Jugendbischof Wiesemann: Sinnsuche von Jugendlichen ernst nehmen

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, hat dazu aufgerufen, die Sinnsuche von Jugendlichen ernst zu nehmen. „Jugendpastoral hat hier einen genuinen Auftrag: Junge Menschen zu Gott zu führen, ihnen Mut zu machen, auf die vielfältigen Herausforderungen des Lebens Antworten aus dem Glauben an Jesus Christus und in der Gemeinschaft der Kirche zu finden“, betonte der Bischof von Speyer bei der Jahreskonferenz „Jugendseelsorge“ der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) am Freitag auf Burg Rothenfels im Bistum Würzburg vor etwa 70 Teilnehmern. Gerade heutzutage suchten junge Menschen „nach einem tieferen Lebenssinn, haben eine Ahnung davon, dass es mehr geben muss als Geld, Reichtum, Erfolg, Karriere, wissen aber nicht so recht, wie und wo sie suchen können.“ Bischof Wiesemann ist der neue Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im September habe spirituelle Impulse für die Jugendpastoral gegeben, aber auch gleichzeitig gezeigt, „wo wir in unserer Arbeit allzu sehr der Routine anheimfallen und daher einer Korrektur bedürfen“, so Bischof Wiesemann. Entscheidend sei, die Fragen und Sorgen der Jugendlichen zuzulassen, ernst zu nehmen und gemeinsam zu versuchen, Antworten zu finden. Angesichts des Wandels in Kirche und Gesellschaft werde sich auch die Jugendpastoral weiter verändern müssen, sagte der Bischof weiter. „Davor brauchen wir aber keine Angst zu haben, wenn wir diese Weiterentwicklungen – und das wünsche ich uns – ‚verwurzelt in Jesus Christus und auf ihn gegründet, fest im Glauben (Kol 2,7)’ angehen.“

Die vom 8. bis 11. November 2011 dauernde Jahreskonferenz der afj beschäftigte sich mit dem Thema „Jugend, Sexualität und Kirche“. Dazu waren unter anderen der Moraltheologe Prof. Dr. Konrad Hilpert (München) sowie der Sexualpädagoge Prof. Dr. Uwe Sielert (Kiel) geladen. Ziel der Veranstaltung war, Sexualität als existentielles Thema junger Menschen wahrzunehmen. Es brauche eine selbstverständliche katholische Sexualpädagogik, die junge Menschen auf ihrem Weg zu einem gelingenden Leben begleite, so die Experten.

Quelle: Pressestelle Deutsche Bischofskonferenz

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