Podium sexueller Missbrauch: #BDKJ #Freiburg zu Prävention und Strukturkrise #oekt2010

Bei der Podiumsdiskussion zum Thema sexueller Missbrauch kam es zu Tumulten. (Ausführlicher Bericht auf der ÖKT-Homepage.) Die Debatte war geprägt von der Diskussion, ob die Krise auch eine Krise der Institution und der Struktur der Kirche sei oder ein Problem einzelner Täter.

Andrea Heim, BDKJ-Diözesanleiterin im Diözesanverband Freiburg und Vertreterin des BDKJ auf dem Podium, sieht auch Probleme in der Struktur der Institution, die Präventionsarbeit ihres Diözesanverbands kann nur eine wichtige Facette sein. Das Thema Schutz vor sexueller Gewalt ist im Erzbistum Freiburg Teil jeder Gruppenleitungsausbildung, alle Leiterinnen und Leiter geben eine Selbstverpflichtungserklärung ab, es gibt Methoden für die Gruppenstunde und Lager, unabhängige AnsprechpartnerInnen wurden benannt. (Alle Materialien im Netz unter schutz.kja-freiburg.de)

Die Präventionsarbeit der Jugendverbände könne aber, so Heim, nicht allein die Lösung sein. Prävention ist auch darauf angewiesen, dass strukturelle Faktoren angegangen werden, die Missbrauch begünstigen. Heim warnte auch davor, Missbrauch als ein ein für alle Mal zu lösendes Problem zu sehen: Prävention ist eine dauerhafte Aufgabe, die viel Zeit und Arbeit kostet.

Der BDKJ beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Missbrauch. Auf der BDKJ-Homepage sind Beschlüsse, Positionen und Methoden der Diözesanverbände und des Bundesverbandes gesammelt. Der jünge Beschluss der BDKJ-Haupversammlung zum Thema ist auch auf bdkj.de zu finden.

(fxn)

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