Katholische Jugend will Beteiligung und Veränderung. Zusammenfassung wchtiger Themen der BDKJ-Hauptversammlung #bdkjhv

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Jugend will Beteiligung und Veränderung

Die katholischen Jugendverbände setzen sich dafür ein, dass Kirche und Politik jugendgerechter werden. Hauptversammlung in Altenberg zu Ende gegangen.

Altenberg (Odenthal), 22. Mai. Am Sonntagmittag ist in Altenberg die Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu Ende gegangen. In vier Tagen haben rund 100 Delegierte aus ganz Deutschland Beschlüsse für die katholischen Jugendverbände und -organisationen und die Interessenvertretung für die 660.000 Mitglieder gefasst.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand der von den deutschen Bischöfen initiierte Gesprächsprozess. Mit dem Papier „Freiheit der Kinder Gottes“ will der BDKJ seine Vorstellungen von Kirche ins Gespräch bringen. Geschlechtergerechtigkeit, Beteiligung und Spiritualität nennt der BDKJ als dringliche Themen, über die katholische Jugendverbände reden möchten. „Wir gehen mit Grundhaltungen aber ohne einen fertigen Plan für die Kirche im 21. Jahrhundert in den Dialog. Umgekehrt erwarten wir von Anderen die Bereitschaft, sich ernsthaft mit unseren Vorstellungen auseinanderzusetzen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler, den die Versammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigte. Konkret will der BDKJ den Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern ansprechen und für die Position eintreten, dass der Zölibat keine verpflichtende Zugangsvoraussetzung für das Weiheamt sein muss und die verantwortliche Beteiligung von Laien gestärkt werden soll.

Politik: Junge Menschen ernst nehmen

Eine bessere Beteiligung junger Menschen fordert der BDKJ auch in der Politik. „Es gibt zwar vielerorts Bemühungen, junge Menschen in politische Prozesse einzubinden, häufig bleibt es aber nur bei einer Scheinbeteiligung. Das muss sich vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft dringend ändern“, so BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling. Die BDKJ-Hauptversammlung spricht sich deshalb für mehr echte Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung in der Kommune, mehr demokratische Mitbestimmung in Schulen und Betrieben und an Universitäten sowie die Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus. Ein gutes Beispiel für gelungene Jugendbeteiligung sei die heutige Wahl in Bremen, bei der sich 16-Jähirge erstmals an einer Landtagswahl beteiligen können. „Jugendlichen müssen tatsächliche Entscheidungsbefugnisse eingeräumt werden, damit sie früher mitbestimmen können, wie sie Gesellschaft gestalten wollen“, so Fehling. 

Hunger besser bekämpfen

Entwicklungspolitik gehört zu den Kernthemen katholischer Jugendverbandsarbeit. Deshalb griffen die Delegierten mit dem Papier „Wir haben den Hunger satt“ Politik an, weil sie den Kampf gegen den Hunger vernachlässigt. „Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen des Hungers – obwohl es genügend Lebensmittel für zwölf Milliarden Menschen gibt. Was fehlt, ist der politische Wille, den Welthandel gerecht zu gestalten“, erklärt Tänzler. Das größte Problem seien die Strukturen der Weltwirtschaft, die sich nach dem größtmöglichen Profit der Mächtigen richteten. Kritisch bewerten die Jugendverbände auch die Ausweitung der Ethanolproduktion für den neuen Treibstoff E10 und die Konzentration im Lebensmittelmarkt. „Hier können wir alle etwas tun: Ein kritisches Einkaufsverhalten kann dazu beitragen, das Hungerproblem zu lösen“, so Tänzler.

Dirk Tänzer wieder gewählt

Die BDKJ-Hauptversammlung bestätigte den 42-jährigen Duisburger für weitere drei Jahre als Bundesvorsitzenden. Zusammen mit Ursula Fehling (Bundesvorsitzende) und Pfr. Simon Rapp (Bundespräses) bildet Tänzler weiterhin die Spitze der katholischen Jugendverbandsarbeit in Deutschland.

Die BDKJ-Hauptversammlung ist das höchste demokratische Gremium der katholischen Jugendverbände. Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Nachrichten und

ú                     Druckfähige Bilder findet Ihr unter: http://www.bdkj.de/bdkjde/presse.html

ú                     Die fertigen Beschlusstexte gibt es unter www.bdkj.de

Jugend besser beteiligen! BDKJ fordert mehr Mitbestimmung und die Absenkung des Wahlalters #bdkjhv

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Jugend besser beteiligen

BDKJ fordert mehr Mitbestimmung in Kommunen, Betrieben und Schulen – und die Absenkung des Wahlalters.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert, dass die Beteiligung von Jugendlichen in Deutschland nicht ernst genug genommen wird. „Es gibt zwar vielerorts Bemühungen, junge Menschen in politische Prozesse einzubinden, häufig bleibt es aber nur bei einer Scheinbeteiligung. Das muss sich vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft dringend ändern“, fordert BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling. Die heute in Altenberg zu Ende gegangene BDKJ-Hauptversammlung spricht sich deshalb für mehr echte Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung in der Kommune, mehr demokratische Mitbestimmung in Schulen und Betrieben und an Universitäten sowie die Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus.

Ein gutes Beispiel für gelungene Jugendbeteiligung sei die heutige Wahl in Bremen, bei der sich 16-Jähirge erstmals an einer Landtagswahl beteiligen können. „Jugendlichen müssen tatsächliche Entscheidungsbefugnisse eingeräumt werden, damit sie früher mitbestimmen können, wie sie Gesellschaft gestalten wollen“, so Fehling.  Dabei müsse es mehr generationengerechte Beteiligungsmöglichkeiten geben und neue Möglichkeiten der politischen Meinungsäußerung anerkannt und gefördert werden. Die katholischen Jugendverbände verpflichten sich gleichzeitig, ihre eigenen Strukturen immer wieder auf ausreichende Partizipationsmöglichkeiten zu überprüfen. „Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie und werden es auch in Zukunft bleiben.“

Damit ist die BDKJ-Hauptversammlung in Altenberg zu Ende gegangen. Rund 100 Delegierte aus der ganzen Bundesrepublik nahmen daran teil. Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Mehr Infos www.bdkj.de.

Den Beschluss gibt es spätestens am Dienstag in auf www.bdkj.de.

BDKJ-Hauptversammlung 2011 beendet #bdkjhv Gute Heimreise!

Mit einem Beschluss-Marathon ist die diesjährige Hauptversammlung des BDKJ in Altenberg zu Ende gegangen. Zu fast allen Anträgen konnten die Delegierte Beschlüsse fassen. Nur der Bildungspolitische Antrag wurde in den Hauptausschuss überwiesen. Eine Zusammenfassende Pressemitteilung folgt bis 15 Uhr. Allen Delegierten und Gästen eine gute Heimreise! /mik

Wir haben der Hunger satt! BDKJ kritisert Politik für mangelnden Kampf gegen den Hunger #bdkjhv

Wir haben den Hunger satt!

BDKJ fordert Politik zum Handeln auf.

Altenberg (Odenthal), 22. Mai. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wirft der Politik vor zu wenig im Kampf gegen den Hunger zu tun. „Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen des Hungers – obwohl es genügend Lebensmittel für zwölf Milliarden Menschen gibt. Was fehlt ist der politische Wille, den Welthandel gerecht zu gestalten“, erklärt BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler am Samstag in Altenberg. Dort fordert die BDKJ-Hauptversammlung unter dem Titel „Wir haben den Hunger satt!“ Maßnahmen im Kampf gegen den Hunger.

„Das größte Problem sind die Strukturen der Weltwirtschaft, die sich nach dem größtmöglichen Profit der Mächtigen richten“, so Tänzler. Die Tatsache, dass zwei Drittel der so genannten Entwicklungsländer unterm Strich Lebensmittel importieren müssen, obwohl es sich größtenteils um Agrarländer handelt, mache die Verantwortung der Internationalen Welthandelspolitik deutlich. Dazu komme, dass die Europäische Union die Zerstörung lokaler Märkte und damit die Zerstörung von Existenzen in Kauf nehme. Deshalb müsse bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) bis zum Jahr 2014 das Recht auf Nahrung der Erschließung neuer Exportmärkte vorgezogen werden.

Verstärkt werden Nahrungsmittelflächen zur Produktion von Energiepflanzen genutzt. „Mais und Getreide werden immer häufiger zu Bioethanol und Biodiesel umgewandelt. Der Energiehunger der Autofahrenden siegt über den Hunger der einheimischen Bevölkerung“, heißt es im Beschluss. „Deshalb sehen wir die Ausweitung der Ethanolproduktion für den neuen Treibstoff E10 sehr kritisch“, so Tänzler. Eine weitere Ursache des Hungers ist die Konzentration im Lebensmittelmarkt: In Deutschland vertreiben etwa fünf Supermarktketten 90 Prozent der Lebensmittel. Sie sorgen für einen enormen Preisdruck und somit für schlechte Produktions- und Arbeitsbedingungen. „Hier können wir alle etwas tun: Ein kritisches Einkaufsverhalten kann dazu beitragen, das Hungerproblem zu lösen“, so Tänzler.

Die Bundesregierung fordert der BDKJ auf, ihre Agrar-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik an der weltweiten Entwicklung auszurichten, nicht an deutschen Wirtschaftsinteressen. Die BDKJ-Hauptversammlung, die noch bis Sonntag in Altenberg tagt, ist das höchste demokratische Gremium des BDKJ. Rund 100 Delegierte aus der ganzen Bundesrepublik nehmen daran teil. Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Den Beschluss gibt es hier: http://www.bdkj.de/fileadmin/redakteur/Dokumente/HV/2011/Beschluesse/5%2021%2…

Endspurt in Altenberg: #bdkjhv geht auf die Zielgerade

Nach einem schönen Gottesdienst im Altenberger Dom gab’s gestern noch was auf die Ohren: Die Delegierten bildeten auf einer Open Stage spontan eine wechselnde Band. Sehr zur Freude des bald selber singenden Auditoriums. Gesungen und gejamt wurde bis tief in die Nacht. Ihre Stimmen brauchen die Delegierten aber gleich wieder: Denn dann beginnt der Schlussakt der diesjährigen Hauptversammlung. Bis 12 Uhr stehen noch einige Anträge auf der Tagesordnung, darunter das jugendpolitische Papier „Jugend beteiligen“ /mik

 

Katholische Jugend setzt sich für Veränderungen ein #bdkjhv

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Gleichberechtigung, Beteiligung, Spiritualität: Zum Gesprächsprozess stellt der BDKJ Eckpunkte für den Aufbruch der Kirche zur Debatte.
Altenberg (Odenthal), 21. Mai. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend will im angekündigten Dialogprozess mit Bischöfen und kirchlichen Verantwortlichen über Veränderungen in der Kirche ins Gespräch kommen. Unter dem Titel „Freiheit der Kinder Gottes“ hat die BDKJ-Hauptversammlung am Samstag in Altenberg Eckpunkte beschlossen, die zu einem Aufbruch der Kirche in Deutschland beitragen können. Dabei nennt der BDKJ Geschlechtergerechtigkeit, Beteiligung und Spiritualität als dringliche Themen, über die katholische Jugendverbände reden möchten.
„Wir gehen ohne einen fertigen Plan aber mit Grundhaltungen für die Kirche im 21. Jahrhundert in den Dialog. Umgekehrt erwarten wir von Anderen die Bereitschaft, sich ernsthaft mit unseren Vorstellungen auseinanderzusetzen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Der Einsatz von Laien in der Geistlichen Verbandsleitung, unsere demokratischen Verbandsprinzipien und das gute Miteinander von Frauen und Männern zeigen, dass Jugendverbände Vieles von dem leben, was wir uns für die ganze Kirche wünschen.“ Wichtig sei, dass es im Dialog keine Tabuthemen gebe – auch nicht für schwierige Themen, die nur auf weltkirchlicher Ebene entschieden werden können. Dies passe zur geistlichen Dimension des Prozesses: „Es geht darum, dass wir – Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Frauen und Männer, Laien, Priester und Bischöfe – miteinander teilen, was uns bewegt. Nur so kann sich Spiritualität entfalten.“
In dem Beschluss stellt der BDKJ eine „einseitige Rollenverteilung der Geschlechter“ fest. Die Jugendverbände möchten deswegen über den Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern sprechen, wie die BDKJ-Bundesfrauenkonferenz in ihrem Beschluss herausstellt. „Wir setzen uns dafür ein, dass sich Mädchen und Frauen stärker mit ihren Erfahrungen, Überzeugungen und Charismen in der Kirche einbringen können“, so BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling. Ferner vertritt der BDKJ in der Debatte die Meinung, dass der Zölibat keine verpflichtende Zugangsvoraussetzung für das Weiheamt sein muss und die aktive Laien-Mitwirkung an der Wahl von Amtsträgern möglich ist.
Bundesvorstand bedauert Missverständnisse
Derweil bedauert der BDKJ-Bundesvorstand die durch Medienberichte hervorgerufenen Missverständnisse zu einem vermeintlichen „Thesenanschlag“. Tänzler: „Wir haben schlichtweg Zwischenergebnisse aus einer Kleingruppenarbeit auf gehängt. Wir wollten so deutlich machen, dass uns das Gespräch über die Themen sehr wichtig ist. Die katholische Kirche ist unsere Heimat. Wir arbeiten weiter daran, dass sie das für möglichst viele junge Menschen wird. Deshalb wünschen wir uns einen ernsthaften Aufbruch und freuen uns auf einen offenen Dialog.“
Die BDKJ-Hauptversammlung, die noch bis Sonntag in Altenberg tagt, ist das höchste demokratische Gremium des BDKJ. Rund 100 Delegierte aus der ganzen Bundesrepublik nehmen daran teil. Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Mehr Infos unter www.bdkj.de.

Den Beschluss gibt es in Kürze auf www.bdkj.de.