#wehrpflicht aussetzen, sofort! #bdkj fordert freie Wahl für junge Menschen

Wehrpflicht aussetzen, sofort!

BDKJ fordert freie Wahl für junge Menschen.

Düsseldorf, 14. Juni. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert die sofortige Aussetzung der Wehrpflicht. „Endlich diskutiert die höchste politische Ebene darüber, dass sich in Sachen Wehrpflicht etwas zum Wohl junger Menschen tun muss“, erklärt BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. „Ich hoffe, dass die Diskussion nicht aus haushaltspolitischen Gründen geführt wird. Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte über Grund und Sinn der Wehrpflicht“, so Rapp. 

„Junge Menschen brauchen und wollen die Freiheit, die ihnen im Grundgesetz garantiert ist. Die Wehrpflicht ist eine Einschränkung dieses persönlichen Freiheitsrechts, die nur im Bedrohungsfall zu vertreten ist. Die Bundesrepublik ist seit Ende des Ost-West-Konflikts nicht mehr direkt bedroht, die Verteidigungsfähigkeit trotzdem gegeben“, erläutert Rapp den Grund für die Forderung. Diese erhebt der BDKJ schon seit 2002. Sobald sich die Lage ändere, unterstütze der BDKJ eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. „Jetzt geht es darum, die Freiheitsrechte zehntausender junger Menschen ernst zu nehmen. Je eher, desto besser.“ Um im Bündnisfall weiter einsatzfähig zu sein, brauche Deutschland eine Berufsarmee.

Kultur der selbstverständlichen Freiwilligkeit

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht würde auch der Zivildienst als Pflichtdienst für junge Männer, die den Wehrdienst verweigern, entfallen. „Pflegenotstand ist für uns kein Grund, der wichtige Einsatz von Zivildienstleistenden keine Rechtfertigung für die Wehrpflicht.“ Darüber hinaus lehnt der BDKJ eine allgemeine Dienstpflicht für gesellschaftliches Engagement entschieden ab. „Das entspricht nicht unserem christlichen Menschenbild und verstößt unter anderem gegen die UN-Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz.“

Der BDKJ spricht sich für die Förderung einer Kultur „selbstverständlicher Freiwilligkeit“ aus. „Bei jungen Menschen ist die Bereitschaft für ein gesellschaftliches Engagement groß“, so Rapp, „das zeigen Studien seit Jahren. Aber wir haben zu wenig Plätze dafür.“ Mit Jugendfreiwilligendiensten wie dem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ gebe es hervorragende Angebote, die jungen Frauen und Männern die freie Wahl lassen, wo und wie sie sich für unsere Gesellschaft engagieren. Ein besseres Angebot in den verschiedenen Freiwilligendiensten, die von bewährten zivilgesellschaftlichen Trägern angeboten werden, würde helfen, junge Menschen in ihrer Persönlichkeit reifen zu lassen und ihre Fähigkeiten zum Wohl anderer Menschen einzubringen.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, Telefon 0211 46963-155, www.bdkj.de

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