Johann Christoph Doms ist neuer Sprecher der „aktion kaserne“

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„Wichtiges Amt in einer sich verändernden Bundeswehr“

Düsseldorf, 28. November. Die Bundeskonferenz der Mitgliedsverbände des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat Johann Christoph Doms zum neuen Sprecher der „aktion kaserne“ gewählt. Doms ist 22 Jahre alt und Mitglied der Kolpingjugend. Er löst damit Mattias von Schlichtkrull-Guse (ebenfalls Kolpingjugend) nach sechs Jahren im Amt ab. BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp dankte von Schlichtkrull-Guse für sein Engagement und wünscht „Johnny“ Doms Gottes Segen für das neue Amt. „Es ist ein wichtiges Amt in einer sich verändernden Bundeswehr“, so Rapp.

Geboren 1989 in Celle, hat Doms dort 2008 sein Abitur gemacht und danach den Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet. Nach der Grundausbildung wurde er dort als Mannschaftstransportwagen-Fahrer bei Manövern der Panzertruppenschule eingesetzt. Seit Abschluss des Wehrdienstes studiert er Betriebswirtschaftslehre und Elektrotechnik in München. „Ich kann mir gut vorstellen, die Belange der jungen Soldatinnen und Soldaten zu vertreten“, so Doms vor seiner Wahl. Besonders freue er sich auf Veranstaltungen wie die Soldatenwallfahrt nach Lourdes, die Weltfriedenstage oder die Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Militär.

Die „aktion kaserne“ existiert seit 1969 als „Initiative katholischer Jugendverbände im BDKJ“. Die „aktion kaserne“ engagiert sich mit Seminaren und Veröffentlichungen in der politischen Bildungsarbeit für junge Soldatinnen und Soldaten und vertritt deren Interessen. Mehr Infos auf: http://www.bdkj.de/bdkjde/themen/aktion-kaserne.html.

KLJB, DPSG und MISEREOR: Sitmmen zum Weltklimagipfel in Durban

Zwei unserer Mitgliedsverbände und MISEREOR haben sich zum heute in Durban beginnenden Weltklimagipfel geäußert. Hier findet Ihr die Meldungen:

KLJB: Klimawandel bedroht Existenzen

Internationale Politik verkennt Brisanz der Lage

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) kritisiert das mangelnde Engagement der Vereinten Nationen hinsichtlich eines konsequenten Klimaschutzes. "Durch den Klimawandel fehlt es immer mehr Menschen an Nahrungsmitteln und Wasser. Davor darf die internationale Politik nicht weiter die Augen verschließen", sagt der KLJB-Bundesvorsitzende Wolfgang Ehrenlechner angesichts der bevorstehenden UN-Klimaverhandlungen vom 28. November bis 10. Dezember im südafrikanischen Durban. Die KLJB fordert die Bundesregierung auf, sich dort für ein faires und ambitioniertes Klimaschutzabkommen einzusetzen. www.kljb.org   

DPSG: Pfadfinden auf der Weltklimakonferenz in Durban

Drei Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) vertreten junge Menschen auf der Weltklimakonferenz. Sie treten für mehr Klimaschutz ein, zeigen ihre eigenen Erfolge und berichten live aus Durban.

„Wir fordern gerade von den reichen Ländern wie Deutschland mehr Engagement für den Klimaschutz“, sagt Lars Kramm, Internationaler Beauftragter der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Die Forderung geht aber nicht nur an die Bundesregierung, sondern richtet sich auch an alle Bürgerinnen und Bürger: „Wir fordern jede und jeden auf mitzumachen und die Welt ein Stückchen besser zu verlassen.“ Zusammen mit Magdalena Werner und Antje Kathrin Schroeder aus dem Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit fährt Lars Kramm vom 28.11. bis 9.12. für die DPSG zur Weltklimakonferenz nach Durban, Südafrika. Anlass ist die gemeinsame Jahresaktion des südafrikanischen Pfadfinderverbandes SASA (South African Scout Association) und der DPSG zum Klimaschutz. Die ganze Meldung gibt es hier: http://www.dpsg.de/infopool/presse/pmfiles/pm_cop17_1.pdf

Blog von der Weltklimakonferenz: Magdalena Werner, Antje Kathrin Schroeder und Lars Kramm berichten für die DPSG live aus Durban: http://dpsgcop17.wordpress.com/

MISEREOR: "Vertagen kostet Menschenleben!"

Hilfswerk warnt vor Leerlauf bei der Internationalen Klimakonferenz in Durban

Zu Beginn der 17. UN-Klimakonferenz in Durban warnt MISEREOR Hauptgeschäftsführer Josef Sayer davor, die Lösung der Klima- und Entwicklungskrise weiter aufzuschieben: "Dieses Vertagen kostet Menschenleben!" Auch wenn der große Wurf in Durban noch nicht zu erwarten sei, so sollte doch alles dafür getan werden, dass es bald zu umfassenden Einigungen komme. "Ein ambitioniertes und bindendes Klimaabkommen darf nicht durch die Finanzkrise in den Hintergrund gedrängt werden. Dadurch kann es zu unumkehrbaren Prozessen im Klimasystem kommen, deren Folgen langfristig verheerend sein werden."

Ein Video dazu gibt es hier:

Kinderschutzgesetz: Zeit zum Bessermachen. BDKJ warnt vor Aktionismus und fordert Nachbesserungen

Kinderschutzgesetz: Zeit zum Bessermachen

Katholische Jugend warnt vor Aktionismus der Kommunen und fordert Nachbesserungen für einen wirksameren Schutz von Kindern vor Gewalt

Berlin. 25. November. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert angesichts des heutigen Stopps des Bundeskinderschutzgesetzes Nachbesserung am Gesetz. Die Idee der Familienhebammen zum Beispiel fänden fast alle gut, „nur will sie leider keiner bezahlen“, so BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling am Freitag in Berlin. Der Stopp biete die Chance, nötige Nachbesserungen auf den Weg zu bringen. Gleichzeitig warnt Fehling vor einem blinden Aktionismus, bis das Gesetz klar sei. „Das schafft nur Verunsicherung“.

Das Thema Führungszeugnisse fürs Ehrenamt sei ein Beispiel für den Nachholbedarf, den es am Bundeskinderschutzgesetz gebe. „Uns ist wichtig, dass jetzt vor allem Kommunen nicht ohne gesetzliche Grundlage und entsprechende Vereinbarungen Führungszeugnisse von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und -leitern einfordern.“ Einige Kommunen wie Gummersbach und Radevormald in Nordhrein-Westfalen hätten diese Pflicht im vorauseilenden Gehorsam bereits eingeführt. BDKJ-Verbände aus anderen Städten und Kreisen in Deutschland berichten von starkem Druck, das Führungszeugnis für Ehrenamtliche einzuführen. Fehling: „Das hilft keinem und ist unfair.“

Während dieser Nachweis bei Hauptamtlichen bereits vorgeschrieben und sinnvoll ist, sei die Aussagekraft für Ehrenamtliche in Jugendverbänden zweifelhaft. „Das vermittelt ein falsches Gefühl der Sicherheit“, so Fehling. Entweder seien Straftaten zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgetreten oder würden im Führungszeugnis aus rechtlichen Gründen nicht aufgeführt. Darüber hinaus sei eine Altersgrenze sinnvoll. Der BDKJ setzt beim Thema Prävention vor sexualisierter Gewalt bei Ehrenamtlichen vor allem auf Schulungen der Leiterinnen und Leiter.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Mehr Infos unter www.bdkj.de.

Arbeitshilfe zum Weltfriedenstag erschienen: http://shop.jhd-gmbh.de/de/Jugend-lehrt-und-lernt-Gerechtigkeit-und-Frieden #bdkj

Zum Weltfriedenstag am 13. Januar 2012 richtet sich Papst Benedikt XVI. besonders an die Jugend: „Die Jugend muss lernen, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen.“ Ob es die Ereignisse des Arabischen Frühlings sind oder der Aufbruch in der katholischen Kirche, bei dem auch eine größere Mitwirkung von Laien befürwortet wird: "Jesus ist und bleibt ein Modell der gelebten Liebe." Wir haben wieder gemeinsam mit anderen katholischen Verbänden und Organisationen eine Arbeitshilfe dazu erarbeitet. Hier ist sie: http://shop.jhd-gmbh.de/de/Jugend-lehrt-und-lernt-Gerechtigkeit-und-Frieden

Rechte Gewalt: hinsehen, verfolgen, verhindern. BDKJ warnt vor Verharmlsoung

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Berlin, 23. November. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) warnt vor einer weiteren Verharmlosung rechtsextremer Gewalt in Deutschland. „Dass bei uns Menschen von Rechtsextremen gejagt, verletzt und getötet werden haben Staat und Politik zu lange übersehen und konsequent verharmlost“, so BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling am Mittwoch in Berlin. „Es muss Schluss sein mit dem unerträglichen Wegsehen. Staatliche Behörden müssen konsequenter verfolgen, bestrafen und vor allem: helfen, zu verhindern.“

Der BDKJ begrüßt die fraktionsübergreifende Erklärung des Deutschen Bundestags. Nun müsse die Umsetzung folgen: „Präventionsprojekte müssen ausgeweitet und nicht gekürzt werden. Angebote gegen extremistische Gewalt brauchen eine langfristige und sichere Förderung“, erläutert Fehling. Jugendverbandsarbeit und kirchliche Jugendarbeit mache junge Menschen stark gegen Gewalt und extremistisches Gedankengut.

Dieses sei ein gesamt-gesellschaftliches Problem: „Menschenfeindliche Einstellungen gibt es auch in der Mitte unserer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, diesen in breiten Bündnissen entgegenzutreten“, so Fehling. „Die Morde der Rechtsextremen aus Zwickau sind schrecklich. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Gerade deswegen dürfen wir die Augen nicht davor verschließen, dass die Vorfälle nur die Spitze des Eisberges sind“, betont Fehling. Unterschätzt werde die Rolle weiblicher Neonazis. Der aktuelle Fall zeige: „Rechtsextreme sind nicht mehr nur Männer in Bomberjacken und Springerstiefeln. Frauen übernehmen eine tragende Rolle.“

Besonders Kinder und Jugendlichen würden in perspektivlosen Situationen von rechtsextremen Angeboten angesprochen. „Wo gute Angebote fehlen, nutzen rechtsextreme Gruppen das Vakuum“, so Fehling, die dabei beispielsweise auf strukturschwache Regionen im Osten verweist. Mehr Vertrauen in Demokratie und die sozialen Sicherungssysteme sei die beste Möglichkeit, Extremismus vorzubeugen.

Auch in Teilen der katholischen Kirche gebe es Fremdenfeindlichkeit. „Aber: Die christliche Botschaft und der gesellschaftliche Konsens über die Menschenrechte sind mit Rechtsextremismus unvereinbar. Menschenverachtung hat bei uns keinen Platz“, stellt Fehling klar. Politische Bildungsarbeit und Sensibilisierung von Leiterinnen und Leitern gehöre in den katholischen Jugendverbänden zum Standard. „Wir setzen uns für Demokratie, Toleranz und Vielfalt ein und handeln aus christlicher Überzeugung gegen Rechtsextremismus.“

Auch die Evangelische Jugend in Deutschland hat dazu eine Stellungnahme veröffentlicht. Diese findet Ihr hier: http://evangelische-jugend.de/News-Single.44.0.html?&cHash=248150777b5f590b85819d31cbd80d4d&tx_ttnews[tt_news]=590

/mik

 

„Stimmen der Jugend“: Ansprache von Eugenio Pacelli 1937 an die katholische Jugend

„Stimmen der Jugend“ Zwischen 1934 und 1937 veröffentlichte das Jugendhaus Düsseldorf, Zentralstelle des Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands (KJMVD), die Schallplattenserie „Stimmen der Jugend“. Neben alten und neuen Liedern von und mit Adolf Lohmann und Georg Thurmair umfasst die Serie Reden des Generalpräses des KJMVD, Ludwig Wolker. Die Schallplatten kamen in den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur deutschlandweit in den Gruppenstunden des Verbandes zum Einsatz. Betrachtet man die Gebrauchsspuren an ihnen, so wurden sie häufig benutzt, was vor allem für die sechste Platte der sechsten Folge gilt. Während die einzelnen Reihen entweder in Altenberg oder Düsseldorf aufgenommen wurden, so widmet sich die sechste Reihe ausschließlich Rom. Unter dem Titel „Tu es Petrus“ ist Musik, u.a. aus der Capella Sixtina, sowie auf der sechsten Platte eine Rede Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacellis zu hören. Seine Rede an die deutschen Jugen wurde im April 1937 veröffentlicht, also kurz nach der Enzyklika „Mit brennender Sorge“.
Der KJMVD, verboten 1939, wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges nicht wieder gegründet, sondern ging in dem 1947 gegründeten Bund der Deutschen Katholischen (BDKJ) auf. (Text: Maria Wego, Referat Archiv, Dokumentation und Wissensmanagement im Jugendhaus Düsseldorf)

Dirk Tänzler hatte Papst Benedikt bei seinem Treffen in Freiburg eine Schallplatte aus der Reihe „Stimmen der Jugend“ überreicht. Hier ist der Wortlaut der Ansprache des damaligen Kardinalstaatssekretärs Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII, an die deutsche Jugend aus dem Jahr 1937:

„Ihr habt mich um ein Wort an katholische Jugend Deutschlands gebeten. Gerne erfülle ich euren Wunsch, denn es handelt sich um ein Wort an diejenigen, auf denen und in denen Gott die Zukunft seiner Kirche in einem Volke aufbauen wird, das dem Herzen des höchsten Oberhauptes der Kirche, des Vaters der Christenheit, so nahe steht, und das in der Vergangenheit so wesentliche Seiten in die Annalen der europäischen Menschheit und der Kirche eingezeichnet hat. Zunächst wünsche ich der katholischen Jugend Deutschlands die Gnade felsenharten und frohen Glaubens. Nur aus dem Jungbrunnen solchen lebendigen, übernatürlichen Glaubens quellen die Kräfte mannhafter Heiligkeit.
Gläubig ist die Jugend, die in Demut ihr Knie beugt vor dem allmächtigen Gott und seinem heiligen Besitz. Gläubig ist die Jugend, die durch Christus, mit Christus und in Christus lebt in der glückhaften Sicherheit, dass in ihm die Fülle der Gottheit wohnt, dass wir durch ihn – und nur durch ihn – Erlösung, Gnade und ewiges Leben erlangen. Gläubig ist die Jugend, die bewusst Jugend der Kirche sein will und stolz ist, es zu zeigen. Nicht aus menschlichen Erwägungen, nicht aus geschichtlicher Gewöhnung, sondern um Christi Willen, weil diese Kirche, Christi Kirche, weil sie der fortlebende Christus ist. Gläubig ist die Jugend, die schon ganz früh das große Gebot der aus dem Gottesglauben erwachsenden Nächstenliebe erfasst, die um Christi Willen nicht glücklich sein kann und nicht Glücklichsein macht, wenn sie nicht auch die Mitmenschen, allen voran die Notleidenden und die Verzagten, Gott und einem menschenwürdigen Dasein zuführen kann. Möchten doch alle Kreise eures Volkes erkennen, dass es solcher Jugend getrost die gleichberechtigte Mitarbeit am Aufbau eines glücklichen Deutschland anvertraut werden kann.
Als Heim- und Pflegestätte solchen Glaubens wünsche ich der katholischen Jugend Deutschlands die Gottesgabe wahren christlichen Familiengeistes und Familienglückes, dass sie heranwachse im lebenden Sonnenschein nimmermüder Vatersorge, alles verstehender Mutterliebe, dass sie zu Vater und Mutter aufschaue mit jener Ehrfurcht und Liebe, die immerfort und allerorts die unerlässliche Vorbedingung gesunder Familien- und Volkskultur gebildet haben und bilden werden. Mit jener Ehrfurcht und Liebe, die für den Gläubigen Sinnbild und Abglanz der Ehrfurcht und Liebe Gott gegenüber sind.
Ich wünsche der katholischen Jugend Deutschlands den Willen und das Streben nach rastloser Selbstheiligung. Höchstes Jugendglück ersteht immer auch auf dem Fundament unentweihter Jugendreinheit. Sich in Selbstbeherrschung, in nimmermüdem Kampf zu bewusster, in gewollter Reinheit durchringen, dass ist die sittliche Kraftprobe, in der heldische Menschen wachsen. Hier den Sieg davontragen, heißt Gewähr dafür bieten, dass man imstande sein wird, Spitzenleistungen zu schaffen, auch im Bereich des Gemeinschaftslebens. Das ein gesteigertes Dienen und Opfernis, ein Fügen des Eigennutzes, ein selbstvergessenes Fördern des Gemeinnutzes. Einer Jugend, die mit solchen seelischen Hochland aufgewachsen ist, können Volk und Staat getrost ihre Zukunft anvertrauen. Ich wünsche der katholischen Jugend Deutschlands endlich jene innere Treugesinnung und äußere Treubewährung, die der stille Adel um die Krone der Begnadeten und Auserwählten ziehen. Die verflossenen Jahre haben euch erkennen lassen, was Treue zu Gott, Christus und Kirche besagen kann.
In der unbedingten Treue, zu dem was Gott, Christus und Kirche von euch erwarten, nicht das große, manchmal leidreiche, immer aber ruhmvolle Apostolat, das euch für diese Jahre schwerster Entscheidungen und der Vorsehung zugewiesen ist. Einmal wird der Tag dämmern, wo der Edelmut und die Uneigennützigkeit dieses eures Apostolats auch solchen offenbar werden wird, die euch heute noch nicht verstehen. Der Tag, wo alle Gutgesinnten im wiedergewonnen Frieden und neu entdeckten Brudersinn zugestehen werden, dass ihr durch dieses Apostolat der Treue auch eurem Volk und Vaterlande edelsten Dienst erwiesen habt. Wirr sind die Zeiten, wie gewaltig die Aufgaben, die sich stellen, für keinen schwerer, für keinen verantwortungsreicher als für euch, die ihr die Vorhut der Zukunft seid. Die Augen des Vaters der Christenheit ruhen auf euch. Seine Gebete begleiten euch. Sein Segen ist euch nahe für und für in eurem treuen Seelenwirken zu Gottes Ehre, zur Mehrung des Reiches Christi, zur wahren und dauernden Wohlfahrt eures Volkes und Vaterlandes.“
Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli
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„Gerne erteilt Papst Benedikt XVI Ihnen und allen Mitgliedern des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend den Apostolischen Segen“

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So endet das Dankesschreiben des Vatikans für das Geschenk des BDKJ-Bundesvorstandes. Dirk Tänzler hatte Papst Benedikt bei seinem Treffen in Freiburg eine Schallplatte überreicht. Darauf findet sich eine Ansprache des damaligen Kardinalstaatssekretärs Eugenio Pacelli , dem späteren Papst Pius XII, an die deutsche Jugend aus dem Jahr 1937. Den päpstlichen Segen leiten wir Euch natürlich gerne weiter! /mik

Mehr Mensch, weniger Wirtschaft: BDKJ fordert zum BMZ-Jubiläum eine konsequente Entwicklungspolitik

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Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gratuliert dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zum 50-jährigen Bestehen. „Bei allen Erfolgen ist der Auftrag des Ministeriums, Lebensbedingungen zu verbessern und zur Umsetzung der Menschenrechte weltweit beizutragen, noch lange nicht erfüllt“, mahnt Dirk Tänzler, BDKJ-Bundesvorsitzender, am Freitag in Düsseldorf.

Angesichts von weltweit knapp einer Milliarde hungernder Menschen müsse das Ministerium dabei den Fokus auf die Benachteiligten richten. „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht die wirtschaftlichen Interessen“, so Tänzler. Dagegen mache das neue entwicklungspolitische Konzept der Bundesregierung „Chancen schaffen, Zukunft entwickeln“ eher den Anschein, auf die Potentiale für deutsche Unternehmen zu achten, als auf die Hilfe für hungernde und Not Leidende. Der BDKJ fordert daher eine menschenrechtsbasierte Entwicklungspolitik.

Darüber hinaus dürfe die europäische Schuldenkrise keine Ausrede dafür sein, das international vereinbarte Ziel zu verfehlen, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Die Einnahmen aus einer endlich zu schaffenden Finanztransaktionssteuer müssten für Entwicklung und Armutsbekämpfung eingesetzt werden.

Als Dachverband der katholischen Jugend hat der BDKJ vor allem die Rechte und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Blick. „Perspektivlosigkeit, mangelnde Schulbildung, Hunger und Armut betreffen Jugendliche besonders hart“, mahnt Tänzler. Die Hälfte aller Jugendlichen weltweit lebt in den am wenigsten entwickelten Ländern; 70 Prozent der Ärmsten der Welt sind Mädchen und Frauen.

„Chancen schaffen und Zukunft entwickeln geht weder in Deutschland noch in anderen Ländern ohne junge Menschen mit einzubeziehen“, fordert Tänzler. „Die Erfolgsgeschichte des Fairen Handels zeigt, dass aus den Visionen und dem Engagement junger Menschen entwicklungspolitisch Wirksames entstehen kann.“ Die katholischen Jugendverbände sind Mitbegründer des Fairen Handels in Deutschland und tragen unter anderem die bundesweite Sternsinger-Aktion mit.

Jugendbischof Wiesemann: Sinnsuche von Jugendlichen ernst nehmen

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, hat dazu aufgerufen, die Sinnsuche von Jugendlichen ernst zu nehmen. „Jugendpastoral hat hier einen genuinen Auftrag: Junge Menschen zu Gott zu führen, ihnen Mut zu machen, auf die vielfältigen Herausforderungen des Lebens Antworten aus dem Glauben an Jesus Christus und in der Gemeinschaft der Kirche zu finden“, betonte der Bischof von Speyer bei der Jahreskonferenz „Jugendseelsorge“ der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) am Freitag auf Burg Rothenfels im Bistum Würzburg vor etwa 70 Teilnehmern. Gerade heutzutage suchten junge Menschen „nach einem tieferen Lebenssinn, haben eine Ahnung davon, dass es mehr geben muss als Geld, Reichtum, Erfolg, Karriere, wissen aber nicht so recht, wie und wo sie suchen können.“ Bischof Wiesemann ist der neue Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im September habe spirituelle Impulse für die Jugendpastoral gegeben, aber auch gleichzeitig gezeigt, „wo wir in unserer Arbeit allzu sehr der Routine anheimfallen und daher einer Korrektur bedürfen“, so Bischof Wiesemann. Entscheidend sei, die Fragen und Sorgen der Jugendlichen zuzulassen, ernst zu nehmen und gemeinsam zu versuchen, Antworten zu finden. Angesichts des Wandels in Kirche und Gesellschaft werde sich auch die Jugendpastoral weiter verändern müssen, sagte der Bischof weiter. „Davor brauchen wir aber keine Angst zu haben, wenn wir diese Weiterentwicklungen – und das wünsche ich uns – ‚verwurzelt in Jesus Christus und auf ihn gegründet, fest im Glauben (Kol 2,7)’ angehen.“

Die vom 8. bis 11. November 2011 dauernde Jahreskonferenz der afj beschäftigte sich mit dem Thema „Jugend, Sexualität und Kirche“. Dazu waren unter anderen der Moraltheologe Prof. Dr. Konrad Hilpert (München) sowie der Sexualpädagoge Prof. Dr. Uwe Sielert (Kiel) geladen. Ziel der Veranstaltung war, Sexualität als existentielles Thema junger Menschen wahrzunehmen. Es brauche eine selbstverständliche katholische Sexualpädagogik, die junge Menschen auf ihrem Weg zu einem gelingenden Leben begleite, so die Experten.

Quelle: Pressestelle Deutsche Bischofskonferenz