BDKJ: Antrittsbesuch beim neuen Jugendbischof

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Der neue Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat am Dienstag den Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Speyer zu einem Antrittsbesuch empfangen. Ursula Fehling, Dirk Tänzler und Pfarrer Simon Rapp berieten mit dem Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz unter anderem die pastorale Situation in Deutschland, den kirchlichen Dialogprozess und die 72-Stunden-Aktion des BDKJ 2013. In offener Gesprächsatmosphäre lobte Bischof Wiesemann die Arbeit der katholischen Jugendverbände und –organisationen in Deutschland. Und er kündigte seinen persönlichen Besuch bei der BDKJ Hauptversammlung im Mai 2013 in Altenberg an.

„Mit Kompromissen lässt sich der Klimawandel nicht aufhalten“

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Durban reicht nicht: Katholische Jugendverbände fordern Taten.

Düsseldorf, 11. Dezember. Zum Ende der 17. UN-Klima-Konferenz in Durban appelliert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an die Staatengemeinschaft, die Zukunft nicht aufs Spiel zu setzen. Die Einigung auf den Fahrplan zu einem neuen globalen Klimaschutzabkommen und die Einrichtung eines Klimafonds seien erste Schritte, denen jedoch verbindliche Maßnahmen folgen müssen. Das erklärt der BDKJ, und darin besonders die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und die Katholische Landjugendbewegung (KLJB), am Sonntag. „Die Bundesregierung war Vorreiterin bei den Verhandlungen in Durban. Dieser Rolle kann sie nur gerecht werden, wenn sie jetzt Taten folgen lässt“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Gerade aus Sicht junger Menschen, seien die Ergebnisse nicht ausreichend. „Die Zeit rennt uns davon, mit Kompromissen können wir den Klimawandel nicht aufhalten.“

In zahlreichen Lobbygesprächen und Protestaktionen im Vorfeld und in Durban versuchten Jugendliche, sich und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Teilweise mit Erfolg: Im Abschlussdokument wird Jugend jetzt als wichtige Inputgeberin genannt. „Jugend will und wird sich gegen den Klimawandel einsetzen. Denn wir und unsere Kinder müssen mit den Folgen des Klimawandels leben“, so Magdalena Werner von der DPSG. Sie war mit einer dreiköpfigen DPSG-Delegation in Durban. Dort setzte sie sich im Rahmen des Jugendnetzwerks YOUNGO ein für verbindliche Klimaschutzziele, die Einführung eines Systems des Climate Mainstreamings und eine internationale Finanztransaktionssteuer, um den „Green Climate Fund“ zu füllen.

Um diesen effektiv einzusetzen, seien verbindliche finanzielle Zusagen und ein weltweites Bekenntnis zu Klimagerechtigkeit nötig, so Wolfgang Ehrenlechner, Bundesvorsitzender der KLJB. Der Schwerpunkt der Förderung müsse auf den Perspektiven für die Menschen in den Ländern liegen, die am meisten unter dem Klimawandel leiden. „Diese Staaten müssen von dem neuen Klimafonds darin unterstützt werden, Anpassungsmaßnahmen zu verwirklichen. Nur so können weitere Hungerkrisen verhindert werden und ein Ausweg aus der Armutsspirale vieler Kleinbauern gefunden werden“, so Ehrenlechner.

Die katholischen Jugendverbände werden sich auch jenseits von Konferenzen für Klimagerechtigkeit einsetzen. Mit Bildungsarbeit in Gruppenstunden, und mit der klimaneutralen Gestaltung von Jugendhäusern und Veranstaltungen leisten, sie schon jetzt einen Beitrag zur Verringerung des CO²-Ausstosses. „Es ist beeindruckend, wie sich junge Menschen auf der ganzen Welt gemeinsam für ihre Zukunft einsetzen. Das Klima geht uns alle an, egal ob man Amerikanerin oder Chinese, Europäerin oder Afrikaner ist“, resümiert Lars Kramm, Internationaler Beauftragter der DPSG.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Weitere Infos unter www.bdkj.de, www.dpsg.de und www.kljb.org

Bundesweite Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen: 2.500 Sternsinger werden in Mainz mit Freude empfangen

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Mainz. „Das Leitwort der 54. Aktion Dreikönigssingen lautet: ‚Klopft an Türen, pocht auf Rechte!’ Die Sternsinger dürfen in Mainz in diesem Jahr an das über 1.000 Jahre alte Willigis-Portal des Mainzer Doms klopfen. Mit Freude werden wir ihnen öffnen.“ Kardinal Karl Lehmann, Bischof von Mainz, fand am Mittwoch die passenden Worte. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der Aktionseröffnung in Mainz freute er sich vor den Vertretern der Medien nicht nur darauf, dass am Mittwoch, 28. Dezember, 2.500 kleine und schon etwas größere Könige nach Mainz kommen werden, der Kardinal lobte zugleich deren Engagement: „Es ist schon längere Zeit eine gemeinsame Überzeugung, dass die Einführung der Sternsinger-Aktion im Verlauf der Jahrzehnte in unserem Land zu einer wirklichen Erfolgsgeschichte geworden ist. Nach 22 Jahren ist die zentrale Eröffnung der Aktion wieder in Mainz. 1989, also im Jahr der Deutschen Einheit, war Mainz zum ersten Mal Gastgeber. Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr wieder diese Rolle übernehmen dürfen.“

Auch wenn der Großteil der Mädchen und Jungen aus dem gastgebenden Bistum zur bundesweiten Eröffnung kommen wird, der Kardinal zeigte sich beeindruckt, dass sich darüber hinaus Gruppen aus den zwölf (Erz-)Bistümern Köln, Speyer, München und Freising, Trier, Bamberg, Würzburg, Freiburg, Paderborn, Hamburg, Münster, Essen und Fulda angemeldet haben. „Die Sternsinger sind zu einem fast selbstverständlichen, sehr stabilen Faktor der kirchlichen Tätigkeit in unseren Gemeinden geworden!“ Neben all den imposanten Zahlen dürfe man laut Kardinal Lehmann jedoch nicht vergessen: „Es geht uns aber nicht nur um die äußeren Erfolge. Es ist ein ganz wichtiges Zeichen, wenn die Sternsinger, also Kinder und Jugendliche, das Evangelium von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und den Segen zu den Menschen bringen. Sie sind überzeugende Botschafter der Kirche. Manchmal klopfen sie an Türen, wo nur wenige Menschen Einlass verlangen und bekommen. Sie besuchen auch viele einsame und kranke Menschen.“

Klopft an Türen, pocht auf Rechte!

Mit ihrem aktuellen Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – während ihrer kommenden Aktion deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt geachtet und unterstützt werden müssen. Die Mädchen und Jungen setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte und die der Gleichaltrigen in aller Welt schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua, dem aktuellen Beispielland, unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.

„Millionen Kinder leiden an Hunger, können nicht lesen und schreiben, sind durch Krieg und Gewalt verstümmelt. Ihre Rechte werden jeden Tag millionenfach verletzt. Mit ihrem Einsatz und der Hilfe der vielen Spenderinnen und Spender verhelfen die Sternsinger Kindern weltweit zu ihrem Recht und zu ein bisschen mehr Gerechtigkeit auf der Welt“, so Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zum Hintergrund der Aktion. Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ machte deutlich, worauf die Sternsinger insbesondere aufmerksam machen werden: „Kein Kind ist wie das andere, aber alle haben dasselbe Recht auf körperliche Unversehrtheit. Kinderrechte sind Menschenrechte. Sie zu verletzen, ist kein Kavaliersdelikt.“

68 Workshops in vier Schulen

Einen Überblick über das Programm am 28. Dezember gab abschließend Pfarrer Markus W. Konrad, Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Mainz, der gemeinsam mit dem Bischöflichen Jugendamt für die Organisation vor Ort verantwortlich zeichnet. 80 hauptberufliche und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden zur Eröffnung im Einsatz sein, bereits im vergangenen Jahr hatten die Planungen begonnen.

Die Eröffnung beginnt um 10.30 Uhr mit einem Bühnenprogramm im Hof des Kurfürstlichen Schlosses. Um 11 Uhr ziehen die Sternsinger zum Marktplatz. Um 11.45 Uhr werden sie dort von Kardinal Lehmann zum Auftakt 2012 begrüßt. In vier Mainzer Schulen starten um 12.15 Uhr Workshop-Angebote. In der Wilhelm-Emmanuel-von Ketteler-Schule, in der Maria Ward-Schule, in der Martinus-Schule und in den Willigis-Schulen werden die Mädchen und Jungen einiges erfahren und erleben zum Thema Kinderrechte und zum Leben von Kindern in Nicaragua. Dabei können die Sternsinger aus jeweils 17 Angeboten wählen. Höhepunkt und Abschluss des Tages bildet der feierliche Gottesdienst mit Kardinal Lehmann um 14.30 Uhr im Mainzer Dom.

Mehr Infos unter www.sternsinger.org