Abwesenheitsnotiz: [bdkj] Re: „So viel königlichen Besuch hatten wir hier noch nie“. 53. Aktion Dreikönigssingen in Essen eröffnet #sternsinger

Vielen Dank…

…für die Nachricht.

Ich bin am Montag, 10. Januar, wieder im Büro.
Für dringende Presseanfragen erreichen Sie mich am 29./30. Dezemeber und dann wieder ab 4. Januar unter 0176 1 795 60 99.

Mit den besten Wünschen zu Weihnachten und zum neuen Jahr grüßt

Michael Kreuzfelder

Pressesprecher des BDKJ-Bundesvorstandes / Referent für Öffentlichkeitsarbeit an der BDKJ-Bundesstelle

„So viel königlichen Besuch hatten wir hier noch nie“. 53. Aktion Dreikönigssingen in Essen eröffnet #sternsinger

Essen.  Mit einem bunten Sternsingerzug durch die Essener Innenstadt ist die 53. Aktion Dreikönigssingen in Essen eröffnet worden. Pünktlich um 10 Uhr fiel im Essener Dom der Startschuss. Über 1.000 Sternsinger aus sieben deutschen Diözesen waren in die Ruhrstadt gekommen. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger und der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Reinhard Paß, begrüßten die Kinder. Mit Sternen, Kronen und prächtigen Gewändern sorgten die kleinen Könige nicht nur für ein farbenfrohes Bild und sondern auch für einen königlichen Ausklang des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010. Das Bistum Essen war erstmals Gastgeber einer bundesweiten Eröffnung der Sternsingeraktion.

Der Dom platzte angesichts des königlichen Andrangs aus allen Nähten. Ohne Scheu stellten die Sternsinger Anthony Amadi (10) und Michelle Lurtz (13), beide aus der Gemeinde St. Peter und Paul in Duisburg, sowie Christoph Melles (13) und Deborah Oppermann (9) aus der Bottroper Gemeinde St. Ludgerus der Prominenz einige Quizfragen. Dabei zeigten sich alle gut übers Sternsingen informiert. Für den damals vierjährigen Voigtsberger waren die Sternsinger, die in seiner Allgäuer Heimat durch den Schnee zogen, „Schneekönige". Und er war stolz, sie endlich gesehen zu haben. Oberbürgermeister Paß war als Kind selbst als Sternsinger unterwegs. Und Bischof Overbeck freute sich: „So viel königlichen Besuch hatten wir hier noch nie.“

Lang zog sich der Zug der kleinen Könige anschließend durch die Essener Innenstadt und endete am Colosseum-Theater. Dort, wo sonst Musicalstars bejubelt werden, feierten die Sternsinger eine gänzlich andere Premiere: Den Eröffnungsgottesdienst mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Bischof Overbeck. In Gebeten und Liedern und mit Beispielen aus ihrem Leben machten Kinder deutlich, wie sie im Alltag Stärke zeigen. Denn das Motto der Aktion heißt „Kinder zeigen Stärke“. Und weil die Sternsinger in diesem Jahr besonders nach Kambodscha blicken, schickten Kinder aus dem südostasiatischen Land per Video einen Segensgruß nach Essen und dankten für die Hilfe, die sie durch die Sternsinger in Deutschland erfahren. Mitgetanzt hatten dabei auch Kinder im Rollstuhl, die ihre Beine durch Landminen verloren. Mit der aktuellen Aktion setzen sich die kleinen Könige in Deutschland besonders für Kinder ein, die mit einer Behinderung leben müssen.

„Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr leistet. Und ich bin richtig stolz auf euch“, sagte dann auch Bischof Overbeck in seiner Predigt. Wenn die Sternsinger für Gott auf die Straße gingen, zeigten sie Stärke. Stark zu sein heiße aber auch, „seine Stärke für andere zu nutzen“. Und das täten die Sternsinger auf eindrucksvolle Weise. Denn das gesammelte Geld ist für Kinder in Not bestimmt. „Ihr tragt dazu bei, dass Kinder in Kambodscha und in vielen anderen Ländern der Erde stark sein können“, betonte der Bischof. „Mit eurer Hilfe können Heime gebaut werden, können Kinder zur Schule gehen und die Hilfe bekommen, die sie brauchen.“

„Wir finden euch stark und ihr seid einfach stark“

Darüber hinaus gäben die Sternsinger am Ende des Kulturhauptstadtjahres ein eindrucksvolles Zeichen für die Präsenz von Christen in der Gesellschaft. Passend dazu erklang dann auch eine Essener Eigenkomposition: „Kultur an der Ruhr, begleitet uns nur, egal ob arm oder reich, wir sind alle gleich, ziehn durch das Revier, halten vor jeder Tür, singen für Euch ein Lied, das den Hunger besiegt“. Am Ende sandten dann Prälat Krämer und Pfarrer Rapp die Sternsinger offiziell mit den Worten aus: „Wir finden euch stark und ihr seid einfach stark.“

Nachmittags beschäftigten sich die Sternsinger in Workshops mit der Situation von Mädchen und Jungen mit Behinderung und in Kambodscha. Sie probten Rollstuhlfahren in einem Parcours, lernten Gebärdensprache, hörten aus erster Hand Berichte aus dem Land. Und die kleinen Könige konnten in Mitmachangebote ihre Stärke zeigen, etwa beim Abseilen von einem 20 Meter hohen Stahlträger in der alten Industriehalle. Das Fazit war für Geburtstagskind Deborah (9) klar: „Das war bislang mein schönster Geburtstag – mit 1.000 Königs-Kindern.“ Auch für die weit gereisten 45 Sternsinger aus Traunstein hatte sich der Dreitagestrip zur bundesweiten Aussendung ins Ruhrgebiet wieder mal gelohnt. Johannes Fellner (15): „Die Atmosphäre hier war einmalig. Und es gibt richtig Kraft für die kommenden Tage, wenn wir unterwegs sind von Tür zu Tür.“

500.000 Sternsinger machen sich in Deutschland auf den Weg

Bis in den Januar hinein werden sich überall in Deutschland 500.000 Mädchen und Jungen bei der Aktion Dreikönigssingen engagieren, den Segen bringen und Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. Begleitet werden sie dabei von rund 80.000 Ehrenamtlichen. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 730 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 58.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 52. Aktion zum Jahresbeginn 2010 sammelten die Mädchen und Jungen aus 11.853 Pfarrgemeinden 40,6 Millionen Euro. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger.

5.452 Zeichen                        803 Worte

DKS-Nr. 26 / 2010

do/mik

Hinweis an die Redaktionen: Alle Informationen zur 53. Aktion Dreikönigssingen finden Sie auf unserer Website www.sternsinger.de – aktuelle Pressemitteilungen, digitale Pressemappen, O-Töne und Beiträge für den Hörfunk, einen Filmbeitrag zur Aktion sowie Grafiken und aktuelle Fotos zu den Veranstaltungen stellen wir Ihnen dort zum Download zur Verfügung.

Zur Eröffnung in Essen bieten wir Ihnen aktuelle Fotos, sowie in Kürze einen Hörfunkbeitrag sowie einen Web-TV-Beitrag zum Download an: www.sternsinger.org/pressedownload.html

2010-12-30_dks_eroeffnung_esse02010-12-30_dks_eroeffnung_esse12010-12-30_dks_eroeffnung_esse22010-12-30_dks_eroeffnung_esse

Mit Geburt ausgebildet? Katholische Jugend zu den PISA-Ergebnissen

PISA: Die katholischen Jugendverbände finden, dass sich dringend etwas tun muss, damit junge Menschen von Anfang an gleiche Chancen bekommen.

Berlin, 7. Dezember. „Mini-Verbesserungen täuschen nicht über den Skandal hinweg, dass Bildung in Deutschland immer noch mit der Geburt in ein Umfeld entschieden wird.“ So kommentiert Ursula Fehling, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), heute die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie.

„Es hat sich nichts geändert: Die Herkunft entscheidet über die Qualität der Bildung. Und das Schlimme: Die Erkenntnis ist nicht neu. Das dürfen Politik und Gesellschaft nicht länger hinnehmen“, so Fehling. Als besonders erschreckend werten die katholischen Jugendverbände, dass Schulen in sozialen Brennpunkten offenbar schlechter ausgestattet sind, als in wohlhabenden Vierteln. Positiv sieht Fehling, dass die aktuelle Studie die Wichtigkeit frühkindlicher Bildung belege. „Bildung ist eben mehr als Schule.“ Neben der frühkindlichen Bildung müsse Jugendarbeit stärker gesehen und unterstützt werden, damit die umfassende Bildung von Kindern und Jugendlichen ermöglicht werde.

Angesichts der Ergebnisse bekräftigt der BDKJ seine Forderungen. So müssten Lehrkräfte die Möglichkeit haben, ihren Unterricht freier zu gestalten, um individuell auf Talente und Probleme verschiedener Schülerinnen und Schüler eingehen zu können. „Wir müssen nicht Fächer, sondern Kinder unterrichten“, so Fehling. Zudem sollten Kinder länger gemeinsam lernen. „Eine frühe Trennung verschärft die Bildungsunterschiede. Das ist vermeidbar.“ Hierfür solle es bundesweit einheitliche Regelungen geben, die Vergleichbarkeit herstellen. „Nur so lässt sich das Nebeneinander verschiedener Bildungssysteme endlich zum Vorteil für junge Menschen zusammenführen. Sie sind der Maßstab, nicht Wirtschaft oder irgendwelche Systeme.“

2010-31_pisa