Einfach beeindruckend, der Kreuzweg

Heute Morgen geht mir immer noch der Jugendkreuzweg von gestern Abend durch den Kopf. Ich saß mit tausenden junger Christinnen und Christen in der Calle de Alcalá vor der Leinwand und habe dort den Weg des Kreuzes verfolgt. Traditionelle spanische Darstellungen visualisierten das Geschehen, das in den Texten vorgetragen wurde. Und jede Station hatte einen Bezug zur Lebenswelt junger Menschen. Seien es die behinderten und ausgegrenzten, die arbeitslosen oder von Katastrophen und Unruhen Geplagten, alles fand seinen Ausdruck und wurde im stillen Geben vor Gott getragen. Das Weltjugendtagskreuz, das schon an vielen Orten dieser Welt aufgestellt wurde und zum Gebet einlud stand auch hier im Mittelpunkt und wurde von unterschiedlichen Gruppen getragen. Großen Respekt hatte ich dabei vor den jungen Menschen, die ihre Drogensucht überwunden haben, die arbeitslos sind, die sich von der Gesellschaft verlassen und ausgegrenzt fühlten oder wegen ihres Glaubens in ihrer Heimat verfolgt werden: Sie alle trugen das Kreuz von einer Station zur anderen, gaben den Themen ein Gesicht und verhalfen mir, diese Lebenssituationen wirklich im Gebet mitzutragen. Im Mittelpunkt dieser Feier standen die jungen Menschen und ihre Lebensrealität, der Kreuzweg Christi und das gemeinsame Gebet. Papst Benedikt fasste alles am Ende in wenigen Worten und in einem Gebet zusammen.

Beeindruckt hat mich auch die Stille und die Andacht um mich herum. Sogar die wummernden Bässe aus einer benachbarten Kneipe wurden bald abgestellt, um diesem Geschehen seinen Raum zu lassen. Für mich war das bisher einer der Höhepunkte dieser Tage

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