDKJ-Hauptversammlung ist breit. Delegierte wählen neuen Bundesvorstand.

Debattieren, beschließen und beten: Mit der Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) tagt vom Donnerstag, 3. Mai, bis Sonntag, 6. Mai, das Parlament der katholischen Jugend in Deutschland in Altenberg (Bergisches Land). Die rund 100 Delegierten aus der ganzen Republik beschäftigen sich unter anderem mit der deutschen Jugendpolitik, den Auslandseinsätzen der Bundeswehr und dem kirchlichen Dialogprozess. Darüber hinaus wählen sie einen neuen Bundesvorstand.

Für das Amt der BDKJ-Bundesvorsitzenden kandidieren Lisi Maier (27) aus München und Nadine Mersch (34) aus Paderborn. Die amtierende BDKJ-Bundesvorsitzende und werdende Mutter, Ursula Fehling, tritt nicht mehr an. Pfarrer Simon Rapp steht wieder für das Amt des BDKJ-Bundespräses zur Wahl. BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler ist noch bis 2014 gewählt.

Inhaltlich werden die Delegierten zu unterschiedlichen Themen um eine gemeinsame Position der katholischen Jugendverbände ringen. Etwa in der Friedensethik und die Frage, wie der BDKJ zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr steht. In der Debatte um den kirchlichen Dialogprozess wird die BDKJ-Hauptversammlung eine erste Zwischenbilanz ziehen. Darüber hinaus berät sie, wie Jugendthemen noch stärker in die Bundespolitik eingebracht werden können. Für eine Premiere sorgt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Der Jugendbischof kommt erstmals zur BDKJ-Hauptversammlung und wird am Freitag, 4. Mai, von 9 bis 12 Uhr die Beratungen begleiten.

Als höchstes demokratisches Gremium trifft die BDKJ-Hauptversammlung grundlegende Entscheidungen für die Interessenvertretung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei vertreten rund 100 Delegierte die 660.000 Mitglieder in den 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen. Die Versammlung ist öffentlich. Bei Teilnahme bitte vorher anmelden.

Unterlagen (Anträge, Zeitplan, Rechenschaftsbericht des BDKJ-Bundesvorstandes) gibt es unter dem Direktlink: www.bdkj.de/bdkjde/der-bdkj/gremien/hauptversammlung/bdkj-hauptversammlung-2012.html 

Online-Berichterstattung:

Hier im Blog: www.bdkj-blog.de 

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Bilder und Bericht vom Fachtag „Freiheit der Kinder Gottes“

Der erste Fachtag zum Beschluss „Freiheit der Kinder Gottes – Unsere Kirche unser Beitrag“ fand am 24. März in Düsseldorf statt. Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Diözesan- und Mitgliedsverbänden erhielten umfassende Informationen zu diesem Beschluss aus der Perspektive des Kirchenrechts. Die Kirchenrechtlerin und Bildungsreferentin Dr. Gabriele Zinkl griff die grundlegenden Aspekte des Beschlusses auf und referierte sie jeweils vor dem Hintergrund der entsprechenden kirchlichen Gesetzgebung. Dabei kamen die Rechte und Pflichten sowohl der Laien als auch der Kleriker ebenso zur Sprache wie die Themen Demokratie und hierarchische Verfassung der Kirche. Gerade letzteres brachte für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Erkenntnisse. Ganz besonders praktisch wurde es dann im Rahmen eines römisch-katholischen Gesprächstrainings. In der Einheit „Wie sag ich´s meinem Bischof?“ diskutierten die Teilnehmenden in der Rolle des Bischofs und Generalvikars mit Vertreter/-innen des BDKJ über den Beschluss und erhielten so die Möglichkeit, auch „die andere Seite“ zu erfahren. (Text: Christian Gentges)

 

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