#BDKJ-Flashmob beweist: Brasilianischer Kleinbauer ist Opfer des ungerechten #Welthandels – #Lila Kuh gewinnt!

Über die Schokolade findet man immer einen Weg zu den Menschen. Das zeigte auch der Flashmob des BDKJ heute in der Eventarena am Olympiapark. Hier wurden kleine GEPA-Schokoladen-Täfelchen an die Umstehenden verteilt und der Vergleich zu einer Tafel Schokolade sorgte für einen Wendepunkt in der öffentlichen Aktion.

Es ist 13 Uhr, Eingangsbereich der Eventarena. Ein junger Mann kommt auf der Rolltreppe heruntergefahren und kündigt per Megafon einen spektakulären Kampf an: Die „Lila Kuh“ kämpft gegen den Kleinbauern Rodrigo. Es bildet sich schnell eine Menschentraube um die beiden Gegner. Florian und Anne stecken in einem lila Kostüm und verkörpern die „Lila Kuh“. Diese ist unbestritten unbesiegt seit 7.000 Kämpfen. Das wird sie auch in diesem Kampf beweisen. Nach einem kurzen, intensiven Kampf liegt der Kleinbauer Rodrigo in Person von Jeanne am Boden. Die Menge jubelt. Doch da hakt Moderator Ruben ein: „Natürlich hat mal wieder die Lila Kuh gewonnen… Aber stellt Euch einmal vor: Der Kleinbauer bekommt von jeder Tafel Schokolade nur ein halbes Stück!“ Da regt sich etwas in der Fangemeinde. „Unfair, unfair“ beginnen die Leute zu skandieren. Ein paar ÖKT-Teilnehmende stimmen mit ein. „Die Lila Kuh ist nur ein Mythos!“, schreit der Moderator. Obwohl die Kuh letztlich wieder gewinnt: Das Bewusstsein für die Ungerechtigkeit ist gewachsen.

Eine Gruppe von rund 20 Aktivistinnen und Aktivisten des BDKJ hat diesen Flashmob inszeniert. Die Idee kam vom Entwicklungspolitischen Ausschuss (EPA) des BDKJ-Bundesverbands. Unter den Aktivisten sind besonders viele Mitglieder des „Aktionskreis Eine Welt“ des BDKJ Rottenburg-Stuttgart. Zum Beispiel Ruben. „Viele von uns haben in den Produktionsländern des Südens mit eigenen Augen gesehen, unter welch üblen Bedingungen die Produkte hergestellt werden, die wir hier konsumieren“, erklärt er seine Motivation. „Im Vorfeld des ÖKT schien sich unsere Befürchtung zu bewahrheiten, dass der ÖKT es mal wieder nicht schafft, sich konsequent öko-fair zu organisieren“, erklärt EPA-Mitglied Sebastian Köppers-Lohr. Darauf will der BDKJ mit dieser Aktion hinweisen und zum Kritischen Konsum anregen. Und der sicherste Weg dorthin führt über die Schokolade. (jhn)

Fotos: Simone Brandmüller (BDKJ Mainz)

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