Aufbruch unter dem Kreuzsegel

Img_2579

BDKJ Diözesanverband Würzburg geht grün – mit neuem Logo.
 
Bei der heute zu Ende gegangenen Diözesanversammlung auf dem Volkersberg verabschiedeten die rund 40 Delegierten das neue Kreuzsegel.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Ehrenamts und abends ließ man den Tag mit einer grünen Mottoparty ausklingen.
Weitere Infos folgen…
lh

BDKJ-Antrag: Jetzt fordern auch katholische Verbände offenen und strukturierten Dialog von Bischöfen und Laien

Die Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) hat den Antrag des BDKJ „Wir müssen reden“ einstimmig beschlossen. Darin fordern die katholischen Organisationen, Verbände und geistlichen Gemeinschaften einen offenen und strukturierten Dialog von Bischöfen und Laien zu überfälligen Fragen in der katholischen Kirche. Dazu schlägt die AGKOD unter anderem bundesweite, regionale und thematische Foren vor. „Wir freuen uns, dass sich die Verbände unserer kirchenpolitischen Initiative angeschlossen haben“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler am Samstag. Damit bekomme die Forderung mehr Nachdruck und die Chancen auf ein Zustandekommen des Dialoges verbesserten sich. Nun geht der Antrag ins Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZDK). Hier der Beschluss der AGKOD im Wortlaut:

Beschluss der AGKOD – Delegiertenversammlung, 19. Juni 2010, Ludwigshafen

„Wir müssen reden“

Die AGKOD fordert einen offenen und strukturierten Dialog von Bischöfen und Laien zu überfälligen Fragen in der katholischen Kirche.

Die katholische Kirche befindet sich in einer tiefen Krise. Sie hat an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren. Wir sehen dies als großes Risiko für die Gegenwart und die Zukunft unserer Kirche.

Kirche in Verantwortung: Wir rufen zum Handeln auf!

Trotz unserer Enttäuschung und unseren Zweifeln bleiben wir in diesen Zeiten der Krise unserer Kirche treu und gestalten diese weiter aktiv mit. Wir glauben an die befreiende Botschaft des Evangeliums und vertrauen auf den Geist des Aufbruchs und der Erneuerung. Aus Sorge und Liebe zur Kirche rufen wir zum Handeln auf, damit Kirche jetzt und in Zukunft ihren Auftrag erfüllen kann.

Natürlich muss die Perspektive der Opfer für das Vorgehen inner- und außerhalb der Kirche handlungsleitend sein. So sollten Opfern und deren Angehörigen, Freunden und Freundinnen unterstützende Hilfen und Menschen zur Seite gestellt werden, die sie in dieser Situation begleiten und beraten und ihnen helfen Entscheidungen zu treffen. Wir fordern, dass Täter und Täterinnen zur Rechenschaft gezogen werden. Ihr Handeln steht im fundamentalen Widerspruch zum Evangelium. Die Gemeinschaft der Kirche darf die Täterinnen und Täter nicht decken und ihre Vergehen nicht verschweigen. Besonders im Sinne junger Menschen fordern wir ein gemeinsames Vorgehen aller Verantwortlichen im kirchlichen Bereich und einen konsequenten Umgang mit überführten und verurteilten Priestern und anderen Mitarbeitenden.

Menschen sollen Kirche als Heimat erfahren in der sie wachsen können und zu starken Persönlichkeiten werden. Dazu benötigen sie eine Kirche, die glaubwürdig und wahrhaftig handelt und die sich des in sie gesetzten Vertrauens würdig erweist. Sie müssen erfahren, dass sie von der Kirche in ihren Gewissensentscheidungen respektiert und mit ihren Bedürfnissen und Ängsten ernst genommen werden. Die katholischen Jugendverbände stehen für eine Kinder- und Jugendarbeit, die Räume für Anerkennung und Respekt schafft, Grenzen respektiert und Befähigungen fördert. Damit leisten katholische Jugendverbände einen zentralen Beitrag zur Stärkung der Persönlichkeit von jungen Menschen, die auch zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt beiträgt.

Wir fordern von der Kirche eine Kultur des Hinschauens und aktiven Handelns. Die Verantwortlichen in Kirche fordern wir auf, alle Anstrengungen im Bereich Prävention sexualisierter Gewalt finanziell, ideell und strukturell abzusichern.

Kirche im Dialog: Mut zur Wahrheit , Mut zum Zuhören

Als Aktive der katholischen Kirche setzen wir uns ein für eine Atmosphäre der Achtsamkeit und der Wertschätzung, die es ermöglicht im Sinne der uns anvertrauten Menschen tabu- und angstfrei Fragen und Anfragen zu benennen. Dazu gehört auch, Diskussionen, Kritik und Widerspruch innerhalb und außerhalb der Kirche aushalten zu können.

Die Sorge um das Ansehen der Kirche und Schweigen aus falsch verstandener Loyalität haben dazu geführt, dass sich die Kirche vielen Problemen nicht mit der nötigen Offenheit gestellt und damit das Leid der Menschen aus dem Blick verloren hat. Es muss fachlich fundiert analysiert werden, inwiefern strukturelle Faktoren Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt begünstigen.

Wir sehen in der Kirche u. a. folgende offene Fragen:

ú          zum Umgang mit Macht,

ú          zur Sexualität und einer menschennahen Sexualmoral,

ú          zum Miteinander von Priestern und Laien,

ú          zur Nutzung und Förderung von demokratischen und synodalen Strukturen,

ú          zur Stärkung der Rolle von Frauen in der Kirche,

ú          zur Überprüfung der Zugangsvoraussetzung zu Weiheämtern,

ú          zur Weiterentwicklung des Priesterbildes und der Priesterausbildung.

ú          Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt

Wir fordern die differenzierte und konstruktive Diskussion dieser Fragen in einem strukturierten, offenen und fairen Dialog in unserer Kirche.

Hierzu schlägt die AGKOD folgende Schritte vor:

25. Juni 2010                Informationen über Beschluss „Wir müssen reden“ in der Gemeinsamen Konferenz

15. Oktober 2010           Beratung und Beschlussfassung im ZdK zum weiteren Verfahren

5. November 2010         Vereinbarung in der Gemeinsamen Konferenz zur gemeinsamen Steuerung sowie Zielen, Methoden und Zeitplan des Prozesses

Möglicher „Fahrplan“

Früh-Sommer 2011        deutschlandweites Forum, das den Prozess eröffnet

Herbst 2011 bis
Frühjahr 2012                vier regionale Foren und vier bundesweite thematische Foren

Herbst 2012                  zentrales Abschlussforum

ab Herbst 2012              Vereinbarungen/Impulse fließen in Diözesen, Verbände etc. zurück

Heute beginnt die Diözesanversammlung des BDKJ in der Diözese Würzburg

Das oberste Beschlussfassende Gremium der katholischen Jugendverbände tagt auf dem Volkersberg
Würzburg/ Volkersberg. Vom 18.-20. Juni 2010 findet in der Jugendbildungsstätte auf dem Volkersberg die jährlich stattfindende Diözesanversammlung des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) in der Diözese Würzburg statt.

Inhaltlich wird es um das Ehrenamt gehen. Unter dem Motto „Ehrenamt – ein Amt mit Würden/ Hürden?!“ setzen sich die Delegierten im Studienteil mit diesem Thema auseinander. Dazu konnte der BDKJ Diözesanverband Experten aus der Kirche, Wirtschaft und Wissenschaft gewinnen. So wird u.a. Professor Dr. Heinz Reinders vom Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung (Universität Würzburg) in seinem Impulsreferat die Frage beantworten, was soziales Engagement bei jungen Menschen bewirkt. Mithilfe der Anregungen will sich der Diözesanverband weiter für die Stärkung des Ehrenamts und für die Verbesserung der Rahmenbedingungen einsetzen.
Am Samstag vormittag stehen verschiedene Wahlen an. So gilt es, zwei vakante Posten im Diözesanvorstand zu besetzen und die Delegierten für den Diözesanrat sowie den Wahlausschuss neu zu wählen. Neben den Wahlen wird sich die Versammlung mit dem Rechenschaftsbericht des Diözesanvorstandes und mit verschiedenen Anträgen beschäftigen.

Weitere Informationen zu den Programmpunkten, zur Tagesordnung und zum Zeitplan der Versammlung sind unter www.bdkj-wuerzburg.de zu finden.
 
Pressekontakt: Lukas Hartmann: 0176-21103958

Turbo-Abi und Ganztagsschule gefährden Engagement #BDKJ fordert mehr Freiräume für junge Menschen

Bildungsbericht: BDKJ warnt vor negativen Auswirkungen für die Gesellschaft. Jugendliche brauchen Freiräume, um sich entwickeln zu können.

Berlin, 17. Juni. Der  Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) warnt angesichts des heute vorgestellten Bildungsberichtes vor negativen Auswirkungen verkürzter Schulzeit und Ganztagsschule für das freiwillige Engagement junger Menschen. „Der Bericht zeigt, dass Turbo-Abi und Ganztagsschule Engagement erschweren“, so BDKJ-Bundesvorsitzende Ursula Fehling am Mittwoch in Berlin. „Statt weniger Freizeit  und mehr Belastung brauchen junge Menschen Freiräume, um sich entwickeln zu können.“

Die Studie beweist: Während 52 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die in 13 Jahren Abitur machen, eine freiwillige Tätigkeit ausüben, ist das nur bei 43 Prozent der G8-Schüler der Fall. Zugleich ist die Engagementquote von Ganztagsschülern um zehn Prozent niedriger als bei Halbtagsschülern. „Weitere Reformen im Schulsystem lassen noch Schlimmeres befürchten“, so Fehling. Und: „Wir betrachten die zunehmende Verschulung und Verzweckung der Lebenszeit junger Menschen mit großer Sorge.“

Jugend brauche jenseits der Schulmauern Freiräume, in denen sie selbst Verantwortung übernehmen, Ideen ausprobieren und Lösungen basteln könnten, so Fehling. „Nur so wird sie in der Lage sein, komplexe persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Die möglichst effiziente Ausbildung von stromlinienförmigen Fachidioten ist nicht das, was unsere Gesellschaft für die Zukunft braucht. Sie braucht Persönlichkeiten.“ Ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen in Vereinen, Kirchen, Verbänden, Initiativen und Parteien sei die beste Möglichkeit, Persönlichkeit zu entwickeln und Ehrenamt zu erlernen. Außerdem sei dieses Engagement eine wesentliche Stütze unserer Gesellschaft.

Der BDKJ fordert, die Verkürzung von Schulzeit nicht zur Pflicht zu machen und bessere Kooperation zwischen schulischen und außerschulischen Angeboten zu fördern. „Zudem muss Jugendpolitik diese Entwicklungen stärker in den Blick nehmen und mitgestalten.“ Ziel aller Anstrengungen müsse es bleiben, Bildung ganzheitlicher zu denken, gerechter zu machen und vor allem benachteiligten jungen Menschen bessere Chancen und mehr Teilhabe zu ermöglichen.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Ursula_fehling_news123_bildungsbericht

Wir suchen Heldinnen, Helden und gute Fragen – fürs BDKJ Journal

Für das kommende BDKJ Journal und auch für weitere suchen wir für die Rubrik „Heldin / Held“

Jugendliche, die im BDKJ oder seinen Mitgliedsverbänden aktiv sind für ein kleines Interview. Wer hat Lust? Eine Mail an redaktion@bdkj.de reicht und wir melden uns bei Euch!

Warum eigentlich? In der Rubrik „Warum eigentlich?“ Habt Ihr die Möglichkeit, Fragen zu stellen, über die EntscheidungsträgerInnen vielleicht so noch nie nachgedacht haben. Dabei müssen sich sowohl Politik und Kirche als auch wir uns ehrliche Fragen gefallen lassen und ehrlich darauf antworten. Die Fragen kommen von Euch, die Antworten geben Expertinnen und Experten aus dem BDKJ, der katholischen Kirche oder der Politik. Wir freuen uns auf Eure Fragen! Einfach posten oder mailen: redaktion@bdkj.de Die Antworten gibt’s im nächsten Journal /mik

#wehrpflicht aussetzen, sofort! #bdkj fordert freie Wahl für junge Menschen

Wehrpflicht aussetzen, sofort!

BDKJ fordert freie Wahl für junge Menschen.

Düsseldorf, 14. Juni. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert die sofortige Aussetzung der Wehrpflicht. „Endlich diskutiert die höchste politische Ebene darüber, dass sich in Sachen Wehrpflicht etwas zum Wohl junger Menschen tun muss“, erklärt BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. „Ich hoffe, dass die Diskussion nicht aus haushaltspolitischen Gründen geführt wird. Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte über Grund und Sinn der Wehrpflicht“, so Rapp. 

„Junge Menschen brauchen und wollen die Freiheit, die ihnen im Grundgesetz garantiert ist. Die Wehrpflicht ist eine Einschränkung dieses persönlichen Freiheitsrechts, die nur im Bedrohungsfall zu vertreten ist. Die Bundesrepublik ist seit Ende des Ost-West-Konflikts nicht mehr direkt bedroht, die Verteidigungsfähigkeit trotzdem gegeben“, erläutert Rapp den Grund für die Forderung. Diese erhebt der BDKJ schon seit 2002. Sobald sich die Lage ändere, unterstütze der BDKJ eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. „Jetzt geht es darum, die Freiheitsrechte zehntausender junger Menschen ernst zu nehmen. Je eher, desto besser.“ Um im Bündnisfall weiter einsatzfähig zu sein, brauche Deutschland eine Berufsarmee.

Kultur der selbstverständlichen Freiwilligkeit

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht würde auch der Zivildienst als Pflichtdienst für junge Männer, die den Wehrdienst verweigern, entfallen. „Pflegenotstand ist für uns kein Grund, der wichtige Einsatz von Zivildienstleistenden keine Rechtfertigung für die Wehrpflicht.“ Darüber hinaus lehnt der BDKJ eine allgemeine Dienstpflicht für gesellschaftliches Engagement entschieden ab. „Das entspricht nicht unserem christlichen Menschenbild und verstößt unter anderem gegen die UN-Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz.“

Der BDKJ spricht sich für die Förderung einer Kultur „selbstverständlicher Freiwilligkeit“ aus. „Bei jungen Menschen ist die Bereitschaft für ein gesellschaftliches Engagement groß“, so Rapp, „das zeigen Studien seit Jahren. Aber wir haben zu wenig Plätze dafür.“ Mit Jugendfreiwilligendiensten wie dem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ gebe es hervorragende Angebote, die jungen Frauen und Männern die freie Wahl lassen, wo und wie sie sich für unsere Gesellschaft engagieren. Ein besseres Angebot in den verschiedenen Freiwilligendiensten, die von bewährten zivilgesellschaftlichen Trägern angeboten werden, würde helfen, junge Menschen in ihrer Persönlichkeit reifen zu lassen und ihre Fähigkeiten zum Wohl anderer Menschen einzubringen.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, Telefon 0211 46963-155, www.bdkj.de

22_wehrpflichtBdkj_rapp_011